eventgrafik-2016

Abbasi, Anahita

Geboren 1985 in Shiraz, Iran. Komponiert instrumentale und elektroakustische Musik. Sie studierte Musiktheorie bei Clemens Gadenstaetter und Komposition bei Beat Furrer und Pierluigi Billone an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz. Abbasi besuchte Meisterklassen bei Georges Aperghis, Franck Bedrossian, Philippe Leroux, Francesco Filidei und Raphael Cendo. Ihre Musik wurde weltweit gespielt, so in Österreich, den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Finnland, Ungarn, Russland, Korea, Usbekistan, Kasachstan, Griechenland, Spanien, der Schweiz und den USA. 2015 gewann Anahita Abbasi den ASCAP Young Composers Award, ein Jahr zuvor war sie Stipendiatin am Experimentalstudio des SWR in Freiburg. 2013 gründete sie das Ensemble sowie den Kulturverein Schallfeld (für zeitgenössische Musik und Klangkunst) in Graz mit. Momentan lebt sie in San Diego, wo sie bei Rand Steiger an der University of California San Diego in Komposition promoviert.

Andre, Mark

Geboren 1964 in Paris, Frankreich. Hat nach seinem Studium in Frankreich, das er unter anderem am Pariser Conservatoire national supérieur de musique bei Claude Ballif und Gérard Grisey absolvierte, in Deutschland eine neue musikalische Heimat gefunden. Seine Begegnung mit der Musik von Helmut Lachenmann, dessen Partitur für das Klavierkonzert Ausklang ihm eher zufällig in die Hände geraten war, beschreibt er als Offenbarung. In der Folge absolvierte er von 1993 bis 1996 ein weiterführendes Kompositionsstudium bei Lachenmann an der Hochschule für Musik Stuttgart sowie ein Studium der Musikelektronik bei Andre Richard im Experimentalstudio des SWR, und er verlagerte seinen Lebensschwerpunkt nach Deutschland. Hier wurde er schon bald mit Stipendien und Preisen wie dem Kranichsteiner Musikpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (1996), dem 1. Preis des Internationalen Kompositionswettbewerbs Stuttgart (1997) und dem Kompositionspreis der Oper Frankfurt (2001) ausgezeichnet und 1998 war er erstmals auch als Dozent zu den Darmstädter Ferienkursen eingeladen. 2002 erhielt er den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung.

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Mark Andre 2006 in Darmstadt, Foto: Günther Jockel
Mark Andre @ Edition Peters
Mark Andre bei Soundcloud

Antunes Pena, Luís

Geboren 1973 in Lissabon. Pena schreibt elektroakustische und Instrumentalmusik und studierte an der Escola Superior de Música de Lisboa bei António Pinho Vargas, sowie an der Folkwang-Hochschule und dem ICEM Essen bei Nikolaus A. Huber, Günter Steinke und Dirk Reith. Seine Kompositionen sind das Ergebnis intensiver Arbeit an computergenerierten Strukturen, die er aus selbstprogrammierten Computertools gewinnt und sein Interesse an neuartigen Klängen und insbesondere Rhythmen widerspiegeln. Penas Musik erklang an vielen Orten in Europa und den USA, z.B. bei den ISCM Festivals Miami, den World Music Days Stuttgart und der International Computer Music Conference. Er erhielt Aufträge von z.B. der Philharmonie Essen, DeutschlandRadio, ZKM Karlsruhe und dem Auswärtigen Amt Deutschland. Er war Composer in Residence an der Kunst-Station Sankt Peter in Köln sowie der Villa Concordia Bamberg und arbeitete in den Studios des ZKM Karlsruhe und des Visby Composers Centre in Schweden. Pena unterrichtet Klanginteraktion an der Musikhochschule Trossingen und lebt in Köln.

Luís Antunes Pena, Foto: Tobias Bohm
Website Luís Antunes Pena

Aperghis, Georges

Geboren 1945 in Athen, Griechenland als Sohn eines Bildhauers und einer Malerin. Zugang zur Musik bekam er über das Radio und durch private Klavierstunden. 1963 ließ er sich zunächst als freischaffender Künstler in Paris nieder, wo er seitdem lebt. Im selben Jahr begann er als Autodidakt seine ersten, damals noch durch serielle Techniken sowie durch Iannis Xenakis geprägten Kompositionen. Die Malerei gab er bald darauf auf. Nachdem Aperghis die Welt des Theaters und die Arbeiten von John Cage und Mauricio Kagel entdeckt hatte, erneuerte er ab Mitte der 1960er-Jahre seine musikalischen Ausdrucksformen. Visuelle Aspekte und theatralische Elemente spielen in allen seinen Werken eine große Rolle.

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Georges Aperghis
Website Georges Aperghis

Arditti Quartet

Durch seine lebendige und differenzierte Interpretation von Kompositionen der Moderne und Gegenwart hat das Arditti Quartet weltweit einen herausragenden Ruf erlangt. Seit seiner Gründung 1974 durch den Geiger Irvine Arditti sind ihm mehrere hundert Streichquartette gewidmet worden, und so bildete sich das Ensemble mit den Jahren zu einer festen Größe der jüngsten Musikgeschichte heraus. Komponisten wie Adès, Aperghis, Birtwistle, Cage, Carter, Dufourt, Dusapin, Fedele, Ferneyhough, Francesconi, Gubaidulina, Harvey, Hosokawa, Kagel, Kurtág, Lachenmann, Ligeti, Nancarrow, Rihm, Scelsi, Sciarrino und Stockhausen haben ihm die Uraufführung ihrer Werke anvertraut und das Repertoire des Quartetts umfasst bei vielen dieser und weiterer Komponisten die Gesamtheit ihrer Streichquartette.
Das Arditti Quartet ist davon überzeugt, dass für die Interpretation Neuer Musik eine enge Zusammenarbeit mit den Komponisten unerlässlich ist und so suchte es zu ihnen stets den Dialog. Auch pädagogisch sind seine Mitglieder aktiv: Als ehemalige langjährige Dozenten bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik gaben sie zahlreiche Meisterkurse und Workshops für Interpreten und Komponisten in der ganzen Welt.

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Arditti Quartet, Foto: Astrid Karger
Website Arditti Quartet

Arditti, Irvine

Geboren 1953 in London. Parallel zu seiner legendären Karriere als Erster Violinist des Arditti Quartet ist Irvine Arditti als außergewöhnlicher Solist hervorzuheben. Im Alter von 16 Jahren begann er ein Studium an der Royal Academy of Music. 1976 trat Arditti dem London Symphony Orchestra bei, das ihn zwei Jahre später, mit 25 Jahren, zum ersten Konzertmeister berief. 1980 verließ er das Orchester, um sich auf die Arbeit mit seinem Quartett, das er schon als Student gegründet hatte, konzentrieren zu können.
Während der letzten Jahrzehnte hat Irvine Arditti eine große Anzahl von bedeutenden, eigens für ihn komponierten Werken uraufgeführt, darunter die Violinkonzerte Dox Orkh von Xenakis und Landscape III von Hosokawa, sowie Ferneyhoughs Terrain, Francesconis Riti Neurali und Body Electric, Harveys Scena, Reynolds Aspiration und Sciarrinos Le Stagioni Artificiali. Er trat mit vielen herausragenden Orchestern und Ensembles auf, darunter das BBC Symphony Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Münchner Philharmoniker, Orchestre National de Paris, Concertgebouw-Orchester, Asko Ensemble, Nieuw Ensemble, Schoenberg Ensemble, Oslo Sinfonietta und Ensemble Modern. Besonders gefeiert wurden seine Aufführungen der Violinkonzerte von Ligeti, mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, und von Dutilleux, mit Het Residentie Orkest – beide in Anwesenheit der Komponisten.

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Irvine Arditti, Foto: Heikki Tuuli
Website Arditti Quartet

asamisimasa

asamisimasa wurde 2001 von Musikern gegründet, die Interesse und Leidenschaft für zeitgenössische Musik und deren Geschichte teilten. Seitdem hat asamisimasa zahlreiche crossmediale Werke, die eigens für das Ensemble geschrieben wurden, uraufgeführt. Zudem finden häufig Kompositionen aus dem klassischen Repertoire und der Neuen Musik Eingang ins Konzertprogramm. asamisimasa hat mit vielen Komponisten zusammengearbeitet, darunter Helmut Lachenmann, Mathias Spahlinger, Nicolaus A. Huber, Aldo Clementi, Alvin Lucier, Brian Ferneyhough, Helmut Oehring, Clemens Gadenstätter, Klaus Lang, Johannes Kreidler und Joanna Bailie. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Arbeiten mit Crossmedia-Komponisten wie Simon Steen-Andersen, Øyvind Torvund, Martin Schüttler, Matthew Shlomowitz und Trond Reinholdtsen.

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asamisimasa
Website asamisimasa

Bača, Travor

Geboren 1975 bei Los Angeles. Wuchs in Texas auf. Zu seinem kompositorischen Interesse zählen verlorene und geheime Texte, gebrochene und zergliederte Systeme, Zauberei, Hexerei, Weissagungen und Magie, sowie die Effekte, Erscheinungen und Schönheit des Lichtes. Bačas Musik wurde in den USA, Europa und Japan gespielt, u.a. vom JACK Quartet, Distractfold und ensemble recherche, mit kürzlichen Aufführungen u.a. in New York, Tokyo, Berlin und Barcelona. Seine Musik ist Teil der Anthologie von Notations 21 (editiert von Theresa Sauer). Außerdem sind Bačas Partituren in der New Yorker Chelsea Gallery und der Hutchins Gallery auf Long Island ausgestellt worden. Er hat an Universitäten und Hochschulen in vielen Ländern unterrichtet.

Trevor Bača, Foto: Dan Payne
Website Trevor Bača

Baker, James

James Baker ist 1. Schlagzeuger des New York City Ballet Orchestra. Darüber hinaus ist er Musikalischer Leiter der Composers Conference am Wellesley College und Leiter des Schlagzeugensembles am Mannes College of Music. Baker war Dirigent des New York New Music Ensemble; aktuell leitet er das Talea Ensemble und ist als Gastdirigent der Slee Sinfonietta am Institute for 21st Century Music in Buffalo tätig. Baker hat zudem u.a. das Orchestra of the League of Composers, das Ensemble ACJW (Carnegie Hall), das Cygnus Ensemble, das Ensemble Tactus an der Manhattan School of Music, das Ensemble 21 und die
DaCapo Chamber Players dirigiert. Als Schlagzeuger arbeitet er häufig mit Orpheus zusammen. Er war Mitglied des American Composers Orchestra und des Eos Orchestra und hat bereits mit zahlreichen Orchestern zusammengespielt, darunter das New York Philharmonic, das Royal Danish und das Czech Philharmonic.

James Baker dirigiert das Talea Ensemble 2012 in Darmstadt, Foto: Daniel Pufe
James Baker @ Naxos

Barrett, Richard

Geboren 1959 in Swansea. Er studierte Komposition, hauptsächlich bei Peter Wiegold, und lehrt am Institut für Sonologie Den Haag sowie an der Universität Leiden. Barrett ist international als Komponist und Performer aktiv und lässt die Grenzen zwischen den beiden Gefilden zunehmend verschwimmen. Zu seinen Langzeit-Kollaborationen gehören das Elektronik-Duo FURT, das er 1986 mit Paul Obermayer gründete, sowie dessen aktuelle Oktett-Variante fORCH, Stücke für und Auftritte mit der Formation ELISION seit 1990, und regelmäßige Auftritte mit dem Evan Parker Electro-Acoustic Ensemble seit 2003. Aktuell und in naher Zukunft arbeitet er am abendfüllenden Projekt close-up – einer Kollaboration mit dem Ensemble Studio6 aus Belgrad, wo er seit Ende 2013 lebt –, einem neuen Stück für das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und einem abendfüllenden Werk für die MusikFabrik.

Richard Barrett, Foto: Luis Neuenhofer
Website Richard Barrett

Basel Sinfonietta

Seit ihrer Gründung setzt sich die Basel Sinfonietta konsequent für die Aufführung und Verbreitung von Neuer Musik und neuen Musikformen ein. 1980 von jungen Musikerinnen und Musikern gegründet umfasst das Orchester heute 138 Mitglieder und ist das einzige Orchester dieser Größe, das konsequent demokratisch verwaltet wird. In seiner über 30-jährigen Geschichte realisierte das Orchester traditionelle Konzerte, aber auch Produktionen mit Jazz, Tanz und Performance, sowie zahlreiche Stummfilm- und Multimediaprojekte und hat bislang über 150 Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen zum Erklingen gebracht. Mit diesem Blick auf das Unkonventionelle hat sich die Basel Sinfonietta weltweit einen Namen gemacht, wovon verschiedenste Einladungen an internationale Festivals zeugen.

Basel Sinfonietta, Foto: Pablo Wünsch Blanco
Website Basel Sinfonietta

Becker, Signe

Geboren 1981 in Norwegen. Signe Becker ist als freischaffende Bühnenbildnerin und Künstlerin tätig. Ein Bühnenbild-Studium an der Norwegian Theatre Academy (NTA) in Fredrikstad schloss sie 2006 mit dem Bachelor ab. Darauf folgte bis 2008 ein Masterstudium in Visual Culture an der Oslo National Academy of the Arts. Zu ihren künstlerischen Projekten gehören sowohl Theater- und Tanzproduktionen als auch individuelle Arbeiten, hauptsächlich in den Bereichen Textilkunst, Bildhauerei und Videokunst.
In jüngster Zeit hat Becker an zahlreichen Produktionen mitgewirkt und seit 2006 gehört sie als Bühnenbildnerin zum festen Ensemble von Verk Produksjoner. Zwei ihrer Produktionen wurden für den norwegischen Hedda Award für Schauspielkunst nominiert; zwei Performances, Det eviga leendet (2011) und Stalker (2013), wurde jeweils als Beste Performances des Jahres ausgezeichnet. Seit 2011 arbeitet Becker mit der Choreografin Ingri Fiksdal und der Künstlerin Ingvild Langgård zusammen; die daraus entstandenen Projekte sind nach wie vor auf internationalen Bühnen zu sehen. 2015 repräsentierte Becker Norwegen bei der Prague Quadrennial of Performance Design and Space.

Signe Becker, Foto: Espen Klouman Høiner
Website Signe Becker

Bedrossian, Franck

Geboren 1971 in Paris. Nach Studien in Orchestration und Analyse am Conservatoire à Rayonnement Régional de Paris studierte er Komposition bei Allain Gaussin und später bei Gérard Grisey und Marco Stroppa am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse Paris. 2002/03 nahm er am IRCAM-Kurs für Computermusik und Komposition teil, bei dem Philippe Leroux, Brian Ferneyhough, Tristan Murail und Philippe Manoury unterrichteten. Seine Werke wurden in Europa und den USA von Ensembles wie l'Itineraire, 2e2m, Ictus und dem Ensemble Modern bei Festivals wie Agora, Resonances, Ars Musica, in Darmstadt, Donaueschingen und bei Wien Modern aufgeführt. Bedrossian unterrichtet Komposition an der University of California, Berkeley.

Franck Bedrossian, Foto: Elie Kongs
Franck Bedrossian bei Soundcloud

Berweck, Sebastian

Geboren 1971. Mit über 220 Ur- und Erstaufführungen ist Sebastian Berweck einer der gefragtesten Pianisten für experimentelle zeitgenössische Musik. Als Solist und Ensemblemitglied spielte er bei den Salzburger Festspielen, Schleswig-Holstein Musik Festival, Ultraschall, Maerzmusik, Inventionen, Huddersfield Contemporary Music Festival, ISCM World New Music Days, pgnm festival Bremen, piano+ am ZKM Karlsruhe, Klangwerkstatt Berlin, Klangwerktage Hamburg, Heidelberger Frühling, Nous Sons Festival Barcelona, Darmstädter Ferienkurse und anderen wichtigen Festivals für zeitgenössische Musik. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Auseinandersetzung mit Elektronik.

Sebastian Berweck, Foto: Anika Neese
Website Sebastian Berweck

Bianchi, Oscar

Geboren 1975 in Mailand, Italien. Der italienische und Schweizer Staatsbürger Oscar Bianchi studierte Komposition, Chorleitung und elektronische Musik am Giuseppe Verdi Konservatorium in Mailand. Weitere Studien am IRCAM und der New Yorker Columbia University folgten. „Sein feines harmonisches Gehör gibt Bianchi die moderne Fähigkeit, musikalische Formen mittels der Gestaltung detaillierter Texturen zu dramatisieren" (Jean-Luc Plouvier, Ictus). Seine Musik wurde in Europa, Amerika und Asien von Klangkörpern wie dem Gewandhaus-Orchester Leipzig, Orchestre Philharmonique de Radio France, Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin, Ensemble Modern, Klangforum Wien, Ictus, JACK Quartet und Remix aufgeführt. Derzeit arbeitet er an Auftragswerken für das Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, Orchestra della Svizzera Italiana, Ensemble Modern, JACK und Collegium Novum Zürich. Seine Portrait-CD gewann den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und sein Stück „Partendo" beim Unesco International Rostrum of Composers 2016.

Oscar Bianchi, Foto: Philippe Stirnweiss
Website Oscar Bianchi

Black, Annesley

Geboren 1979 in Ottawa, Kanada. Sie studierte elektronische Musik und Jazz-Gitarre an der Concordia University, Komposition bei Brian Cherney an der McGill University in Montréal, bei York Höller und Hans-Ulrich Humpert in Köln sowie bei mathias spahlinger, Orm Finnendahl und Cornelius Schwehr in Freiburg. Ihre Stücke wurden international von Ensembles wie dem hr-Sinfonieorchester, ensemble mosaik und Ensemble Modern bei Festivals wie dem Warschauer Herbst, den Donaueschinger Musiktagen, dem Festival ULTIMA (Oslo) und den Darmstädter Ferienkursen aufgeführt. 2013 erschien eine Portrait-CD des Deutschen Musikrats in der Serie „Edition Zeitgenössische Musik". Annesley Black arbeitet als Toningenieurin mit Institutionen, Ensembles und Solisten zusammen und tritt regelmäßig als Improvisatorin elektronischer Musik in verschiedenen Konstellationen auf. 

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Annesley Black

Bogner, Florian

Geboren 1978 in Klosterneuburg, Österreich. Florian Bogner studierte elektroakustische Musik in Wien und seit 2013 im Master an der Zürcher Hochschule der Künste. Er ist freiberuflich in den Bereichen Klangregie, Live-Elektronik, Sound-Design und Computermusik tätig. Gemeinsam mit Peter Böhm ist er beim Klangforum Wien für elektroakustische Konzeption, Betreuung und Umsetzung sowie Klangregie verantwortlich. Projekte führten ihn u.a. zu Wien Modern, an das Teatro Real in Madrid, die Pariser Opéra Bastille, die Kölner Oper und zu den Salzburger Festspielen. Außerdem arbeitet er mit dem österreichischen Ensemble Phace zusammen sowie im Studio für die Labels Kairos und col legno. Florian Bogner komponierte für die Bühne, für Dokumentar- und Werbefilme. Er spielt in Duos, konzertiert im In- und Ausland, veröffentlichte mehrere CDs und gründete das Label Experimentalstudio Brigittenau. Seit 2014 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsprojekts „Performance Practice of Electroacoustic Music“ am Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) in Zürich.

Florian Bogner, Foto: Markus Sepperer
Website Florian Bogner

Broeckaert, Colette

Geboren 1982 in Gent, Belgien. Broeckaert studierte zunächst Grafikdesign und Philosophie an der Freien Universität Brüssel und schrieb dort 2005 ihre Abschlussarbeit über die Beziehung zwischen Philosophie und Neuer Musik. Anschließend studierte sie Klavier an der Musikhochschule Gent bei Daan Vandewalle, wo sie sich von Anfang an der zeitgenössischen Musik widmete. Sie ergänzte ihr Studium mit Meisterkursen in Soloklavier bei Leon Fleischer, Daniel Rivera, Geoffrey Madge und Luk Vaes und nahm an Meisterkursen im Ensemblespiel bei Jean-Guihen Queyras, Tako Kooistra, Henk Guittart und Serge Verstockt teil. Mit dem Nadar Ensemble spielte sie auf unterschiedlichen Festivals. Sie ist Mitgründerin des vielfach preisgekrönten belgischen Verlags für experimentelle Literatur Het Balanseer und unterrichtet Klavier an der Akademie für Musik, Wort und Tanz in Gent und Brüssel.

Colette Broeckaert, Photo: Roger Rossell

Cage, John

Geboren am 5. September 1912 in Los Angeles und gestorben am 12. August 1992 in New York City. Er studierte Geisteswissenschaften am Pomona College. Zu seinen Kompositionslehrern zählten Henry Cowell und Arnold Schönberg.
Cage war gewähltes Mitglied der National Academy und des Institute of Arts and Letters der USA und wurde sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa mit zahllosen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Er erhielt Kompositionsaufträge von den bedeutendsten Konzertveranstaltern der Welt und nahm bis zuletzt an vielen Veranstaltungen aktiv teil.

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John Cage 1990 in Darmstadt, Foto: Henning Lohner
Website John Cage

CAI

CAI (Chicago Arts Initiative) ist eine gemeinnützige Organisation, die die professionelle Ausbildung der Chicagoer Jugend unterstützt. Durch Touren, Meisterkurse mit erstklassigen Musiker*innen aus Chicago, interkulturellen Austausch und Konzerte werden musikalische Kreativität und Aufführungspraxis frühzeitig auf hohem Niveau gefördert. CAI umfasst drei Programme: ein junges Ensemble für zeitgenössische Musik (15 Teilnehmer), ein wöchentlich stattfindendes Kompositionsstudio (24 Teilnehmer) und ein Summer Camp für Komposition (24 Teilnehmer). Jedes dieser Programme verfügt über Stipendien und Ermäßigungen, um allen Studenten im selben Umfang zur Verfügung zu stehen. Jedes Jahr unternimmt das Jugendensemble mindestens eine Gastspielreise, um neue Werke von Komponist*innen aus Chicago und des CAI-Programms im Ausland aufzuführen. 2015 empfing CAI in Chicago das Studio Musikfabrik; 2016 reisen beide Ensembles nach Köln und zu den Darmstädter Ferienkursen.

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CAI und Studio Musikfabrik, Foto: Janet Sinica
Website CAI

Cambreling, Sylvain

Der in Frankreich geborene Dirigent Sylvain Cambreling ist ein Musiker mit anspruchsvollen Ideen. Der Gedanken anregende, vielseitige und dramatische Künstler besitzt ein Flair dafür, sein Publikum in Bann zu halten, und doch ist seine Originalität in einer gründlichen Kenntnis der Musikwissenschaft verwurzelt. Als Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, und als ständiger Gastdirigent des Klangforum Wien hat er fraglos bewiesen, dass er mit einfallsreicher Programmplanung ein überzeugender Fürstreiter der zeitgenössischen Musik sein kann. Cambreling war zehn Jahre lang Musikdirektor bei La Monnaie bevor er in den 90er Jahren zum Musikdirektor der Frankfurter Oper wurde. Unter seinen Produktionen, die sich oft auszeichneten durch die Einführung revolutionärer Ideen, sind aufzuzählen Pelléas et Mélisande und Les Troyens für das Salzburg Festival; Wozzeck, Fidelio und ein Ring-Zyklus in Frankfurt.

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Sylvain Cambreling, Foto: Sylvain Cambreling
Website Sylvain Cambreling

Ciciliani, Marko

1970 in Kroatien geboren. Cicilianis Arbeitsschwerpunkte vereinen performative elektronische Musik – oft in Kombination mit akustischen Instrumenten, und audiovisuelle Erweiterungen mit Mitteln wie Laser, Lichtdesign oder Live-Video.

Charakteristisch für Cicilianis Kompositionen ist die Auffassung von Klang als nicht nur abstraktes, sondern kulturell geprägtes Material, dessen kommunikatives Potential es auszuloten gilt. In seinen Werken kommt eine konzeptionell ausgerichtete Arbeitsweise zum Ausdruck, in der Aspekte der klassischen Komposition ebenso zum Tragen kommen wie solche der Computermusik und der Medienkunst.

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Cohen Elias, Sivan

Geboren 1976 in Jerusalem. Sivan Cohen Elias ist Komponistin und Performerin. In ihrer Arbeit untersucht sie Grenzen und Möglichkeiten, unterschiedliche Kunstformen innerhalb eines Werkes zu verbinden. Sie beschäftigt sich zudem fortwährend mit Bildhauerei, Choreographie und Technik. Ihre Arbeit als Komponistin ist stark von partizipatorischer Forschung beeinflusst.
Cohen Elias' Arbeiten wurde von Ensembles in Europa, Israel und den Vereinigten Staaten aufgeführt und in Auftrag gegeben, u.a. vom Klangforum Wien, der MusikFabrik, dem Ensemble Mosaik, dem Ensemble Dal Niente und auf Festivals wie den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, Wien Modern, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, Ultraschall und dem Warschauer Herbst. 2012 war sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart. 2007 bis 2009 absolvierte sie ein zweijähriges Postgraduierten-Programm an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Derzeit ist Cohen Elias PhD-Kandidatin und Teaching Fellow an der Harvard University bei Prof. Chaya Czernowin und Prof. Hans Tutschku.

Couck, Nico

Geboren 1988. Lebt in Antwerpen, wo er 2013 sein Studium der Gitarre bei Roland Broux am Königlichen Konservatorium abschloss. Coucks Repertoire erstreckt sich vom Barock bis zu zeitgenössischer Musik mit einem dezidierten Schwerpunkt auf aktuellen musikalischen Entwicklungen. Er konzertierte in Europa und den USA und spielte u.a. bei den Darmstädter Ferienkursen, dem Transit Festival (Belgien) und Musica Sacra (Niederlande). Couck arbeitete u.a. mit Clemens Gadenstaetter, Johannes Kreidler, Phill Niblock, Stefan Prins, Simon Steen-Andersen und Serge Verstockt, auch für Uraufführungen, zusammen. Er ist Solist, spielt in Ensembles wie ChampdAction und dem Nadar Ensemble und erhielt 2014 das Kranichsteiner Stipendium für Interpretation. Couck ist Lehrbeauftragter für Gitarre und zeitgenössische Musik am Königlichen Konservatorium Antwerpen und promoviert am Orpheus Institut Gent.

Nico Couck, Foto: Rob Stevens
Website Nico Couck

Csaba, Ajtony

Geboren 1976 in Klausenburg (Siebenbürgen). Csaba studierte Komposition und Dirigieren bei Uroš Lajovic, Peter Eötvös, Lucas Vis, Zsolt Nagy sowie Zoltán Pesko an der Akademie für Musik „Ferenc Liszt" in Budapest und der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Er assistierte bei der ungarischen Nationalphilharmonie und war musikalischer Leiter und Compositeur en residence beim Festspielhaus Dresden. Seit 2006 leitet er Konzerte und Opernproduktionen mit dem Mitteleuropäischen Kammerorchester, seit 2007 den Wiener Jeunesse Chor. 2008 dirigierte er die Studiokonzerte bei den Darmstädter Ferienkursen, arbeitete mit dem EuroMed-Jugendorchester Damaskus und assistierte Peter Eötvös bei den Salzburger Festspielen. Seit 2010 unterrichtet er an der University of Victoria in Kanada und leitet dort die UVic Symphony. Seine Werke als Komponist wurden bei Wien Modern, Budapest Herbstfestival, Tage der Zeitgenössischen Musik Dresden, in der Slowakei, Polen, China und Rumänien gespielt.

Czernowin, Chaya

Geboren 1957 in Haifa. Chaya Czernowin schreibt Opern, Orchester- sowie Kammermusikwerke, die weltweit aufgeführt werden. Als Composer in residence war sie bei den Salzburger Festspielen und beim Lucerne Festival. Nach Professuren für Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der University of California San Diego erhielt sie die Walter-Bigelow-Rosen-Professur für Musik an der Harvard University.
Czernowins Œuvre zeichnet sich sowohl durch eine imaginative als auch analytische Herangehensweise aus; der gleichwertige Einsatz von musikalischen Metaphern und Bedeutungen erlaubt ihr eine unbekannte Klangwelt zu erzeugen, die das sich dem eigenen Blick Entziehende eine Stimme zu geben versucht. Hauptwerke sind die Oper Pnima, das Orchesterstück Maim und HIDDEN für Streichquartett und Elektronik.

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Chaya Czernowin, Foto: Zvia Fridman
Website Chaya Czernowin

Dall'Ara-Majek, Ana

Geboren 1980 in Paris. Die Komponistin, Klangkünstlerin und Forscherin lebt in Montreal, wo sie 2016 in Komposition an der University of Montreal promoviert wurde. Sie untersucht das Zusammenspiel zwischen instrumentellem, elektroakustischem und computerbasiertem kompositorischen Denken. Ihre Stücke wurden auf Festivals wie Sound in Space (USA), Multiphonies GRM (FR), L'Espace du Son (BE) und Sound Travels (CA) aufgeführt und von Musiques et Recherches, Studio für elektroakustische Musik, Taller Sonoro, Densité 93, Musicalta und Distractfold in Auftrag gegeben. Dall'Ara-Majek arbeitet mit KünstlerInnen aus Musik, Tanz, Choreographie und Film zusammen. Sie veröffentlichte Aufsätze über elektroakustische Analyse und arbeitet mit François Bayle an dessen neuem DVD- & Buch-Projekt.

Ana Dall'Ara-Majek, Foto: André Parmentier

De Keersmaeker, Anne Teresa

Nach einem Tanzstudium an der Mudra School in Brüssel und an der Tisch School of the Arts in New York realisierte Anne Teresa De Keersmaeker (*1960) Asch (1980), ihre erste Choreografie. Zwei Jahre später folgte die Premiere von Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich. 1983 gründete De Keersmaeker in Brüssel das Tanzensemble Rosas, das mit dem Werk Rosas danst Rosas debütierte. Seit diesen Stücken fußen ihre Choreografien auf die konsequente und fruchtbare Erkundung der Beziehung zwischen Tanz und Musik. Mit Rosas schuf De Keersmaeker ein breitgefächertes Œuvre, das sich mit Strukturen und Musiken verschiedener Perioden, von Alter über Neuer und populärer Musik, auseinandersetzt. Darüber hinaus finden auch der Geometrie, der Mathematik, der Natur sowie der Gesellschaft entlehnte Prinzipien und Strukturen Eingang in ihr Werk, um einzigartige Perspektiven auf die zeitliche und räumliche Artikulation des Körpers zu ermöglichen. Zusammen mit De Munt/La Monnaie gründete De Keersmaeker 1995 in Brüssel die Schule P.A.R.T.S. (Performing Arts Research and Training Studios).

Anne Teresa De Keersmaeker, Foto: Anne Van Aerschot

Dhegrae, Lucy

Die Vokalistin Lucy Dhegrae ist „überall da, wo neue Musik gesungen wird“ (New York Classical Review). Sie ist regelmäßig an Uraufführungen neuer Vokalstücke und Opern beteiligt und arbeitete eng mit KomponistInnen wie Unsuk Chin, Jason Eckardt, Susan Botti, Alexandra Vrebalov und Shawn Jaeger zusammen. Dhegrae ist Mitglied bei Contemporaneous und spielte u.a. mit dem International Contemporary Ensemble (ICE), Talea Ensemble und der Albany Symphony an Orten wie dem Miller Theatre, (le) poisson rouge, Roulette und dem Kennedy Center sowie bei Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen, Klangspuren, Mostly Mozart, Bard Music Festival, Gesher Music Festival und Aldeburgh Festival. Dhegrae leitet das Resonant Bodies Festival, ein internationales Festival für neue und experimentelle Vokalmusik, das sie 2013 gründete. Am Bard College leitet sie den Professional Development Workshop des Graduate Vocal Arts Program. Sie lebt in New York City.

Lucy Dhegrae, Foto: Piotr Redlinski
Website Lucy Dhegrae

Diels, Natacha

In ihrer Arbeit verbindet Natacha Diels Ritual, Improvisation, herkömmliche Instrumentalpraxis und zynisches Spiel, um Welten voller Neugier und Unbehagen zu erschaffen. Sowohl ihre Kompositionen als auch ihre Performances orientieren sich am sogenannten New American Experimentalism. Sie hat Flöte und Integrated Digital Media an der NYU sowie Komposition an der Columbia University studiert.
2003 gründete Diels das Kollektiv für experimentelle Musik Ensemble Pamplemousse, dessen künstlerische Leiterin und Flötistin sie nach wie vor ist. Pamplemousse hat bereits über 100 Werke in Auftrag gegeben und aufgeführt – oft von selten gespielten Komponisten. Mit seiner unerbittlichen Kompromisslosigkeit hat sich die Formation einen Namen bei international renommierten Festivals wie Borealis (Norwegen), aber auch bei unbekannteren Festival-Juwelen wie dem Louisville's Experimental Music Festival (Kentucky), gemacht.
2009 gründete sie zusammen mit Jessie Marino das Performance-Duo On Structure. On Structure ließe sich als klangorientiertes, choreografiertes und zugleich improvisierendes Kooperationsprojekt beschreiben. 2016 gastierte On Structure beim SPOR Festival in Dänemark und bei Omaha Under the Radar (Nebraska).

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Natacha Diels
Website Natacha Diels

Dierstein, Christian

Geboren 1965. Absolvierte sein Musikstudium bei Bernhard Wulff in Freiburg, bei Gaston Sylvestre in Paris und bei Wassilios Papadopulus in Mannheim. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und war Stipendiat der deutschen Studienstiftung, sowie der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Seit 1988 ist er der Schlagzeuger des ensemble recherche und seit 1994 des Trio accanto mit Nicolas Hodges und Marcus Weiss.
Er beschäftigt sich intensiv mit außereuropäischer Musik und der freien Improvisation. In der Saison 2010/11 war er einer der "Rising Stars" der Euopean Concert Hall Organisation. Sein solistisches Auftreten mit verschiedenen Orchestern führen ihn um die ganze Welt. Seit 2001 ist er Professor für Schlagzeug und neue Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel.

Christian Dierstein, Foto: Thomas Hammelmann
Website Christian Dierstein

Distractfold Ensemble

Seit seinem Debüt 2011 hat sich Distractfold als neue, starke und mutige Stimme in der britischen Musiklandschaft etabliert. Das Ensemble ist auf instrumentale, akusmatische und hybride Musik des 21. Jahrhunderts von KomponistInnen der neuen Generation spezialisiert. Eine produktive Kollaboration verbindet es mit der Architectural Association in London, aus der interdisziplinäre Projekte und internationale Konzerte hervorgingen, sowie mit der International Anthony Burgess Foundation in Manchester, wo das Ensemble in einer vierteljährlichen Residenz eigene Konzerte entwickelt und dazu Gäste wie das Mivos Quartet, the Noise Upstairs und Le Quan Ninh einlädt. Distractfold realisierte britische und weltweite Uraufführungen von Komponisten wie Pierluigi Billone, Santiago Diez-Fischer und Michelle Lou. 2014 war es das erste Ensemble aus dem Vereinigten Königreich, das den Kranichsteiner Musikpreis für Interpretation erhielt.

Distractfold Ensemble
Website Distractfold Ensemble

Dohms, Lennart

Geboren 1981 in Bonn. Nach einem Studium der Theologie und Theaterwissenschaften in Köln absolvierte er seine Musikstudien in Salzburg, Paris und Dresden, wo er mit Auszeichnung abschloss. Interdisziplinäre Projekte, zahlreiche Musiktheaterproduktionen, die enge Zusammenarbeit mit KomponistInnen, PerformancekünstlerInnen und WissenschaftlerInnen sowie die Tätigkeit als Hochschullehrer halten sein Arbeiten stets offen für künstlerische Auseinandersetzungen in vielfältigen Bereichen. Er gründete das Ensemble El Perro Andaluz und das Jugendsinfonieorchester Chemnitz, lehrt an der HfM Dresden und leitet seit 2013 die Instrumentalausbildung an der Hochschule der Künste Bern. Dohms gastierte an Opernhäusern in Frankfurt, Dresden und Oldenburg und arbeitet regelmäßig mit den Ensembles Phorminx, Courage, TEMA und dem Ensemble S zusammen.

Durlovski, Ana

Geboren 1978 in Štip, Mazedonien. Die Sopranistin Ana Durlovski studierte Gesang an der Musikakademie der Universität St. Kyrill und Method in Skopje. An der dortigen Nationaloper debütierte sie mit der Titelpartie von Donizettis Lucia di Lammermoor. Es folgten Auftritte an den Nationalopern in Belgrad, Sarajevo, Tirana und Zagreb. Für ihre Darbietung der Königin der Nacht an der Staatsoper Wien im Jahr 2006 wurde Durlovski mit dem kroatischen Kulturpreis Marijana Radev ausgezeichnet. Von 2006 bis 2011 war sie Ensemblemitglied des Staatstheater Mainz.

Seit 2011 gehört sie dem Ensemble der Oper Stuttgart an. 2012 erhielt Durlovski den Deutschen Theaterpreis DER FAUST als beste Sängerdarstellerin im Musiktheater für ihre Amina in Die Nachtwandlerin. Außerdem wurde sie in der Umfrage der Zeitschrift Opernwelt für dieselbe Rolle zur besten Nachwuchssängerin ernannt. In der Spielzeit 2014/15 debütierte Durlovski als Königin der Nacht an der Metropolitan Opera in New York City. In der Spielzeit 2015/16 gastierte sie mit dieser Partie an der Semperoper Dresden und am Teatro Real Madrid. An der Oper Stuttgart ist sie u.a. in der Neuinszenierung von Hoffmanns Erzählungen als Olympia zu erleben.

Ana Durlovski, Foto: Martin Sigmund

Eimermacher, Hanna

Geboren 1981 in Gelsenkirchen. Hanna Eimermacher studierte Komposition mit Beat Furrer, Pierluigi Billone, Mark Andre, Younghi Pagh-Paan und David Felder in Graz, Bremen, Frankfurt/Main und Buffalo, NY. 2010/11 war sie als international research scholar an der University at Buffalo, NY. Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter 2012 den Berlin-Rheinsberger Kompositionspreis, 2014 ein Stipendium der Villa Massimo und 2016 ein Stipendium der Villa Concordia in Bamberg, wo sie derzeit lebt. Ihre Werke werden aufgeführt vom Ensemble Modern, Ensemble Kollektiv Berlin, Uusinta Ensemble, Ensemble Contrechamps, Ictus Ensemble, Trio Onyx, Ensemble Moto Perpetuo, Ensemble Apparat und Christian Dierstein, bei MaerzMusik, Südwestrundfunk (SWR), Donaueschinger Musiktage, Oper Frankfurt, IRCAM, June in Buffalo Festival und der Alten Oper Frankfurt/Main.

Ensemble Interface

Ensemble Interface, 2009 in Frankfurt/Main gegründet, hat den Anspruch die aktuelle Musikszene mitzuprägen. Das international besetzte „Pierrot-plus"- Sextett widmet sich mit feinem Klanggespür dem Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts und sieht gleichzeitig seine Aufgabe und Herausforderung darin, dieser klassischen Besetzung neue Perspektiven zu eröffnen: mit Instrument, Körper, Stimme, Elektronik. Mit Risiko- und Experimentierfreudigkeit tritt Ensemble Interface in Dialog mit bestehenden und neuen Werken, mit Komponisten, Regisseuren, Schriftstellern und anderen künstlerischen Partnern sowie dem Publikum. Es veranstaltet internationale Workshops für Komponisten und Musikwissenschaftler und engagiert sich für die Vermittlung zeitgenössischer Musik.

Ensemble Interface, Foto: Ensemble Interface
Website Ensemble Interface

Ernst, Christoph

Geboren in Frankfurt am Main. Er studierte Architektur und Stadtplanung an der Gesamthochschule Kassel. Seit 1998 arbeitet er als freier Bühnen- und Kostümbildner in Oper und Schauspiel, u.a. mit den Regisseuren Thirza Bruncken, Michael von zur Mühlen, Katka Schroth, Marcus Lobbes und Markus Heinzelmann, an Häusern wie dem Theater Bonn, dem Nationaltheater Mannheim, dem Schauspiel Dortmund, dem Theater Freiburg, dem Theater Basel, am Deutschen Theater Göttingen, dem Deutschen Nationaltheater Weimar und an der Staatsoper Berlin. Seine Arbeit „Geschwister" von Klaus Mann am Staatstheater Darmstadt hatte im Februar 2015 Premiere.

Feldman, Morton

Geboren 1926 in New York City, wo er 1987 starb. Wie sein Freund John Cage war Morton Feldman ein amerikanischer Komponist, ein amerikanischer Künstler, ein Amerikaner im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat seine Identität durch den grundsätzlichen Unterschied zwischen seinen Ansichten die Kunst der Komposition betreffend und denen seiner Kollegen in Europa bestimmt. Er war stolz, Amerikaner zu sein, weil er überzeugt war, dass dies ihm eine in Europa unvorstellbare schöpferische Freiheit ermöglichte.
Wie jeder wahre Künstler besaß Feldman eine Sensibilität für die verschiedensten Eindrücke, allen voran die Literatur und die Malerei. Seiner Affinität für die Welt Samuel Becketts verdankt die Musikgeschichte das einmalige Musiktheaterwerk Neither sowie zwei Stücke für Kammerensemble. Seine Freundschaft mit den New Yorker Malern des Abstrakten Expressionismus hat eine Reihe von Kompositionen gezeitigt, darunter Rothko Chapel.
Die Darmstädter Ferienkurse besuchte Feldman 1984 und 1986.

Morton Feldman 1984 in Darmstadt, Foto: Manfred Melzer

Ferneyhough, Brian

Geboren 1943 in Coventry/Großbritannien. Er erhielt seine musikalische Ausbildung an der School of Music in Birmingham und an der Royal Academy of Music in London sowie ab 1968 bei Ton de Leeuw in Amsterdam und bei Klaus Huber am Konservatorium in Basel. 2000 wurde er Fakultätsmitglied an der Stanford University und bald darauf zum William H. Bonsall Professor in Music ernannt. Im Jahr 2007 erhielt Ferneyhough den Erst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk. Der Name Brian Ferneyhough ist untrennbar verbunden mit dem Begriff „Neue Komplexität". Seine Kompositionen stellen an die Interpreten die höchsten spieltechnischen Anforderungen. Neben seiner herausragenden Bedeutung als Komponist zählt Ferneyhough vor allem aber zu den wichtigsten Kompositionslehrern seiner Generation. Er unterrichtete Komposition an der Musikhochschule Freiburg/Breisgau, an der Civica Scuola di Musica in Mailand, am Königlichen Konservatorium Den Haag sowie an der University of California in San Diego.
Bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt ist Ferneyhough seit 1976 regelmäßig als Dozent zu Gast, zuletzt 2014.

Brian Ferneyhough 2012 in Darmstadt, Foto: Daniel Pufe

Filidei, Francesco

Geboren 1973 in Pisa. Francesco Filidei studierte am Conservatorio di Musica
Luigi Cherubini Firenze und am Conservatoire de Paris. Als Organist und Komponist wurde er zu den bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Musik eingeladen.
Filidei erhielt zahlreiche Auszeichnungen: Kompostitionsauftrag des IRCAM Reading Committe (2005), Musikpreis Salzburg (2006), Takefu Prize (2007), Kompositionsförderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung (2009), UNESCO Picasso / Miró Medal of the Rostrum of Composers (2011) und Abbiati Prize (2015). 2005 war er Composer in Residence an der Akademie Schloss Solitude, 2006 und 2007 Mitglied der Casa de Velázquez und 2012/13 Stipendiat an der Villa Medici. Seit 2015 ist Filidei Stipendiat des DAAD Berlin und Composer in Residence am 2e2m. Komposition lehrte er an der Royaumont („Voix Nouvelles"), an der University of Iowa, beim Takefu International Music Festival, an der International Young Composers Academy in Tchaikovsky City und bei Barga inaudita. Sein Werk wird von Rai Trade verlegt.

Francesco Filidei
Website Francesco Filidei

Fostier, Alex

Geboren 1966. Alex Fostier studierte Animationsfilm an der Ecole Supérieure des arts visuel de la Cambre in Brüssel sowie Tontechnik am Institut des arts de diffusion at Louvain la Neuve, Belgien. Seit 1990 war er an vielen Aufführungen renommierter Künstler weltweit beteiligt, schrieb und mischte Musik für das Kino, die Bühne, Installationen und CD-Produktionen. 1994 begann Fostiers enge Zusammenarbeit mit dem Brüsseler Ensemble für zeitgenössische Musik "Ictus", dessen Mitglied er 1999 wurde. Bis zum heutigen Tag war er an fast allen Konzerten mit Einsatz von Elektronik, CD-Veröffentlichungen und Ictus-Produktionen mit u.a. Georges Aperghis, Thierry De Mey, Philippe Manoury, Magnus Lindberg, Jonathan Harvey, Javier Alvarez, Steve Reich und Fausto Romitelli beteiligt. 1999 begann er, als Toningenieur für die Tanzkompagnie Rosas in Brüssel zu arbeiten und war dort seitdem bei fast allen Produktionen und Touren involviert.

Fraser, Lee

Geboren 1981 im Vereinigten Königreich. Nachdem er bei Frank Denyer am Dartington College of Arts und Denis Smalley an der City University London studierte, schloss er sein Promotionsstudium in elektroakustischer Komposition 2013 bei David Berezan an der Universität Manchester ab. In seiner aktuellen Arbeit geht er seinem Interesse für digitale Klangsynthese, Psychoakustik und akusmatische Theorie nach und erforscht synthetische Klangobjekte und auditive Illusionen. Neben seinen Stücken für fixed media tritt Lee Fraser regelmäßig als Performer auf, solo und gemeinsam mit anderen Künstlern. Seine Musik wurde international auf Konzerten, bei Festivals und im Radio gespielt und mit zahlreichen Preisen versehen, u.a. dem Luigi Russolo Grand Prize 2013. 2014 veröffentlichte das Label Entr'acte eine Auswahl seiner akusmatischen Kompositionen.

Lee Fraser

Fure, Adam

Geboren 1980 in Michigan, USA. Adam Fure ist Architectural Designer und Gastdozent am Taubman College of Architecture and Urban Planning der University of Michigan. Er absolvierte seinen Master in Architektur an der University of California, Los Angeles, mit Auszeichnung und wurde dort mit der Alpha Rho Chi-Medaille ausgezeichnet. Seine Arbeit wurde bei der Venice Biennale, der Beijing Biennale, The New School in New York, der A+D Gallery in Los Angeles, der AA in London und im Grand Rapids Museum of Art ausgestellt. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Architectural League Prize 2014 und eine Residenz an der Akademie Schloss Solitude, und veröffentlichte Aufsätze in Log, Project Journal und Pigdin. Fure ist Mitgründer von Possible Mediums und Mitglied von T+E+A+M.

Adam Fure
Website Adam Fure

Fure, Ashley

Geboren 1982 in Michigan, USA. In ihrer Arbeit setzt sich die US-amerikanische Komponistin und Klangkünstlerin mit dem kinetischen Ursprung von Klang auseinander, insbesondere mit dem muskulären Vorgang des Musikmachens und dem chaotischen Verhalten akustischen Rohmaterials. Fure promovierte an der Harvard University in Komposition und hat weitere Abschlüsse vom IRCAM, dem Oberlin Conservatory und der Interlochen Arts Academy. Sie ist Gastdozentin für Sonic Arts am Department of Music des Dartmouth College. 
Zu ihren jüngsten Projekten zählen das elektroakustische Ballett Ply, in Auftrag gegeben vom IRCAM für das Manifeste Festival, ein Portraitkonzert am Miller Theatre in New York, die Sinfonietta feed forward für das Klangforum Wien beim Impuls Festival, Werke für Ensemble/Orchester und Elektronik, u.a. für die New York Philharmonic Biennial, und das Septett Something to Hunt für die Darmstädter Ferienkurse 2014.

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Ashley Fure, Foto: Ross Karre
Website Ashley Fure

Furrer, Beat

Geboren 1954 in Schaffhausen, Schweiz. An der dortigen Musikschule erhielt Beat Furrer seine erste Ausbildung (Klavier). Nach seiner Übersiedlung nach Wien im Jahr 1975 studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Dirigieren bei Otmar Suitner sowie Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati. Im Jahr 1985 gründete er das Klangforum Wien, das er bis 1992 leitete und dem er seitdem als Dirigent verbunden ist.
Im Auftrag der Wiener Staatsoper schrieb er seine erste Oper Die Blinden, seine zweite Oper Narcissus wurde 1994 beim steirischen herbst an der Oper Graz uraufgeführt. 1996 war er Composer in Residence bei den Musikfestwochen Luzern. 2001 wurde das Musiktheater Begehren in Graz uraufgeführt, 2003 die Oper invocation in Zürich und 2005 das vielfach ausgezeichnete und gespielte Hörtheater FAMA in Donaueschingen.
Seit Herbst 1991 ist Furrer ordentlicher Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Ende der 1990er Jahre hat er gemeinsam mit Ernst Kovacic „impuls" als internationale Ensemble- und Komponist*innen-Akademie für zeitgenössische Musik in Graz gegründet. Eine Gastprofessur für Komposition nahm er von 2006 bis 2009 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt wahr.

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Beat Furrer, Foto: David Furrer
Website Beat Furrer

Fussenegger, Uli

Geboren 1966 in Feldkirch/Österreich. Spielt seit über 20 Jahren bei den wichtigsten Festivals auf allen Kontinenten als Solist und/oder Ensemblemusiker und ist Mitglied des Klangforum Wien. Zahlreiche Werke wurden für ihn komponiert (u. a. von Georges Aperghis, Bernhard Lang, Beat Furrer, Mauricio Sotelo) und von ihm uraufgeführt. Zudem konzertiert er im Bereich der freien Improvisation und Elektronik. Er wirkte bei diversen CD/DVD/TV-Produktionen als Musiker, Komponist, Aufnahmeleiter und Produzent mit. Fussenegger ist Programmdramaturg und Projektentwickler des Klangforum Wien. Außerdem ist er Gründer, Produzent und Betreiber des CD-Labels Durian Records. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik in Luzern, an der Kunstuniversität Graz und bei der Ensembleakademie „Impuls" in Graz.

Uli Fussenegger, Foto: Albrecht Haag

Gadenstätter, Clemens

Geboren 1966 in Zell am See, Salzburg. Clemens Gadenstätter absolvierte Kompositionsstudien bei Erich Urbanner an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und bei Helmut Lachenmann an der Musikhochschule Stuttgart sowie ein Flötenstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Wolfgang Schulz. Während seines Studiums war er in mehreren Ensembles und Orchestern aktiv, unter anderem beim Klangforum Wien (1989-94). Zusammen mit Florian E. Müller gründete Gadenstätter 1990 das ensemble neue musik, das eine breite Auswahl neuer – auch multimedialer – Werke performt.
Gadenstätters Werke entstanden u.a. im Auftrag des Südwestrundfunks Baden-Baden (Donaueschinger Musiktage 2001, 2005, 2012), der Musikbiennale Berlin, der Salzburger Festspiele und Wien Modern. Er arbeitet u.a. mit folgenden Ensembles zusammen: Ensemble Modern, Klangforum Wien, Jack Quartet, asamisimasa, L'Instant donné, ensemble recherche, Ensemble Ascolta, Neue Vocalsolisten Stuttgart und ensemble mosaik.

Clemens Gadenstätter, Foto: Stephan Fuhrer
Website Clemens Gadenstätter

Gander, Bernhard

Geboren 1969 in Lienz. Er studierte Klavier, Tonsatz und Dirigieren am Tiroler Landeskonservatorium, Komposition bei Beat Furrer in Graz sowie Elektroakustische Musik am Studio UPIC Paris und am Schweizerischen Zentrum für Computermusik in Zürich. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Musikförderungspreis der Stadt Wien für Komposition 2004 und der Ernst Krenek-Preis 2012 für sein Stück „melting pot". Gander arbeitete u.a. mit dem Klangforum Wien, Ensemble Modern, Ensemble Intercontemporain, RSO Wien und den Neuen Vocalsolisten Stuttgart zusammen. Seine Werke wurden u.a. im Wiener Konzerthaus, beim Steirischen Herbst, den Donaueschinger Musiktagen und Wien Modern gespielt.

Bernhard Gander, Foto: Ingrid Goetz
Website Bernhard Gander

Garmsen, Lutz

Geboren 1964 in Wuppertal. Lutz Garmsen ist Filmemacher, Medienkünstler, Kameramann, Animator und Apparatebauer. Er studierte Film bei Helmut Herbst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, besuchte Seminare bei Carlos Bustamante, Urs Breitenstein und Herbert Heckmann sowie Workshops bei Elfi Mikesch, Jan Schütte und Tevfik Baser. Garmsen lehrt Animationsfilm, Experimentalfilm und Medieninstallation an diversen Hochschulen und Instituten und ist beratend wie ausführend an künstlerischen Medienprojekten beteiligt. Ihn fasziniert die Tatsache, dass unsere Wahrnehmung Logik der Wahrheit vorzieht, denn es sind nicht die (unbewegten) Bilder, sondern unser Gehirn, das uns eine Bewegung im „Bewegtbild" erzählt.

Lutz Garmsen, Foto: Lukas Garmsen
Website Lutz Garmsen

Gentilucci, Marta

Marta Gentilucci studierte Gesang (Sopran) am Konservatorium in Perugia, wo sie zudem ihren Master in Englischer und Deutscher Literatur absolvierte. Sie studierte Komposition am Konservatorium in Florenz und an der Musikhochschule Stuttgart sowie Elektronische Musik in Stuttgart und am IRCAM. Derzeit beendet sie ihren PhD in Komposition an der Harvard University.
Marta Gentilucci war Stipendiatin des Experimentalstudios des SWR Freiburg und des Elektronischen Studios der Akademie der Künste Berlin. 

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Ginsburgh, Stephane

Geboren 1969 in Brüssel. Stephane Ginsburgh pflegt das Repertoire genauso unermüdlich wie er nach neuen musikalischen Formen, unter Einbezug von Stimme, Percussion, Performance oder Elektronik sucht. Er spielt regelmäßig mit dem Ictus Ensemble unter George-Elie Octors. Ginsburgh arbeitete mit zahlreichen Komponisten ebenso zusammen wie mit Choreographen und Bildenden Künstlern. 1998 war er Mitbegründer der Künstlergruppe SONAR, die sich verschiedenen künstlerischen Feldern von Musik über Tanz bis Literatur widmet. Ginsburgh unterrichtet Klavier am Königlichen Konservatorium und dem Institut Dalcroze in Brüssel. Er studierte zudem Philosophie an der Université libre de Bruxelles und arbeitet an einer Promotion in Musik an der Vrije Universiteit Brussel und dem Königlichen Konservatorium.

Stephane Ginsburgh, Foto: Colette Vaneycke
Website Stephane Ginsburgh

Grisey, Gérard

Geboren am 17. Juni 1946 im französischen Belfort. Zwischen 1963 und 1965 studierte Gérard Grisey am Konservatorium in Trossingen und anschließend am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique (1968 bis 1972 in der Klasse von Olivier Messiaen). Während dieser Zeit besuchte er auch die Kompositionsklasse von Henri Dutilleux an der École Normale de Musique de Paris sowie 1972 zum ersten Mal die Darmstädter Ferienkurse mit György Ligeti, Karlheinz Stockhausen und Iannis Xenakis als Dozenten. Mit Tristan Murail, Roger Tessier und Michaël Levinas gründete Grisey 1973 die Gruppe L'Itinéraire (dt. Der Weg), der sich später auch Hugues Dufourt anschloss. Damals entstanden mit Périodes und Partiels (aus dem Zyklus Les Espaces Acoustiques) erste Kompositionen der sogenannten spektralen Musik.

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Gérard Grisey 1978 in Darmstadt, Foto: Manfred Melzer
Gérard Grisey @ Ricordi

Gühne, Sebastian

Sebastian Gühne erhielt seine künstlerische Prägung beim Windsbacher Knabenchor. Schon als Schüler stand er im Nationaltheater Mannheim als einer der drei Zauberflöten-Knaben auf der Bühne. Er studierte in Stuttgart, Heidelberg und Rennes Deutsche Philologie und Philosophie.
Eine Hospitanz bei Jossi Wieler und Sergio Morabito führte zu seinem Engagement am Deutschen Nationaltheater Weimar als Regieassistent und Abendspielleiter. Er assistierte Regisseuren wie Eva-Maria Höckmayr, Elisabeth Stöppler und Karsten Wiegand. Wichtige Impulse bekam er durch Assistenzen bei Schauspielregisseuren wie Volker Lösch, Christian Weise und Enrico Stolzenburg.

In seiner zweiten Spielzeit inszenierte er am DNT Weimar "Wüstenwind" von Selim Dogru und Sophie Kassies. In der Spielzeit 2014/2015 leitete er die szenische Übernahme von Hänsel und Gretel (Regie: Karsten Wiegand) in Darmstadt und wurde darauffolgend als Assistent und Abendspielleiter engagiert. Er wird in Darmstadt "Oh wie schön ist Panama" von Stefan Hanke und eine Bearbeitung der "Entführung aus dem Serail" inszenieren.

Gutiérrez Martínez, Andrés

Geboren 1984 in Guanajuato, Mexiko. Der Komponist und Klangkünstler lebt seit 2006 in Österreich. Er hat Komposition bei Gerd Kühr und Pierluigi Billone sowie Computermusik bei Marko Ciciliani an der Kunstuniversität Graz studiert. 2012 erhielt er den Musikförderungspreis der Stadt Graz, 2013 wurde ihm dazu ein Begabtenstipendium zugesprochen. Seine künstlerische Tätigkeit als Komponist sowie als Performer konzentriert sich im Bereich der instrumentalen, elektroakustischen und elektronischen Musik. Er nahm an zahlreichen Projekten im Bereich der Bühnenmusik teil, im Besonderen in Verbindung mit Tanz. Seine Kompositionen wurden in Österreich, Deutschland, Frankreich und Mexiko aufgeführt. Er ist Gründungsmitglied des „Schallfeld"-Kulturvereins und Ensembles für die Förderung neuer Musik und Klangkunst.

Andrés Gutiérrez Martínez, Foto: Pirjo Kalinowska
Andrés Guiérrez Martínez bei Soundcloud

Haas, Georg Friedrich

1953 geboren und aufgewachsen in einem Bergdorf in Vorarlberg wurde Georg Friedrich Haas bereits in der Schulzeit durch seinen Musiklehrer, den Komponisten Gerold Amann, mit Neuer Musik konfrontiert. Inzwischen bewegt sich der 2013 zum Professor für Komposition an der Columbia University New York berufene Komponist geografisch zwischen zwei Polen. Er sieht sich durch seine Lehrer Gösta Neuwirth, Ivan Eröd und insbesondere Friedrich Cerha eingebunden in die Tradition der Wiener Schule und nutzt gleichzeitig die ästhetische Freiheit amerikanischer Komponisten wie Charles Ives, John Cage oder James Tenney als wichtigen Orientierungspunkt für einen musikalischen Ausdruck jenseits jeglicher Ideologien.

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Georg Friedrich Haas, Foto: Substantia Jones
Georg Friedrich Haas @ Universal Edition

Hagen, Lars Petter

Geboren 1975 in Ski in der Nähe von Oslo/Norwegen. 1995-2000 studierte er Komposition an der Norwegian State Academy of Music bei Rolf Wallin und Asbjørn Schaathun. Außerdem nahm er an Kursen und Meisterklassen von Brian Ferneyhough, Salvatore Sciarrino, Gerald Bennett und Jonathan Harvey teil.
Sein Werkverzeichnis umfasst Instrumentalmusik, aber auch elektroakustische Kompositionen sowie Bühnen- und Filmmusik. Zudem entwarf er Klanginstallationen im Astrup Fearnley Museum, im Osloer Hauptbahnhof während des Music Under Oslo Festival, im Edvard Munch Haus in Warnemünde und an der Frankfurt University in Rostrum.

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Lars Petter Hagen, Foto: Ellen Lande Gossner
Website Lars Petter Hagen

hand werk

Das Kammermusikensemble, das sich 2011 in Köln gegründet hat, überträgt Recycling und Nachhaltigkeit auf die Musikwelt. Aus dem großen Papierberg der Kompositionen werden die Wertstoffe wiederverwertet und veredelt. Um mit der Pierrot-Besetzung nicht nur die klassisch komponierten Werke zu ermöglichen, wählt hand werk aus einem Repertoire an Stücken für außergewöhnliche Instrumente wie etwa Alltagsgegenstände (Tische, Luftballons, Stimme etc.) und elektronische Instrumente. hand werk widmet sich der undirigierten Kammermusik, um die Hörer und Spieler nicht nur technisch, sondern auch musikalisch zu begeistern. Bisher hat hand werk mehrmals bei Festivals wie den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, Acht Brücken Köln, Zagreb Biennale, an der Harvard University USA und einer Libanon-Tournee sowie bei diversen Konzertreihen zahlreicher europäischer Städte gespielt.

hand werk, Foto: Manuel Schwiertz
Website hand werk

Händl Klaus

Geboren 1969 in Rum, Tirol lebt in Wien, Berlin und Port am Bielersee, Schweiz. Nach der Schauspielausbildung in Wien folgte ein Engagement am dortigen Schauspielhaus. Außerdem spielte er in mehreren Filmen mit. Sein Hörspiel Kleine Vogelkunde (ORF) wurde als Hörspiel des Jahres 1996 ausgezeichnet. Für den Erzählband (Legenden) erhielt Händl Klaus den Rauriser Literaturpreis und den Robert-Walser-Preis. Beim Filmfestival in Locarno 2008 erhielt er für seinen Film März den Leoparden für den besten Erstlingsfilm. Außerdem bekam er das Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin sowie 2004 das Dramatikerstipendium des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im DBI in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen. Ebenfalls 2004 wurde (Wilde) Mann mit traurigen Augen mit dem Buchpreis der deutschsprachigen Literaturkommission des Kantons Bern ausgezeichnet, der 2006 auch an Dunkel lockende Welt verliehen wurde. 2004 wurde er in der Jahresumfrage von Theater heute zum besten Nachwuchsautor und 2006 zum Dramatiker des Jahres gewählt. 2007 erhielt Händl Klaus den Großen Literaturpreis des Landes Tirol, die Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg sowie den Welti-Dramatikerpreis der Stadt Bern. Er wurde ausgezeichnet mit dem Kölner Kunstsalon Autorenpreis (2011) und dem Gert-Jonke-Preis (2013).

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Händl Klaus, Foto: Patricia Marchart

Harneit, Johannes

Geboren 1963 in Hamburg. Der Komponist, Dirigent und Pianist studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er arbeitete am Staatstheater Oldenburg, am Schillertheater NRW Wuppertal/Gelsenkirchen und war von 2001 bis 2006 Musikdirektor an der Staatsoper Hannover. Harneit dirigierte u.a. an der Bayrischen Staatsoper München, am Bremer Theater sowie die Rundfunkorchester von NDR, WDR und SWR, das Dänische Rundfunkorchester Kopenhagen und ist ständiger Gastdirigent beim Kairo Symphony Orchestra. Seit Herbst 2003 ist er zudem Chefdirigent der Sinfonietta Leipzig, im Mai 2006 debütierte er beim Ensemble Modern und seit 2006/07 ist er Chefdirigent des Belgrader Nationaltheaters.
Harneit erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge und arbeitet im Grenzbereich neuen Musiktheaters mit Regisseuren wie Herbert Wernicke, Christoph Marthaler und Anna Viebrock zusammen.

Harrison, Bryn

Bryn Harrison wuchs in Bolton, Lancashire auf. Nach einem Studium am City of Leeds College of Music, fokussierte er sich auf Neue-Musik-Komposition und studierte bei Gavin Bryars an der De Montfort University, Leicester.
In seinen kompositorischen Anfängen schrieb Harrison Werke für Solo und Ensemble; sein Hauptaugenmerk lag dabei in der Entwicklung eines eigenen ästhetischen Umgangs mit Zeit als kreisförmige und sich wiederholende Einheit. Zahlreiche Ensembles wurden auf seine Musik aufmerksam, darunter ensemble recherche, Klangforum Wien, London Sinfonietta, London Symphony Orchestra und Apartment House, die sie bei diversen Festivals sowohl in Großbritannien als auch im Ausland aufführten. In jüngster Zeit arbeitete Harrison eng mit den Ensembles Plus-Minus, asamisimasa, ELISION und EXAUDI sowie mit den Künstler*innen Philip Thomas, Mark Knoop und Aisha Orazbayeva zusammen.

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Bryn Harrison
Website Bryn Harrison

Hauser, Fritz

Geboren 1953 in Basel. Fritz Hauser entwickelt Soloprogramme für Schlagzeug und Percussion, die er weltweit zur Aufführung bringt. Er hat auch zahlreiche Werke für Schlagzeugensembles und -solisten, Klanginstallationen (u.a. Therme Vals, Architekturmuseum Basel, Castel Burio, Kunsthaus Zug), Radiohörspiele sowie Musik zu Filmen und Lesungen geschrieben. Im Bereich Percussion arbeitet er mit Solisten und Ensembles auf der ganzen Welt zusammen: Kroumata, Steven Schick, Keiko Abe, Synergy Percussion, Michael Askill, Speak Percussion, Bob Becker, Nexus, ensembleXII u.a. Auf dem Gebiet der improvisierten Musik hat Hauser mit unterschiedlichen Künstlern zusammengespielt, darunter Urs Leimgruber, Joëlle Léandre, Marilyn Crispell, Hildegard Kleeb, Christy Doran, Pauline Oliveros, Lauren Newton, Patrick Demenga und Fred Frith. Sein Werk zeichnet sich auch durch spartenübergreifende Arbeiten aus, zum Beispiel mit dem Architekten Boa Baumann, der Lichtdesignerin Brigitte Dubach, der Regisseurin Barbara Frey sowie den Choreografen Joachim Schloemer, Heddy Maalem und Anna Huber.

Fritz Hauser, Foto: Beat Presser
Website Fritz Hauser

Helbich, David

Geboren 1973 in Berlin, studierte Komposition und Philosophie in Amsterdam und Freiburg. Seit 2002 arbeitet und lebt er in Brüssel. Er kreierte experimentelle Werke für die Bühne, Print- und Online-Medien und den Öffentlichen Raum. Sein Schaffen bewegt sich zwischen repräsentativen und interaktiven Arbeiten, werkhaften Stücken und Interventionen, zwischen konzeptuellen Werken und Aktionen. Sein beständiges Interesse ist das Publikum als aktive Individuen zu begreifen sowie der Suche nach einer Erweiterung der Erfahrung in künstlerisch begrenzten Räumen. Bei den diesjährigen Ferienkursen wird er unter anderem – wie bereits 2014 – zusammen mit Jennifer Walshe einen Workshop für Composer-Performer leiten.

David Helbich, Foto: Katja Dreyer
Website David Helbich

Hembree, Paul

Als Komponist und Computermusiker erforscht Hembree die Kategorien und Prozesse der akustischen Wahrnehmung und ist unheimlichen, oder auch erhabenen Hybriden aus organischen und synthetischen Klängen auf der Spur. Neben seiner Dissertation zählen Stücke für die La Jolla Symphony & Chorus sowie für das Ensemble Intercontemporain und die Kollaboration mit Irvine Arditti und Roger Reynolds zu seinen aktuellen Projekten. Als Student an der UCSD (San Diego) war Hembree Roger Reynolds Forschungsassistent für Computermusik und für ihn als digital erweiterter Kammermusiker auf der Bühne. Momentan erarbeiten Hembree, Reynolds, der Videokünstler Ross Karre und das renommierte JACK Quartett ein Werk für Streichquartett, Elektronik und Video, das auf der Geschichte der motorisierten Luftfahrt basiert.

Paul Hembree, Foto: CalIt2
Website Paul Hembree

Hennig, Carsten

Geboren 1967 in Dresden. Carsten Hennig studierte Filmmusik-Komposition an der Filmakademie Baden-Württemberg und Komposition bei Adriana Hölszky an der Musikhochschule Rostock sowie am Mozarteum Salzburg. Der Tradition einer empirischen Ästhetik verpflichtet, entwickelt Hennig die Gestaltungsprinzipien seiner Werke jeweils aus spezifischen Fragestellungen heraus, die sich bis in die Parameter der musikalischen Gestaltung hinein auswirken. Für ihn ist Musik eine Kunst, die in den Belangen der Gegenwart verankert ist. Aufführungen seiner Werke, etwa bei Festivals wie Gaudeamus (Amsterdam), Manca (Nizza), ArtGenda (Stockholm), Münchener Biennale, Darmstädter Ferienkurse und SUNTORY Festival Tokyo führten zur Zusammenarbeit mit Klangkörpern wie dem Ensemble Modern, Nieuw Ensemble, Musikfabrik, Luxembourg Sinfonietta, Ear Unit Los Angeles, Tokyo Sinfonietta, Rundfunksinfonieorchester Berlin, Ensemble Resonanz und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Carsten Hennig
Website Carsten Hennig

Henrot, Jérémie

Einen wissenschaftlichen Bachelorstudiengang und eine Ausbildung als Pianist schloss Jérémie Hernot 1996 ab. Im September 1998 folgten Studien der Aufnahmetechnik an der School of Audio Engineering (SAE), die er mit einer Masterarbeit über angewandten Surround Sound im Theater beendete. Seit 1999 ist Henrot Technischer Leiter im Produktionsteam des IRCAM und betreut dort als Toningenieur Konzerte und CD-Produktionen. Darüber hinaus ist er im IRCAM Leiter der Abteilung für Sound Engineering.

Jérémie Henrot
Website IRCAM

Hiekel, Jörn Peter

Jörn Peter Hiekel studierte Musikwissenschaft und Kunstgeschichte sowie Kontrabass in Köln und Bonn. In den Jahren 2002–2008 konzipierte und leitete er Symposien und Workshopveranstaltungen der Darmstädter Ferienkurse und arbeitete als Autor und Redakteur für zahlreiche ARD-Anstalten sowie den Musikverlag Breitkopf. Er habilitierte sich 2007 an der TU Dresden und ist heute Professor für Musikwissenschaft und Leiter des Instituts für Neue Musik an der Hochschule für Musik in Dresden. Er ist außerdem Professor für Musikgeschichte und Musikästhetik an der Zürcher Hochschule der Künste.

Hoban, Wieland

Geboren 1978 in London. Er studierte Musik und Deutsch an der University of Bristol sowie Komosition an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Künste bei Isabel Mundry, Hans Zender und Gerhard Müller-Hornbach. Er gewann mehrere deutsche Kompositionspreise. Mit seiner Musik zielt Hoban auf vielschichtige Diskurse und Erfahrungen ab. Er geht Fragestellungen von Kontext und Rekontextualisierung, von Fluss und Statik nach, und sucht neue Wege bei der Ausdifferenzierung aller möglichen musikalischen Parameter und Zustände.
Neben seiner Arbeit als Komponist übersetzt Hoban freiberuflich Texte, hauptsächlich in den Bereichen Musik und Philosophie, unter anderem Bücher von Theodor W. Adorno und Peter Sloterdijk, sowie zahlreiche Aufsätze für Sammelbände und Zeitschriften. Er veröffentlichte eigene musikalische Analysen und theoretische Texte. Als Dolmetscher arbeitet er für die Darmstädter Ferienkurse und die Donaueschinger Musiktage.

Wieland Hoban

Hohmann, Bärbl

Bärbl Hohmann studierte Architektur in München und London. Seit 1999 ist sie als freie Bühnen- und Kostümbildnerin für Schauspiel und Musiktheater tätig, u.a. an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, beim Kunstfest Weimar, am Deutschen Nationaltheater Weimar, an der Staatsoper Stuttgart, am Landestheater Linz, am Theater Aachen und am Theater Bremen.

Am Staatstheater Darmstadt ist sie in dieser Spielzeit verantwortlich für das Bühnenbild von Verdis Rigoletto, der Choroper Angst von Christian Jost und für die Koproduktion Koma von Georg Friedrich Haas mit den Schwetzinger Festspielen.

Hohmann war Stipendiatin der Richard-Wagner-Stipendienstiftung Bayreuth und der Akademie der Künste Berlin. Die Produktion Faust I von Goethe am Deutschen Nationaltheater Weimar mit ihrem Bühnenbild wurde mit dem Bayerischen Theaterpreis 2001 geehrt und für das Fernsehen aufgezeichnet.

Bärbl Hohmann

hr-Sinfonieorchester

Mit seinen vielfältigen Konzerten und CD-Produktionen feiert es weltweit große Erfolge und ist ein geschätzter Gast auf renommierten internationalen Bühnen wie bei den Londoner »Proms«, im Amsterdamer Concertgebouw, in Wien, Salzburg, Paris, Budapest und Prag, in Japan und in China. Nach großen Dirigentenpersönlichkeiten wie Hans Rosbaud, Dean Dixon, Eliahu Inbal, Dmitrij Kitajenko und Hugh Wolff war der Este Paavo Järvi von 2006 bis 2013 Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters und bereicherte es mit seiner Arbeit um neue spannende Facetten.

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hr-Sinfonieorchester, Foto: Ben Knabe
Website hr-Sinfonieorchester

Hülcker, Neele

Geboren 1987 in Hamburg. Neele Hülcker ist ein*e Composer-Performer*in, deren*desse Arbeit sich auf Musik als anthropologische Forschung in Alltagsumgebungen konzentriert. Aus ihren*seinen Installationen können Situationen, Performance-Installationen, Aktionen und Interventionen entstehen, die mit unterschiedlichen Arten öffentlicher Räume arbeiten. Neele Hülcker studierte Komposition bei Dieter Mack und Harald Muenz an der Musikhochschule Lübeck sowie bei Manos Tsangaris und Franz Martin Olbrisch an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Hülcker gründete den YouTube-Kanal „feminist ASMR" (gemeinsam mit Stella Veloce und Katie Lee Dunbar) und den Kanal „ASMR studio berlin" (mit mam.manufaktur für aktuelle Musik). Sie*er tritt als ASMR artist Thousand Thingles auf und ist Teil der Agentur „ASMR yourself", mit der sie*er im HAU Berlin, PACT Zollverein, der Akademie der Künste Berlin und den Münchner Kammerspielen performte. Ihre*seine Stücke wurden u.a. vom Ensemble ascolta, Ensemble Garage und decoder ensemble auf Festivals wie Witten, Wien Modern, London Contemporary Music Festival, Münchener Biennale, soundacts festival Athens und den Darmstädter Ferienkursen aufgeführt.

Neele Hülcker, Foto: Thousand Tingles
Website Neele Hülcker

Ictus

Ictus ist ein in Brüssel beheimatetes Ensemble für zeitgenössische Musik. Es wird von der Flämischen Gemeinschaft unterstützt und gründete sich während einer Tour mit dem flämischen Choreografen Wim Vandekeybus. Seit 1994 arbeiten Ictus und die Tanzkompanie Rosas in denselben Räumlichkeiten; bereits oft hat das Ensemble bei Rosas-Produktionen mit Anne Teresa De Keersmaeker mitgewirkt. Ictus besteht aus rund 20 Musikern und einem Sounddesigner und ließe sich dadurch als gemischtes »elektrisches Orchester« bezeichnen. Damit gehen auch Fragen des Formats einher: Es gibt Mini- und Maxikonzerte, Überraschungsprogramme (»Blind Dates« in Gent), kommentierte oder bewegte Konzerte, bei denen das Publikum sich zwischen den Musikern bewegen kann (»Liquid Room Concerts«). Zusammen mit der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten in Gent hat Ictus einen Masterstudiengang gegründet, der sich der Interpretation von zeitgenössischer Musik widmet. Das Ensemble war mehrfach bei den Darmstädter Ferienkursen zu Gast, zuletzt mit dem Projekt »Liquid Room« zum Abschluss der Ferienkurse 2012.

Ictus, Foto: Anne Van Aerschot
Website Ictus

International Contemporary Ensemble (ICE)

Das International Contemporary Ensemble (ICE) erneuert Entstehung und Erfahrung von Musik. Es führt Musik auf, präsentiert und vermittelt sie. ICE ist in einer modularen Struktur von 35 führenden InstrumentalistInnen organisiert, die in verschiedener Gruppenstärke von solo bis zum großen Ensemble auftreten können. Seit seiner Gründung 2001 hat ICE mehr als 500 Kompositionen – meist von jungen KomponistInnen – an alternativen Spielstätten genauso wie an Konzerthäusern uraufgeführt. In jüngerer Zeit spielte ICE beim Lincoln Center Festival (New York), Aspekte (Österreich), Acht Brücken Köln, Festival de Música de Morelia (Mexiko) und dem Teatro Amazonas (Brasilien). 2011 gründete ICE das ICElab, wo Ensemble-Mitglieder eng mit jungen KomponistInnen zusammenarbeiten. 2015 rief ICE seine EntICE-Education-Initiative ins Leben, bei der Jugendensembles mit führenden KomponistInnen deren neue Werke erarbeiten, um sie gemeinsam mit ICE aufzuführen.

ICE, Foto: Carrie Schneider
Website ICE

Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA)

Als Ausbildungsstätte des Ensemble Modern bietet die IEMA seit 2003 unterschiedlichste Angebote für verschiedene Zielgruppen an: Den einjährigen Masterstudiengang „Zeitgenössische Musik", in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, absolvierten bislang über 160 junge Instrumentalistinnen, Dirigenten, Komponistinnen und Klangregisseure. Sie arbeiteten mit Mitgliedern des Ensemble Modern am vielfältigen Repertoire der Moderne sowie mit Persönlichkeiten wie Peter Eötvös, Heinz Holliger und Wolfgang Rihm zusammen. Beim Internationalen Kompositionsseminar, seit 2011 im Rahmen der „cresc... Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main" angesiedelt, können ausgewählte junge Komponisten gemeinsam mit dem Ensemble Modern ihre eigenen Werke erproben und aufführen. Hinzu kommen internationale Meisterkurse für Instrumentalisten in Österreich, Griechenland, Japan, Korea und China und Education-Projekte für Kinder und Jugendliche.

International Ensemble Modern Akademie, Foto: Marie-Luise Nimsgern
Website IEMA

JSX

Geboren 1969 in Caracas, Venezuela. Studierte in Wien bei Francis Burt und Michael Jarrell. Sánchez-Chiong ist Mitglied des NewTonEnsembles und Mitbegründer der Komponistengruppe „Gegenklang". Seine Werke, die an der Lebendigkeit und Spontaneität einer Improvisation ansetzen, sprengen häufig den Rahmen der Konzertmusik und setzen sich im Bereich des experimentellen Theaters, der Videokunst, von Tanz und Elektronik fort. Schwerpunkt seines Schaffens ist die enge Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Sparten und Stilrichtungen, darunter Joke Lanz, Christian Weber oder Michaela Grill. Er selbst arbeitet auch als Turntablist in etlichen Formationen der freien Improvisationsszene. Seine stilistische Offenheit schlägt sich in seinem Œuvre nieder, das Solo-, Ensemble- und Orchesterwerke, Kammer- und elektronische Musik, intermediale Projekte und Improvisationsvorlagen umfasst – in der Besetzung für klassische Instrumente genauso wie für E-Bass und Turntable.

JSX, Foto: Jorge Sánchez-Chiong
Website JSX

Junge Deutsche Philharmonie

Gerade dem Bundesjugendorchester entwachsen, gründete 1974 eine Gruppe innovativer Musikerinnen und Musiker ein Nachfolgeorchester: Die Junge Deutsche Philharmonie. Heute sind zahlreiche ehemalige Mitglieder in den Reihen der führenden Orchester zu finden oder haben Professuren an Musikhochschulen inne. Nachhaltigen Einfluss auf den Kulturbetrieb haben aber auch die namhaften Ensembles, die aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen sind wie Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Ensemble Modern, das Ensemble Resonanz oder das Freiburger Barockorchester.

Die Junge Deutsche Philharmonie versammelt die besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen und formt sie, nach bestandenem Probespiel, zu einem Klangkörper mit höchsten künstlerischen Ansprüchen. Neben dem großen sinfonischen Repertoire bilden die zeitgenössische Musik und die historische Aufführungspraxis weitere inhaltliche Schwerpunkte.

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Junge Deutsche Philharmonie, Foto: Achim Reissner
Website Junge Deutsche Philharmonie

Kagel, Mauricio

Geboren 1931 in Buenos Aires, gestorben 2008 in Köln. Mauricio Kagel zählt zu den profiliertesten Komponisten der zeitgenössischen Musik. Von jeher wurde sein Name vor allem mit dem Musiktheater assoziiert, jener Gattung, auf die er wohl den tiefgreifendsten Einfluss ausgeübt hat. Neben den radikalen Neuerungen auf diesem Gebiet hat er aber auch im Bereich der absoluten Musik eine eigenständige Ästhetik entwickelt.
Kagels Schaffen umfasst nicht nur Bühnen-, Orchester- und Kammermusikwerke in den vielfältigsten Besetzungen, sondern auch Filme, Hörspiele und Essays. In dem breiten Spektrum seiner Werke manifestiert sich der Bruch mit jedwedem Akademismus, gleichzeitig aber auch eine enge Beziehung zur Tradition, insbesondere der deutschen.
Fantasie, Originalität und Humor zeichnen das Œuvre dieses multimedialen Künstlers aus. Mit unerschöpflicher Erfindungsgabe bediente sich Kagel der verschiedensten Ausdrucksmittel, die oft bissig und provozierend wirken, jedoch immer im Dienste der musikalischen Intensität stehen.

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Mauricio Kagel 1972 in Darmstadt, Foto: Pit Ludwig
Website Mauricio Kagel
Mauricio Kagel @ Edition Peters

Kirchmayr, Susanne (Electric Indigo)

Electric Indigo, Musikerin, Komponistin und DJ aus Wien, begann 1989 aufzulegen und bereiste als DJ mittlerweile 37 Länder der nördlichen Hemisphäre. Sie lebte von 1993-96 in Berlin, um im legendären Hardwax Plattenladen zu arbeiten. Nach ihrer Rückkehr gründete sie 1998 das Netzwerk female:pressure, das 2009 mit einer Honorary Mention beim Prix Ars Electronica bedacht wurde. Als Komponistin erhielt Kirchmayr 2012 den ‘outstanding artist award” in der Sparte Computermusik und elektronische Musik und 2013 das österreichische Staatstipendium für Komposition vom BMUKK. In den letzten Jahren beschäftigt sie sich in ihren Werken vor allem mit den Möglichkeiten, mittels granularer Synthese und spektraler Bearbeitung Aufnahmen gesprochener Sprachen als Grundlage ihrer Klänge zu verwenden. Ihre neueste Komposition hatte beim Wien Modern Festival im November 2015 Premiere.

Susanne Kirchmayr / Electric Indigo
Website Electric Indigo

Klavierduo Sugawara/Hemmi

Tomoko Hemmi und Yukiko Sugawara spielen seit der Mitwirkung in Helmut Lachenmanns Musiktheater Das "Mädchen mit den Schwefelhölzern" (1997) als Solistinnen zusammen. Als Klavierduo traten sie unter anderem in Donaueschingen (ars nova), bei musica viva in München, beim Festival d'Automne à Paris, beim Festival Eclat in Stuttgart, bei Ultraschall Berlin und bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik auf. Zahlreiche Komponisten schreiben für sie Klavier-Duette wie z.B. Mark Andre, Noriko Miura, Gianluca Ulivelli, Stephan Storck, Hans Thomalla oder Tomoko Fukui. CD-Produktionen des Duos wurden bei den Labels Wergo, ECM und Kairos veröffentlicht.

Duo Sugawara/Hemmi, Foto: Veit Landwehr

Kreidler, Johannes

Geboren 1980 in Esslingen. Von 2000 bis 2006 studierte er an der Musikhochschule Freiburg und am Konservatorium Den Haag Komposition, Elektronische Musik und Musiktheorie, u.a. bei Mathias Spahlinger und Orm Finnendahl. 2008 machte er durch eine Kunstperformance auf sich aufmerksam, bei der er 70.200 Formulare mit einem LKW im Hauptbüro der GEMA anliefern ließ, um sein 33-sekündiges elektronisches Stück, das aus 70.200 Samples anderer Künstler bestand, anzumelden. 2012 erhielt der den Kranichsteiner Musikpreis der Darmstädter Ferienkurse. Im selben Jahr erschien sein Buch "Musik mit Musik – Texte 2005-2011" beim Wolke-Verlag. Seit 2013 unterrichtet er Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Johannes Kreidler, Foto: Esther Kochte
Website Johannes Kreidler

Kühn, Uli

Geboren 1982 in Niederösterreich. Uli Kühn ist Bildhauer, Medienkünstler, Musiker und Dozent. Er arbeitet an der Schnittstelle von Musik, Medienkunst, Performance und experimenteller Video-Produktion. Seine Ausstellungen, Performances, Konzerte und Screenings fanden u.a. bei der Diagonale Graz, Ars Electronica, Filmfest Dresden, sound:frame, Lames, Ö1 Kunstradio, Triennale Linz Lentos, moozak.org und Urban Art Forms statt. Uli Kühn lebt und arbeitet in Wien.

Kysela, Mark Lorenz

Geboren 1971 in Stuttgart. Er studierte Saxofon, Kammermusik und zeitgenössische Musik in Frankfurt/Main und Bordeaux bei Marie Bernadette Charrier und Jean Marie Londeix. Kyselas Aktivitäten sind breit gefächert: Er arbeitet als Saxofonist, vorrangig für zeitgenössische Musik, in den Bereichen Freie Improvisation, elektronische und Computermusik, als Solist, in Kammermusikformationen und Orchestern, spielt Saxofon und Elektronik beim „oh ton-ensemble", pflegt intensive Kollaborationen mit KomponistInnen und hatte zahlreiche Weltpremieren, Aufnahmen, Radio- und TV-Ausstrahlungen. Er spielte in Europa, Asien, Australien und Nordamerika. Kysela ist Mitglied von „Strom, Ensemble der Autoren", „taste" (Laptop-Duo mit Martin Schüttler) und des Improvisations-Trios „Arno". Er arbeitete mit Tanz- und Theaterkompagnien, Performance-Gruppen, Bildenden Künstlern und Ensembles für zeitgenössische Musik zusammen.

Mark Lorenz Kysela, Foto: Maximilian Marcoll
Website Mark Lorenz Kysela

L'Instant Donné

Das in Paris ansässige Instrumentalensemble L'Instant Donné widmet sich der Interpretation zeitgenössischer Kammermusik. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 arbeitet es als Kollektiv – vorrangig ohne Dirigenten – mit einer festen Besetzung von neun Musikern.
Das Repertoire umfasst ein breites musikalisches Spektrum, das vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart reicht. Das künstlerische Rückgrat bilden Porträtkonzerte lebender Komponist*innen: L'Instant Donné hat bereits eng mit Frédéric Pattar, Stefano Gervasoni, Gérard Pesson, Johannes Schöllhorn, Clemens Gadenstätter u.a. zusammengearbeitet. Darüber hinaus finden zahlreiche Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Webern, Lachenmann, Stravinsky oder Feldman Eingang ins Repertoire.

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L'Instant Donné, Foto: Christophe Beauregard
Website L'Instant Donné

Lachenmann, Helmut

Geboren 1935 in Stuttgart/Deutschland. Studium an der Musikhochschule Stuttgart bei Jürgen Uhde (Klavier) und Johann Nepomuk David (Theorie und Kontrapunkt). 1958-60 Kompositionsstudium bei Luigi Nono in Vernedig. 1962 erstes öffentliches Auftreten als Komponist bei der Biennale Venedig und den Darmstädter Ferienkursen.
1965 Arbeit im elektronischen Studio der Universität Gent. 1966-70 Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Musikhochschule Stuttgart. 1970-76 Dozent für Musik an der PH Ludwigsburg. 1976-81 Professor für Komposition an der Musikhochschule Hannover. 1981-99 Professor für Komposition an der Musikhochschule Stuttgart.

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Helmut Lachenmann in Darmstadt 2006, Foto: Günther Jockel

Lang, Klaus

Geboren 1971 in Graz/Österreich, lebt in Steirisch Lassnitz (Österreich). Er studierte Komposition und Musiktheorie (bei H. M. Preßl, B. Furrer and Y. Pagh-Paan) und Orgel. Klaus Lang liebt Tee. Was er nicht mag, sind Rasenmäher und Richard Wagner. Musik wird von Klaus Lang nicht als Mittel gebraucht, um außermusikalische Inhalte zu transportieren, seien es Affekte, philosophische oder religiöse Ideen, politische Programme, Werbeslogans etc. Musik ist für ihn keine Sprache, die der Kommunikation außermusikalischer Inhalte dient, sie ist ein freies, für sich stehendes akustisches Objekt.

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Klaus Lang
Website Klaus Lang

Laurenzi, Carlo

Neben Studien in den Fächern Gitarre, Komposition und Improvisierte Musik widmete sich Carlo Laurenzi intensiv dem Studium der elektroakustischen Musik, das er am Konservatorium L'Aquila, Italien mit dem Diplom abschloss. Seit 2005 arbeitete er als Computer Music Designer, während er weiterhin als Komponist und Gitarrist aktiv ist. Laurenzi arbeitete bereits mit zahlreichen Komponisten in Italien zusammen und war zudem Künstlerischer Assistent am Centro Ricerche Musicali (CRM) in Rom, wo er verschiedene Forschungsprojekte, Konzerte und Klanginstallationen in Italien und ganz Europa betreute. Seine elektroakustischen Werke wurden in mehreren Festivals für zeitgenössische Musik aufgeführt. Am IRCAM arbeitet Laurenzi mit einer Vielzahl von Komponisten (Stroppa, Czernowin, Hurel, Levinas, Monnet, Naón u.a.) und Forschern an Mixed-Music-Projekten. Darüber hinaus zeichnete er sich während Konzerten für die Klangregie von Pierre Boulez' elektronischen Kompositionen verantwortlich.

Carlo Laurenzi
Website IRCAM

Leichtmann, Hanno

Geboren 1970. Zog in den frühen 90ern als Percussionist und Improvisationsmusiker nach Berlin, wo er mit anderen MusikerInnen die sogenannte „EchtzeitMusikSzene" ins Leben rief. Ende der 90er wandte er sich der elektronischen Musik zu, veröffentlichte mehrere Alben, 12-Inches und Remixe unter dem Pseudonym Static und tourte damit durch Europa, Japan, Nord- und Südamerika. Gemeinsam mit Lars Rudolph schrieb er die Musik für Sasha Waltz & Guests Tanzperformance sowie Film "Allee der Kosmonauten". Leichtmann komponierte den Soundtrack für Christoph Schlingensief unvollendten Film "African Twintowers" sowie mehrere Radiostücke unter der Regie von Leonard Koppelmann für den WDR und NDR.

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Hanno Leichtmann
Website Hanno Leichtmann

Linsenbolz, Louise

Lebt und arbeitet in Wien. Ausbildung zur Photographin in Baden-Baden. Studium der Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Medientechnik an der Fachhochschule St. Pölten. Arbeitete als photographische Assistentin in der Werbung und als Photographin an der Fachhochschule St. Pölten. Gegenwärtig arbeitet sie in verschiedenen Feldern visueller und dramaturgischer Produktion für Theater und Video. Teilnahmen, Ausstellungen und Performances u.a. bei/in/mit: Donaufestival Krems, Ars Electronica Linz, Tanzquartier Wien, Konzerthaus Wien, Ensemble PHACE, Bregenz Festival.

Louise Linsenbolz, Foto: Armin Bardel

Lorenz, Martin

Geboren 1974. Aufgewachsen in Zürich, studierte Schlagzeug am Konservatorium Zürich, am Conervatorium van Amsterdam sowie am Conservatoire National der Région Rueil-Malmaison Paris und besuchte Meisterkurse für Musiktheater. Er realisiert Solo- und Kammermusikprojekte, u.a. mit Sebastian Berweck, Conrad Steinmann, Simone Keller und Teodora Stepancic und brachte Werke von u.a. Annesley Black, Bernhard Lang und Alfred Zimmerlin zur Uraufführung. Durch die Ergänzung seiner Schlaginstrumente mit Elektronik erweiterte er das Spektrum seiner Ausdrucksformen mit installativen Arbeiten und Musik im Bereich der alternativen Clubkultur. Als Komponist schreibt er für Kammermusik- und Ensemblebesetzungen und arbeitet an Theatern. 2014 gründete er mit Tobias von Glenck das Trabant Echo Orchestra, ein Kammermusikensemble für zeitgenössische Musik im Kontext der amerikanischen Avantgarde der 70er- und 80er-Jahre.

Martin Lorenz, Foto: Ulla C. Binder
Website Martin Lorenz

Lutz, Nikola

Geboren 1970 in Freiburg. Sie studierte Saxofon in Bordeaux und Stuttgart und hat sich als Saxofonistin für Neue und experimentelle Musik einen Namen gemacht. Sie brachte Werke von Makiko Nishikaze, Andrés Gonzáles, Malte Giesen, Maximilian Macoll, Remmy Canedo, Ying Wang u.v.m. zur Uraufführung und spielte mit internationalen Größen der Improvisationsszene wie Sainkho Namtchylak oder Peter Kowald. Nikola Lutz inspirierte viele Komponisten zur Schaffung neuer Literatur für Saxofon. 2001 rief sie mit Andreas Krennerich das Stuttgarter Saxophonfestival ins Leben. Seit 2006 ist Lutz Dozentin für klassisches Saxophon an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. 2013 begann sie neben dem Saxofon auch das ungarische Instrument "Tárogató" zu spielen. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Erweiterung des Instrumentariums durch Elektronik.

Nikola Lutz
Website Nikola Lutz

Løffler, Simon

Geboren 1981. Simon Løffler studierte Komposition bei Bent Sørensen an der Royal Danish Academy of Music (2002-2007) und bei Simon Steen-Andersen an der Royal Danish Academy of Music in Aarhus (2010-2012), wo er mit einem Solokonzert debütierte, das sowohl Publikum als auch Kritiker begeisterte. 2011-12 nahm Løffler an einem Forschungsprogramm in Brüssel im Rahmen von a.pass (Advanced Performance Training) teil.
Bekanntheit erlangte Simon Løffler für seine Mitwirkung am Komponistenkollektiv Dygong, das er mit Regin Petersen, Nicolai Worsaae and Christian Winther Christensen gründete. Seine eigene künstlerische Arbeit beschreibt er als Eisbaden. Løffler lebt in Kopenhagen.

Simon Løffler
Website Simon Løffler

Mack, Dieter

Geboren 1954 in Speyer. Nach ersten musikalischen Aktivitäten im Umfeld experimenteller Rockmusik und Jazz, studierte Dieter Mack von 1975 bis 1980 Komposition bei Klaus Huber und Brian Ferneyhough sowie Klavier und Musiktheorie an der Hochschule für Musik Freiburg.
Seit 1980 erhielt er verschiedene Lehraufträge für Musiktheorie und balinesische Musik in Freiburg, Trossingen und Basel. 1986 erhielt er eine Professur für Musiktheorie in Freiburg und seit 2003 ist er Professor für Komposition an der Musikhochschule Lübeck. Von 1977-1981 war er Assistent am Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR und 1980 trat er dem Stuttgarter Ensemble ExVoCo bei.
Seit 1978 führten in zahlreiche Studienaufenthalte nach Indien, Japan und – vorrangig – Indonesien. Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt auf Bali im Jahre 1981/82 gründete er das Freiburger Gamelan-Ensemble Anggur Jaya, das 1998 auch auf Bali gastierte.

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Dieter Mack
Website Dieter Mack

Mahnkopf, Claus-Steffen

Geboren 1962 in Mannheim. Er studierte Komposition, Musiktheorie, Klavier, Musikwissenschaft, Philosophie und Soziologie bei u.a. Brian Ferneyhough, Klaus Huber und Jürgen Habermas. Seit 1984 ist er Träger internationaler Auszeichnungen wie dem Gaudeamus Preis, dem Stuttgarter Kompositionspreis, dem Ernst von Siemens-Förderpreis und einem Stipendium bei der Villa Massimo. Seit 2005 lehrt Claus-Steffen Mahnkopf als Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Er ist Herausgeber der Zeitschrift „Musik & Ästhetik" und der Buchreihe „New Music and Aesthetics in the 21st Century", Autor von über 120 Aufsätzen und zahlreicher Bücher (z.B. „Kritische Theorie der Musik"). Sein umfangreiches Werk in allen Gattungen wurde von renommierten Klangkörpern (z.B. Ensemble Modern) und bei wichtigen Festivals (z.B. Salzburger Festspiele) aufgeführt.

Claus-Steffen Mahnkopf, Foto: Gabriel Brand
Website Claus-Steffen Mahnkopf

Maingardt, Sergej

Sergej Maingardt studierte Medientechnologie (Bachelor) an der FH Düsseldorf und Medienkulturanalyse (Master) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 2016 schloss er sein Studium in elektronischer Komposition bei Michael Beil an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab. Die Spannung zwischen seinen Aktivitäten als Komponist und Wissenschaftler zeichnet Maingardts Musik aus. Er interessiert sich für moderne Technologien und deren Einfluss auf die menschliche Wahrnehmung. In seiner Arbeit erforscht er die Grenzen der ästhetischen Ideale zeitgenössischer Musik sowie jene auditiver Wahrnehmung. Neben seinen Solo-Projekten arbeitet er mit Videokünstlern, Choreographen und Pop-Künstlern zusammen. Maingardts Stücke wurden auf Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, den Darmstädter Ferienkursen, dem Gdansk Dance Festival und Acht Brücken Köln aufgeführt.

Sergej Maingardt, Foto: Anuanet Studio
Website Sergej Maingardt

Marino, Jessie

Geboren 1984. Jessie Marino ist eine Komponistin, Performerin und Medienkünstlerin aus New York. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Virtuosität alltäglicher Aktivitäten, ritualistischen Absurditäten und der Archäologie persönlicher Technologien. In ihren Stücken arbeitet sie Klang, Video, Körperbewegungen, Licht und Bühne präzise aus und platziert diese dann in organisierte Zeitstrukturen und musikalische Rahmen. Jessie Marino ist Mitbegründerin und Leiterin des experimentellen Performance-Kollektivs On Structure sowie als Komponistin, Cellistin und eine der künstlerischen Leiterinnen eng mit dem New Yorker Ensemble Pamplemousse verbunden. Ihr Glaube an die Macht von Karaoke und paniertem Hähnchen ist ungebrochen.

Jessie Marino
Website Jessie Marino

Martinez, Patricia

Geboren 1973 in Buenos Aires, Argentinien. Sie ist Komponistin, Improvisatorin, Pianistin, interdisziplinäre Künstlerin, Forscherin und Dozentin. Patricia Martinez studierte Komposition an der National University Quilmes (Buenos Aires) sowie der Stanford University, ist promoviert und bildete sich am IRCAM in Computermusik weiter. Sie komponiert für Soloinstrumente, Elektronik bis hin zu großen Ensembles und leitet seit zwanzig Jahren Ensembles für experimentelle Musik. Ihre Werke entstehen oft aus einem experimentellen „Stripping Down"-Prozess heraus, der mit einem gewissen Risiko einhergeht: Er lässt das Stück in seiner expressiven Identität verletztlich bleiben. Martinez gewann mehrere Preise und erhielt verschiedene Stipendien und Aufträge. Ensembles wie Arditti und Jack Quartet, Surplus, Seth Josel Trio, C2, ACME, SFSounds, Cepromusic und Compañía Oblicua führen ihre Musik in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Südafrika auf.

Patricia Martinez, Foto: Fernando Sambade
Website Patricia Martinez

Michel-Dansac, Donatienne

Begann ihr Musikstudium mit sieben Jahren am Conservatoire National de Région in Nantes (Violine und Klavier). Mit elf Jahren wurde sie Mitglied des Kinderchors der Oper in Nantes. 1985 wurde sie in die Gesangsklasse des Pariser Konservatoriums aufgenommen. Dank ihrer engen Zusammenarbeit mit dem IRCAM (seit 1993) hat sie zahlreiche Werke uraufgeführt, u. a. von Philippe Manoury, Pascal Dusapin, Luca Francesconi, Georges Aperghis, Fausto Romitelli und Philippe Leroux. Donatienne Michel-Dansac befasst sich auch intensiv mit dem barocken Repertoire. Zusammen mit dem Regisseur Philippe Beziat drehte sie den Film „musica da camera". Nicht zuletzt hat sie sich auch als Pädagogin für Gesang und musikalische Textbehandlung engagiert und ist dafür bei vielen Veranstaltungen aktiv geworden.

Donatienne Michel-Dansac, Foto: Stefan Daub

Mihály, Julia

Geboren 1984. Julia Mihály studierte klassischen Gesang und elektronische Komposition an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und ergänzte ihre Studien mit Workshops am ZKM Karlsruhe, STEIM Amsterdam und den Darmstädter Ferienkursen. Als Künstlerin agiert sie im Grenzbereich zwischen zeitgenössischer und elektroakustischer Musik, Performancekunst und Electronica. Mit Devices wie Game-Controllern, Bewegungssensoren und MIDI-Controllern erweitert und moduliert sie den Klang ihrer Stimme live-elektronisch. Zudem kennzeichnen Fieldrecordings und der Einsatz analoger Synthesizer ihre elektroakustischen Kompositionen. Sie tritt regelmäßig bei Festivals und in Konzertreihen für zeitgenössische Musik auf, z.B. beim Lab. 30 Festival in Augsburg, Berghain Berlin, ArtScience Museum Singapore, CAMP 13 festival Cluj und der Ruhrtriennale.

Julia Mihály, Foto: Daniel Pufe
Website Julia Mihály

Miller, Philip

Geboren 1964. Philip Miller ist ein Komponist und Klangkünstler aus Kapstadt. Seine Arbeit entsteht häufig in kollaborativen Projekten in den Bereichen Theater, Film, Video und Klanginstallation. Dabei verwendet er Klang als Mittel der Erkundung von Erinnerung und traumatischen Zuständen. Miller studierte Komposition am College of Music der University of Cape Town. Im Anschluss setzte er seine Ausbildung mit Studien in elektroakustischer Komposition für Film und TV an der Bournemouth University in Großbritannien fort. In dieser Zeit erhielt er zudem Unterricht von dem englischen Komponisten Joseph Horovitz. Eine maßgebliche Zusammenarbeit verbindet Miller seit 20 Jahren mit dem international renommierten Künstler William Kentridge. Millers Musik zu Kentridges Animationsfilmen und Multimedia-Installationen erklang in einigen der weltweit angesehensten Museen, Galerien und Konzerthäuser.

Philip Miller, Foto: Ellen Elmendorp
Website Philip Miller

Mocrep

Das Chicagoer Ensemble Mocrep wurde 2013 gegründet und hat sich der Aufführung radikaler Musik des 21. Jahrhunderts verschrieben, die sich auf ästhetische, soziale und politische Weise mit unserer Gegenwartskultur auseinander setzt. Mocrep hat sich auf Werke spezialisiert, die Musik, Theater und Performance-Kunst zusammenbringen, wobei es die Unterschiede zwischen diesen Medien produktiv bejaht. Das Ensemble steht in partnerschaftlichem Austausch mit dem Goethe-Institut Chicago und dem International Contemporary Ensemble (ICE). Es arbeitete mit Steven Takasugi, Jennifer Walshe und Martin Schüttler zusammen und bringt regelmäßig die Werke junger KomponistInnen zur Aufführung.

Mocrep, Foto: Matthew Gregory Hollis
Website Mocrep

Molinari, Ernesto

Geboren 1956 in Lugano, Schweiz. Er studierte Klarinette in Basel sowie Bassklarinette in Amsterdam und ist ein herausragender und vielseitiger Solist auf jedem Instrument der Klarinettenfamilie. Zahlreiche Kompositionen wurden speziell für ihn geschrieben und seine wagemutigen Interpretationen haben eine neue Generation von Klarinettisten inspiriert. Seine rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker führten ihn zu den wichtigsten Festivals in ganz Europa und auf der ganzen Welt. Neben der Interpretation klassischer, romantischer und zeitgenössischer Werke beschäftigt sich Ernesto Molinari mit Jazz und Improvisation. Von 1994 bis 2005 war er Klarinettist im Solisten-Ensemble des Klangforum Wien. Er ist Professor für Klarinette und Bassklarinette, Kammermusik, zeitgenössische Musik und Improvisation an der Hochschule der Künste in Bern. Seit 2000 ist Molinari Dozent bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt. Er unterrichtet auch bei „impuls . Internationale Ensemble- und Komponistenakademie für zeitgenössische Musik" in Graz, Österreich.

Ernesto Molinari 2012 in Darmstadt, Foto: Daniel Pufe
Website Ernesto Molinari

Mosch, Ulrich

Ulrich Mosch, geboren 1955 in Stuttgart, studierte zunächst Schulmusik und Germanistik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater und der Universität in Hannover. Anschließend Studium der Musikwissenschaft an der Technischen Universität in Berlin (bei Carl Dahlhaus und Helga de la Motte-Haber). Von 1990 bis 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Paul Sacher Stiftung in Basel. Dort als Kurator für 24 Nachlässe und Sammlungen von Komponisten und Interpreten verantwortlich. Daneben Unterrichtstätigkeit. Seit Herbst 2013 Ordinarius für Musikwissenschaft an der Universität Genf.

Ulrich Mosch 2014 in Darmstadt, Foto: Daniel Pufe

Mundry, Isabel

Geboren 1963 im hessischen Schlüchtern, aufgewachsen in West-Berlin. Von 1983 bis 1991 studierte Isabel Mundry Komposition an der Hochschule der Künste Berlin bei Frank Michael Beyer und Gösta Neuwirth sowie Elektronische Musik an der Technischen Universität Berlin. Daneben studierte sie Musikwissenschaft (bei Carl Dahlhaus), Kunstgeschichte und Philosophie. Bereits während des Studiums erhielt Mundry Lehraufträge für Tonsatz und Analyse an der Berliner Kirchenmusikschule und an der Hochschule der Künste Berlin. 1991 bis 1994 folgten Studien bei Hans Zender in Frankfurt am Main. Von 1992 bis 1994 hielt sich Mundry in Paris als Stipendiatin an der Cité des Arts und anschließend am IRCAM auf. Nach zwei Jahren als freischaffende Künstlerin in Wien erhielt sie 1996 eine Professur für Komposition und Tonsatz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main; Lehraufträge beim Akiyoshidai-Festival in Japan (1997) und als Kompositionsdozentin bei den Darmstädter Ferienkursen (1998-2002) folgten. Seit 2004 lehr Mundry als Professorin für Komposition an der Musikhochschule Zürich und seit 2011 hat sie zudem eine Professur für Komposition an der Musikhochschule München inne.

Isabel Mundry, Foto: Martina Pipprich
Isabel Mundry @ Breitkopf & Härtel

Murail, Tristan

Geboren 1947 in Le Havre, Frankreich. Neben Abschlüssen in Altarabisch und Nordafrikanischem Arabisch an der Pariser École Nationale des Langues Orientales Vivantes und in Wirtschaftswissenschaften studierte er ab 1967 bei Olivier Messiaen am Konservatorium Paris sowie am Institut d'Études Politiques de Paris. 1973 gründete er mit jungen Komponisten und Instrumentalisten das Ensemble L'Itineraire, das auf den Gebieten instrumentaler Aufführungspraxis und Live-Elektronik forschte. In den 1980er-Jahren begann er, mittels digitaler Technologie seine Forschungen über Klanganalyse und -synthese zu vertiefen. Er entwickelte sein eigenes System für mikrocomputer-gesteuerte Komposition und arbeitete mehrere Jahre mit dem IRCAM zusammen, wo er von 1991 bis 1997 Komposition unterrichtete. Zwischen 1997 und 2010 war er Professor für Komposition an der New Yorker Columbia University. Zurück in Europa gab er Meisterkurse und Seminare und ist heute Gastprofessor am Konservatorium Shanghai.

Tristan Murail - Atlantys (Partitur-Ausschnitt), (c) Editions Henry Lemoine
Website Tristan Murail

N1L

Hinter N1L verbirgt sich der Künstler Martins Rokis, der im Bereich der elektronischen Musik in Verbindung mit Installationen und mehrkanaligen Audio/Video-Performances arbeitet. Als N1L kreiert er rätselhafte, extraterrestrisch anmutende „dance music", die sowohl den Körper als auch den Geist anspricht. Dabei bedient er sich früher Computermusik und Klanginstallationen, die er – den Kriterien Sound Design, Unmittelbarkeit und Empfindung folgend – transformiert.
N1Ls Debüt-EP Wrong Headspace ist 2015 bei UIQ records erschienen.

N1L, Foto: Zigmars Zilgalvis
N1L bei Soundcloud

Newski, Sergej

Geboren 1972 in Moskau. Newski studierte Komposition bei Jörg Herchet an der Hochschule für Musik Dresden und Friedrich Goldmann an der Universität der Künste (UdK) Berlin, sowie Musiktheorie und Musikpädagogik bei Hartmut Fladt an der UdK. Seine Musik wird bei Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, Wien Modern, Musica Viva und dem Warschauer Herbst von Ensembles wie Ensemble Modern, Klangforum Wien, MusikFabrik und Moscow Contemporary Music Ensemble sowie Interpreten wie Teodor Currentzis, Enno Poppe, Natalia Pschenitschnikowa und Daniel Gloger gespielt. Newskis Oper „Franziskus" wurde im September 2012 am Bolschoi Theater in Moskau unter der Leitung von Philipp Chizhevsky uraufgeführt. Als Theaterkomponist arbeitete er für das Moskauer Tschechow Künstlertheater MHT, die Comédie de Genève und für Garage X Wien. 2013 erschien das Porträtalbum „Alles" bei WERGO. Sergej Newski gab zahlreiche Meisterkurse für Komposition sowie Workshops für neues Musiktheater. Er lebt in Berlin.

Sergej Newski, Photo: Harald Hoffmann
Sergej Newski bei Soundcloud

Nikoladze, Koka

Seinen Lebensmittelpunkt hat der georgische Künstler Koka Nikoladze in Norwegen; ausgebildet wurde er als Violinist, Komponist und Technikentwickler. Er ist fest davon überzeugt, dass der Wille etwas zu erschaffen, zu den grundlegendsten Instinkten des Menschen gehört. Neben dem Komponieren ist er auch als Erfinder tätig.
Nikoladze wird oft als Post-Komponist und als kreativer Musikdesigner bezeichnet. Das impliziert ein Fülle unterschiedlicher Tätigkeitsfelder: Komposition von Opern, Desing von Musikinstrumenten und -werkzeugen, Performances, Installationen, etc.
Zurzeit ist er Doktorand an der Norwegian Academy of Music; in seinem Dissertationsprojekt beschäftigt er sich mit der Frage: „Wie lassen sich Performer hacken?" Er arbeitet mit einer Vielzahl internationaler Künstler zusammen und gibt weltweit Lectures in den Bereichen Komposition und Computermusik.

Koka Nikoladze, Foto: Mariam Maghradze
Website Koka Nikoladze

Nono, Luigi

Geboren 1924 in Venedig, gestorben ebenda 1990. Seinen ersten Unterricht in Musiktheorie hatte Luigi Nono bei Gian Francesco Malipiero, der ihm hauptsächlich mit der Alten Musik bekannt und vertraut machte. Nach einem Jurastudium an der Università di Padova setzte er sein Musikstudium fort – mit einem Kommilitonen, der ein enger Freund werden sollte: der Komponist und Dirigent Bruno Maderna. 1948 wurden beide Schüler von Hermann Scherchen, der auf Nono nicht nur musikalisch, sondern auch kulturell und politisch einen großen Einfluss ausübte.

Während der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt im Jahr 1950 dirigierte Scherchen die Uraufführung von Nonos erstem Werk, die Variazioni canoniche sulla serie dell'op. 41 di Arnold Schoenberg. Seitdem gehörte Nono – anfänglich als Student und später als Dozent – bis 1955 zum „Laboratorium der seriellen Musik“ in Darmstadt (bis zur Aufführung von Incontri per 24 strumenti), obwohl er sich nie sklavisch an die Kompositionstechniken der seriellen Musik hielt. Ausgangspunkt seiner Werke waren oft Texte sowie „musikalische Objekte“, (Volks)-Melodien, politische Lieder usw. – allesamt direkte Einflüsse seiner Musik.

Luigi Nono 1960 in Darmstadt, Photo: Pit Ludwig
Website Archivio Luigi Nono

Octors, Georges-Elie

Georges-Elie Octors studierte Schlagzeug am Conservatoire royal de Bruxelles. Als Solist spielte er im Orchestre national de Belgique und war ab 1970 Mitglied des Ensemble Musique Nouvelle (Liège), dessen musikalische Leitung er von 1976 bis 1991 übernahm. Zudem dirigierte er im In- und Ausland zahlreiche Sinfonieorchester und Kammerensembles u.a. mit Uraufführungen von Aperghis, Boesmans, Francesconi, Harvey, Hosokawa, Jarrell, Levinas, Pousseur, Romitelli, Saariaho und Wood. Aufgrund seiner Erfahrung als Dirigent zeitgenössischer Opern erhielt er Einladungen zur Accademia La Scala in Mailand. Für die jungen Tänzer des Performing Arts and Training Studios (P.A.R.T.S./Rosas) rief Octors einen Musiklehrgang ins Leben. Er unterrichtete am Conservatoire royal de Bruxelles. Bis 2012 hatte er die Leitung der Formation aux Langages Contemporains am Conservatoire royal de Liège und des Fachbereichs Kammermusik an der Escuela Superior de Musica de Catalunya (Barcelona) inne. Seit 1996 ist Octors musikalischer Leiter des Brüsseler Ensemble Ictus.

Georges-Elie Octors

Ortmann, Katharina

Geboren 1980 in Rostock. Katharina Ortmann studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Germanistik in Berlin und Paris. Nach Engagements als Musiktheaterdramaturgin an der Staatsoper Hannover und als Dramturgin am Oldenburgischen Staatstheater ist sie nun freischaffende Musikdramaturgin und Projektleiterin im Bereich Konzert und Musiktheater, mit besonderem Schwerpunkt auf zeitgenössischem Repertoire und Projektentwicklung. Neben ihrer Arbeit für den Internationalen Musiktheaterwettbewerb Darmstadt entwickelte sie für die Münchener Biennale 2016 und das Theater Osnabrück das Musiktheater „Sweat Of The Sun" (Komposition: David Fennessy, Regie: Marco Štorman). Zu ihren vielen weiteren Projekten gehört auch die Zusammenarbeit mit dem Bildenden Künstler und Bühnenbildner Ivan Bazak und dem Komponisten Gordon Kampe für das Musiktheater-Recherche-Projekt „Plätze. Dächer. Leute. Wege", das im April 2015 am Theater Bielefeld uraufgeführt wurde.

Ostermann, Isabel

Geboren 1975 in Braunschweig. Isabel Ostermann studierte Opernregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" in Berlin. Seit 2001 hat sie eine Reihe eigener Inszenierungen in Berlin, Dortmund, Erfurt, München und Regensburg vorgelegt, u.a. „Don Giovanni" (Mozart), „Otello" (Verdi) und „Jakob Lenz" (Rihm). Seit 2006 arbeitet Isabel Ostermann für die Staatsoper Unter den Linden, wo sie im Schiller Theater als Persönliche Referentin des Intendanten Jürgen Flimm und als Künstlerische Produktionsleiterin der Werkstatt tätig ist. Zu ihren Regiearbeiten auf dieser Bühne zählen szenische Projekte mit dem Internationalen Opernstudio, die Inszenierung der Kinderoper „Der gestiefelte Kater" von César Cui sowie der Doppelabend „Tagebuch eines Verschollenen / La Voix Humaine" (Janáček/Poulenc). 2012 war Ostermann als Regisseurin beim Projekt „Die Musik ist los – 100 Jahre Cage" im Rahmen des Festivals "INFEKTION!" beteiligt.

Isabel Ostermann, Foto: Thomas Bartilla
Website Isabel Ostermann

Parmegiani, Bernard

1927-2013. Er studierte Pantomime an der Schule von Jacques Lecoq und Étienne Decroux, wo er ein feines Gespür für Gestik und räumliche Plastizität entwickelte. 1959 schloss sich Parmegiani der Groupe de Recherches Musicales (GRM) an, wo er einen zweijährigen Studienaufenthalt in elektroakustischer Musik unter der Leitung von Pierre Schaeffer absolvierte. Parmegiani leitete den Bereich für Musik und Bild bei der GRM und schrieb Musik für Kurz- und Spielfilme. Sein aufkeimendes Interesse an Videographie mündete in einem Studium der selben in den USA und drei Musikvideos. Mit verschiedenen Free-Jazz-Formationen arbeitete an der Schnittstelle von Improvisationstechniken und elektroakustischer Musik. Neben Auftragskompositionen für u.a. France-Culture, France-Musique, Antenne 2, den Aéroport de Roissy sowie für Radio, TV, Film und Tanz, vollendete er ungefähr 50 eigenständige Werke – hauptsächlich akusmatische, aber auch einige für Instrumente und Tonband sowie diverse „actions musicales" für Performer, Schauspieler und Musiker.

Bernard Parmegiani, Foto: Claudeanne37
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Pattar, Frédéric

Geboren 1969 in Dijon, Frankreich. Seine musikalische Ausbildung erhielt Frédéric Pattar zunächst in Dijon in den Fächern Klavier, Kammermusik, Begleitung und Komposition. Von 1989 bis 1992 studierte er elektroakustische Musik in Châlon-sur-Saône und ab 1995 in Lyon bei Gilbert Amy. 1999 arbeitete er am IRCAM.

Pattar erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter den Kompositionspreis der Fondation André Boucourechliev im Jahr 2005. Kompositionsaufträge erhielt er u.a. vom Festival d’Automne à Paris und vom Musée du Louvre. Namhafte Ensembles führten seine Werke auf, darunter das Ensemble intercontemporain und L’Instant Donné, mit dem Pattar eine enge Zusammenarbeit verbindet.

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Frédéric Pattar, Foto: Kai Bienert

Paúl, Abel

Geboren 1984 in Valladolid, Spanien. Er studierte Komposition am Konservatorium in Amsterdam bei Fabio Nieder und Richard Ayres sowie an der Universität der Künste in Berlin bei Walter Zimmermann. Derzeit promoviert er an der University of Huddersfield (UK). Zudem absolvierte Paúl Meisterklassen bei Komponisten wie Brian Ferneyhough, Pierluigi Billone und Beat Furrer.
Abel Paúl gewann mehrere Preise und erhielt eine Residency beim 4. Forum Junger Komponisten des Ensemble Aleph, sowie bei der „Ligeti Academy" und dem Künstlerhaus Lauenburg. Seine Musik wurde auf Festivals wie ISCM World Music Days (Schweden), Nederlandse Muziekdagen, Gaudeamus Muziekweek, Holland Festival, Münchener Biennale, Kunstforum Hellerau, Festival SON (ES), Aspekte Salzburg und Klangspuren Schwaz (Österreich), Time of Music (Finnland), Festival MANCA, Centre Acanthes (Frankreich) und Tzlil Meudcan (Israel) aufgeführt.

Abel Paúl
Website Abel Paúl

Pauly, Mauricio

Geboren 1976 in San José, Costa Rica. Maurico Pauly komponiert für gemischte Ensembles, oft unter Einbezug elektronischer Verstärkung und Performance. Zu seinen anstehenden Projekten gehören ein Aufenthalt mitsamt Auftrag für eine ortsspezifische Arbeit an der Villa Romana in Florenz sowie ein neues Stück für Phace, das bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik 2016 aufgeführt wird. Seine Musik wurde vom JACK Quartet und Fonema Consort bei New Focus, von Mabel Kwan bei MilkFactory und Karin Hellqvist bei For Tune eingespielt und veröffentlicht. Pauly ist einer der künstlerischen Leiter von Distractfold und eine Hälfte des Improvisationsduos Inner Helmet. 2014-15 war er Gast am Radcliffe Institute for Advanced Study der Harvard University. Im Sommer 2017 folgt eine Residenz an der Civitella Ranieri. Er unterrichtet am Royal Northern Collge of Music in Manchester und am Architectural Association Interprofessional Studio in London.

Mauricio Pauly
Website Mauricio Pauly

Pelzel, Michael

Geboren 1978 in Rapperswil, Schweiz. Studierte Klavier, Orgel, Komposition und Musiktheorie in Luzern, Basel, Stuttgart, Berlin und Karlsruhe, u.a. bei Ivan Klánsky, Guy Bovet, Dieter Ammann, Detlev Müller-Siemens, Georg-Friedrich Haas und Wolfgang Rihm. Michael Pelzel ist als freischaffender Komponist und Organist tätig, unterrichtet Musiktheorie an Musikhochschulen und hielt u.a. Kompositions-Workshops an Universitäten in Johannesburg und Pretoria, Südafrika. Als Organist war Pelzel zu Gast an Kirchen und Kathedralen in u.a. San Francisco, Los Angeles, Sydney und Cape Town. Seine Kompositionen werden von Klangkörpern wie dem ensemble recherche, Klangforum Wien, Arditti Quartet, quatuor diotima und ensemble intercontemporain interpretiert und erklingen bei Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen, den Donaueschinger Musiktagen und Wien Modern.

Michael Pelzel, Foto: Vincenz Niedermann
Website Michael Pelzel

Pisaro, Michael

Geboren 1961 in Buffalo, New York. Michael Pisaro ist Gitarrist und Komponist, der Werke für unterschiedlichste Besetzungen schreibt. Es ist Mitglied des Wandelweiser Composers Ensemble.
Seit 2012 wurden seine Stücke weltweit aufgeführt, u.a. in London, Paris, New York, Tel Aviv, St. Petersburg, Tokio, Moskau, Bologna, Chicago, München, Huddersfield, Buenos Aires, Madrid, Brüssel, Boston, Melbourne, Berlin, Trondheim, Amsterdam, Los Angeles, Nantes, Mexiko City und Seattle. Aufnahmen seiner Soloarbeiten und Kooperationen wurden bei verschiedenen Labels veröffentlicht: Edition Wandelweiser Records, erstwhile records, New World Records, Cathnor, Senufo Editions, winds measure, HEM Berlin sowie bei Pisaros eigenem Label Gravity Wave.
Bevor er an die Fakultät für Komposition des California Institute of the Arts, wo er gegenwärtig lehrt, berufen wurde, war Pisaro von 1986 bis 2000 als Dozent für Komposition und Musiktheorie an der Northwestern University tätig. 2005/06 erheilt einen Zuschuss der Foundation for Contemporary Arts. Darüber hinaus war er im Wintersemester 2014 Visiting Professor of Music Composition der Fromm Foundation an der Harvard University.

Michael Pisaro, Foto: Yuko Zama
Michael Pisaro @ Edition Wandelweiser

Prins, Stefan

Geboren 1979 in Kortrijk, Belgien. Nach einem Abschluss als Ingenieur studierte Stefan Prins Klavier und Komposition am Königlich Flämischen Konservatorium Antwerpen und schloss mit einem Master in Komposition ab. Zusätzlich studierte er Musiktechnologie am Königlichen Konservatorium in Brüssel, Sonologie am Königlichen Konservatorium Den Haag sowie Kultur- und Technikphilosophie an der Universtität Antwerpen, besuchte Meisterklassen bei Chaya Czernowin, Steven Takasugi, Richard Barrett, Enno Poppe, Georges Aperghis u.a. und nahm an Live-Elektronik-Workshops bei Gerhard Eckel am IEM Graz und Orm Finnendahl an der Musikhochschule Freiburg teil. Seit September 2011 lebt er partiell in Europa und den USA, wo er an der Harvard University bei Chaya Czernowin in Komposition promoviert. Stefan Prins ist als Komponist und künstlerischer Beirat eng mit dem Nadar Ensemble verbunden sowie Mitbegründer des Improvisations-Trios „collectief reFLEXible“.

Stefan Prins, Foto: Stefan Prins
Website Stefan Prins

Reiter, Eva

Geboren in Wien. Studium der Blockflöte und Viola da Gamba an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Fortsetzung beider Studien am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam. Derzeit rege Konzerttätigkeit als Solistin sowie Auftritte mit verschiedenen Barockorchestern, mit Unidas, Ensemble Mikado, Le Badinage und Ensembles für zeitgenössische Musik (Ictus, Klangforum Wien, ELASTIC BAND u.a.). Als Komponistin mit dem „Publicity Preis" der SKE, dem Förderungspreis der Stadt Wien 2008, dem Queen Marie José International Composition Prize 2008, dem Staatsstipendium für Komposition, einem Kompositionsstipendium an der Akademie Schloss Solitude sowie weiteren Förderungen ausgezeichnet. „Alle Verbindungen gelten nur jetzt" zählt zu den ausgewählten Werken des Rostrum of Composers (IRC) 2009. Eva Reiter brachte ihre Kompositionen bei internationalen Festivals wie Transit (Leuven), Ars Musica (Brüssel), ISCM World New Music Festival 2006 (Stuttgart), generator und Wien Modern (Wiener Konzerthaus) zur Aufführung. Sie tritt regelmäßig bei namhaften Festivals für Alte und Neue Musik auf.

Eva Reiter, Foto: Moritz Schell
Website Eva Reiter

Reynolds, Roger

Geboren 1934 in Detroit, USA. Komponist, Autor, Produzent und Mentor, Pionier in den Bereichen Klang-Spatialisierung, Intermedia und algorithmische Konzepte. Die Kritik attestiert ihm ein ungewöhnlich breites und visionäres Profil, und eine Persönlichkeit, die vielseitige Fähigkeiten und Perspektiven vereint. Reynolds schreibt vielbeachtete Texte über seine Musik und die anderer, über kompositorische Methoden und Ideale, und war jahrzehntelang treibende Kraft bei der Entwicklung des innovativen Musik-Graduiertenprogramms an der University of California, San Diego (UCSD). Er organisierte Veranstaltungen wie ONCE (Ann Arbor), A Colloquium on Form and Time (IRCAM), CROSS TALK (Tokyo), Horizons '84 (New York), The Pacific Ring sowie die Xenakis@UCSD-Festivals (San Diego).

Roger Reynolds, Foto: Malcolm Crowthers
Website Roger Reynolds

Rieks, Franz Ferdinand August

Geboren 1998. Franz Ferdinand August Rieks absolviert sein Vorstudium im Hauptfach Komposition bei Markus Hechtle und Wolfgang Rihm sowie im Hauptfach Klavier bei Kaya Han an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Er besuchte Kompositions-, Meisterkurse und Workshops bei Brian Ferneyhough, Mark Andre, Georges Aperghis, Carmen Piazzini, Dietmar Wiesner, Brett Dean, Stanley Dodds, Gerhard Stäbler, Kunsu Shim, Teodoro Anzellotti, Volker Staub, Wolfgang Rüdiger u.a. Rieks ist Pianist des Studio Musikfabrik, des LandesJugendEnsembleNeueMusik RLP/SL, des Ensemble der Länder (Jugendensemble Neue Musik Deutschland) und Gründer des Duo GEGENKLANG mit Arno Krokenberger.

Rieks gewann zahlreiche Preise und Auszeichnungen u.a. beim Kompositionswettbewerb OPUS ONE der Berliner Philharmoniker 2014, den Internationalen Steinway-Klavierspielwettbewerb 2015 mit dem Finale in der Laeiszhalle Hamburg vor 2000 Zuhörern und ein Vollstipendium für die Kompositionswerkstatt der Bundespreisträger 2016 in der Musikakademie Schloss Weikersheim. Er ist zudem zweifacher Preisträger des Bundeswettbewerbs Jugend Musiziert und erhielt die Einladung zu WESPE, wo er für die Beste Interpretation eines eigenen Werks Sonderpreisträger der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten wurde.

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Franz Ferdinand August Rieks
Website Franz Ferdinand August Rieks

Rihm, Wolfgang

Geboren am 13. März 1952 in Karlsruhe, wo er bis heute seinen Wohnsitz hat. Wolfgang Rihm ist Komponist, Professor für Komposition und Autor zahlreicher Bücher. Er ist auch Mitglied verschiedener Gremien in Deutschland, wo immer es gilt, die Interessen der Musikschaffenden zu vertreten.
Rihms Wissen auf seinem eigentlichen Betätigungsfeld, der Musik, ist allumfassend, aber das gleiche gilt auch für die Künste, die Literatur, die Philosophie – die alle für sein Komponieren als Inspirationsquelle dienen. Die Welt, die er mit seinen über 400 Kompositionen geschaffen hat, ist ein Universum. Als solches kann es nicht eingestuft, mit einem Label abgehakt werden. Um den Titel eines englischen Filmes umgewandelt zu entlehnen: Er ist ,A composer for all seasons'. Davon zeugen so unterschiedliche Kompositionen wie Jagden und Formen, der Chiffre-Zyklus oder die explizit auf die Musikgeschichte Bezug nehmende Werke Deus Passus (Johann Sebastian Bach) oder Fremde Szenen (Robert Schumann). Darüber hinaus bereichern Musiktheaterwerke verschiedenster Stile die Programme der Opernhäuser (Die Eroberung von Mexiko, Die Hamletmaschine, Das Gehege, Dionysos).

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Woflgang Rihm 1984 in Darmstadt, Foto: Manfred Melzer
Wolfgang Rihm @ Universal Edition

Romano, Lorenzo

Geboren 1985 in Florenz. Lebt in Graz. Er studierte Komposition bei Mauro Cardi am Konservatorium Luigi Cherubini in Florenz sowie instrumentale Komposition und Computermusik bei Beat Furrer und Marko Ciciliani an der Universität der Musik und Darstellenden Kunst Graz. Außerdem hat er einen Abschluss in Geschichte von der Universität Florenz. Romano besuchte Meisterkurse bei u.a. Helmut Lachenmann, Stefano Gervasoni und Georg Friedrich Haas. Seine Musik wurde in den USA, Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien von u.a. den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, Ensemble Recherche, Donatienne Michel-Dansac, Pierre-Stéphane Meugé, Marco Fusi, Luca Sanzò und Freon Ensemble aufgeführt. Bislang schrieb er Kammermusik, eine Kammeroper, Ballett- sowie Orchestermusik und arbeitete zudem mit Live-Elektronik und an elektronischer Musik für Videokunst. Er ist Mitgründer des Ensembles Schallfeld aus Graz.

Lorenzo Romano
Website Lorenzo Romano

Rosas

Rosas ist die Kompanie der Choreografin und Tänzerin Anne Teresa De Keersmaeker und wurde 1983 gegründet. De Keersmaeker beschäftigt sich mit Bewegung und deren Artikulation – von ihren einfachsten bis zu ihren komplexesten Formen. Im Laufe der Jahre hat Rosas die Verbindungen zwischen Choreografie und anderen kompositorischen Kräften erforscht – von Musik über Geometrie und bildende Kunst bis zur Sprache. Die international renommierte Kompanie arbeitet mit Theatern, Repertoire-Kompanien, Opernhäusern, Festivals, Ausstellungsräumen und Bildungseinrichtungen zusammen. Unterstützt vom Brüsseler De Munt/La Monnaie-Opernhaus und dem Kaaitheater rief Rosas Projekte wie P.A.R.T.S., Bal Moderne und WorkSpaceBrussels ins Leben, die mittlerweile komplett eigenständig agieren. Die Rosas-Quartiere in Brüssel, die sich die Kompanie mit der Tanzschule P.A.R.T.S. und dem Ictus Ensemble teilt, sind Zentrum zahlreicher künstlerischer Aktivitäten und einer der zentralen Orte und Treffpunkte für etablierte wie neue darstellende Künstler. Rosas ist 2016 zum ersten Mal bei den Darmstädter Ferienkursen zu Gast.

Rosas tanzt Vortex Temporum, Foto: Herman Sorgeloos
Webite Rosas

Runge, David

Geboren 1985 in Diepholz. Der Soft- und Hardware-Entwickler, Klangkünstler und Musiker David Runge studierte Medieninformatik in Bremen. Derzeit ist er mit seiner Masterarbeit im Studiengang Audiokommunikation und -technologie an der Technischen Universität Berlin beschäftigt, in der er einen Wellenfeldsynthese-Renderer für große Anlagen erweitert. Vielseitige musikalische Interessen führten ihn mit Gruppen wie „Das Bluul", „Mêlon Kallisti", 12\/1532", „Drafted To Haunt" oder „Wasserturm" auf und hinter die Bühne bei Konzerten und Festivals. Seine mehrkanaligen Klangprojekte und -installationen wie „The Sound Of People" wurden an mehreren Orten in Deutschland sowie in Indien aufgeführt. Als Techniker arbeitete Runge bei Festivals wie mikromusik und den Donaueschinger Musiktagen. Seit vielen Jahren ist er stark in die Entwicklung und Paketierung freier Software, insbesondere im Bereich mehrkanaliger Klangwiedergabe unter Linux, involviert.

David Runge, Foto: Jonathan Olbert
Jonathan Olbert (Fotograf)
Website David Runge

Ruz, Antonio

Geboren 1976 in Córdoba, Spanien. Antonio Ruz studierte Tanz, Flamenco und Ballett. Als er 1992 nach Madrid zog, erhielt er ein Stipendium der Escuela de Víctor Ullate. Innerhalb von zwei Jahren begann Ruz seine Karriere beim Víctor Ullate Ballett, wurde dessen erster Tänzer und interpretierte eine Vielzahl klassischer und neoklassischer Stücke. Zurzeit lebte er in Madrid, wo er seine eigene Tanzkompanie leitet. Im Zuge seiner Arbeit als Tänzer und Choreograf arbeitete Ruz mit verschiedenen Künstlern zusammen, darunter George Balanchine, Micha van Hoecke, Nils Christie, Jerome Robins, Amanda Miller, John Neumeier, William Forsythe, Jiri Kylian, Gilles Jobin, Maguy Marin und Sasha Waltz.

Seit 2007 gastierte Ruz mehrmals bei Sasha Waltz & Guests und hat als Tänzer und Choreograf bei zahlreichen Produktionen mitgewirkt, u.a. bei Dialoge 06, beim Forschungsprojekt Roméo et Juliette und bei Jagden und Formen (Zustand 2008).

2013 erhielt Ruz den Ersten Preis des Ojo Crítico der RTVE (Radio y Televisión Española) in der Kategorie Tanz.

Antonio Ruz
Website Antonio Ruz

Salem, Sam

Geboren 1982. Lebt in Manchester, wo er elektroakustische Komposition an der University of Manchester studierte und dort schließlich 2011 promoviert wurde. Salems Arbeit konzentriert sich auf die Klänge urbaner Umgebungen. Jedes seiner Stücke beschäftigt sich mit einem spezifischen geografischen Ort. Mit seiner mehrfach ausgezeichneten Musik versucht Fraser, die verborgene Musikalität und Schönheit dieser Orte sowie die eigene Beziehung zu seiner Umgebung als Inspirations- und Materialquelle zu erforschen und zu beleuchten. Als Gast arbeitete er u.a. am EMS Stockholm, dem STEIM Amsterdam und der TU Berlin. Salem ist einer der Leiter des Distractfold Ensembles und unterrichtet an der Canterbury Christ Church University.

Sam Salem
Website Sam Salem

Sandig, Jochen

Geboren 1968 in Esslingen. 1990 kam Jochen Sandig zum Studium der Psychologie und Philosophie nach Berlin. Nach der Besetzung des ehemaligen Friedrichstraßen-Passagenkaufhauses und Gründung des Kunsthaus Tacheles war er von 1990 bis 1994 Vorstandsvorsitzender und Künstlerischer Leiter – insbesondere des Theaterprogramms – des Tacheles. 1993 gründete er gemeinsam mit Sasha Waltz die Tanzkompanie Sasha Waltz & Guests. 1996 gründete er das Theater Sophiensæle in Berlin Mitte und war bis 1999 dessen Künstlerischer Leiter. Von 1999 bis 2004 war Jochen Sandig Mitglied der Künstlerischen Leitung und Dramaturg des Tanztheaters an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin.

Seit September 2004 ist er Künstlerischer Leiter und Direktor der wieder selbstständigen Tanzkompanie Sasha Waltz & Guests. Gemeinsam mit dem Musikmanager Folkert Uhde ist Jochen Sandig Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter des RADIALSYSTEM V, das im September 2006 eröffnet wurde. Im Januar 2010 wurde er von dem französischen Botschafter in Berlin, Bernard de Montferrand, zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt. Mit human requiem, einer Inszenierung des Deutschen Requiem von Johannes Brahms in Kooperation mit dem Rundfunkchor Berlin unter Leitung von Simon Halsey, feierte Jochen Sandig im Februar 2012 sein Regiedebüt.

Jochen Sandig, Foto: Harry Schnitger
Website RADIALSYSTEM V

Sarhan, François

Geboren 1972 in Rouen, Frankreich. Komponist, Schriftsteller und Regisseur. François Sarhan studierte bei Brian Ferneyhough und Jonathan Harvey. Seine Werke wurden bei internationalen Festivals aufgeführt, darunter Musica, Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für neue Kammermusik, Ars Musica, Holland Festival, Maerzmusik, Eclat, Festival d'Art lyrique d'Aix en Provence. Bekannt ist Sarhan für seine Musiktheater- und Multimediawerke, in denen er oft selbst mitwirkt. Für das über 30 Mal aufgeführte Telegrams from the Nose hat er mit dem südafrikanischen Künstler William Kentridge zusammengearbeitet. Seit 2008 führt er bei seinen Werken, die Video und Texte integrieren, selbst Regie. Erst kürzlich wurde in Paris seine erste Ausstellung eröffnet, die neue Aspekte seiner Kunst – Videos, Collagen und Kunstbücher – zeigt. Als Dozent hat Sarhan zwischen 1998 und 2002 am IRCAM gelehrt und von 1999 bis 2004 an der Marc Bloch University in Strasburg. Seit 2013 lehrt er an der UdK Berlin. Er schrieb eine Musikgeschichte (2002 bei Flammarion, Paris veröffentlicht) und ist Initiator des Künstlerkollektivs CRWRII, das seit 2000 Multimedia-Projekte realisiert und interpretiert.

François Sarhan
Website François Sarhan

Sasha Waltz & Guests

Die Kompanie wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis heute wirkten mehr als 300 Künstler und Ensembles – Architekten, bildende Künstler, Choreografen, Filmemacher, Designer, Musiker, Sänger und Tänzer – aus 25 Ländern als »Guests« mit.

2013 wurde die Kompanie von der Europäischen Union zum Europäischen Kulturbotschafter 2013 ernannt. Gewürdigt wurden damit ihre vielfältigen Aktivitäten, die weltweit ausstrahlen – die Neuproduktionen in Kooperation mit vielen europäischen Partnern ebenso wie Gastspiele, Workshops sowie Transfer- und Educationprojekte. Das dialogische Prinzip prägt die Arbeit der Kompanie und ermöglicht immer wieder das Aufeinandertreffen unterschiedlichster künstlerischer Disziplinen. Vor allem der Tanz ist als Kunstform nicht an Sprach- und Landesgrenzen gebunden.

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Sasha Waltz & Guests tanzen Allee der Kosmonauten, Foto: Sebastian Bolesch
Website Sasha Waltz & Guests

Saunders, James

Geboren 1972. James Saunders schreibt Kompositionen in offener Form und erkundet dabei Gruppenverhalten und Entscheidungsfindungen. Er studierte an der University of Huddersfield und bei Anthony Gilbert am Royal Northern College of Music. Seine Musik wurde auf Festivals wie den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik, Brighton Festival, BMIC Cutting Edge, Darmstadt und Donaueschingen sowie in verschiedenen Ländern im Rundfunk gespielt. Saunders arbeitete mit dem Arditti Quartett, asamisimasa, Ensemble Modern, Suono Mobile, London Sinfonietta und EXAUDI zusammen. Als Performer spielt er im Duo Parkinson Saunders, bei Apartment House und trat mit Alvin Lucier, Christian Wolff und Phill Niblock auf. Er leitet das Centre for Musical Research an der Bath Spa University und das dortige Experimental-Ensemble Material.

James Saunders
Website James Saunders

Saunders, Rebecca

Geboren 1967 in London. Sie studierte Komposition bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe sowie bei Nigel Osborne an der Universität Edinburgh. Rebecca Saunders lebt in Berlin.
Skulpturellen Eigenschaften von organisierten Klangereignissen stehen zunehmend im Mittelpunkt ihrer kompositorischen Arbeit. Mit chroma (2003–2013) entstanden 19 verschiedene Collagen für 24 räumlich verteilte Kammermusikgruppen und Klangquellen. insideout entstand zu einer choreografischen Installation in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz und war Saunders’ erstes Bühnenwerk. Auch die Kompositionen Stirrings Still I und II, Stirrings oder murmurs sind leise und zerbrechliche Collagewerke. Die jüngste Raumcollage, Stasis, besteht aus 23 Modulen für 16 Solisten und erweitert die komplexen Collagenstrukturen auf einen Zeitraum von einer Stunde. Architektonische Gegebenheiten bestimmen dabei die Aufstellungen der verschiedenen Kammermusikgruppen im Raum, die ebenso wie die Solisten als Darsteller in einer Art instrumentalem Theater fungieren.

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Rebecca Saunders, Foto: Karin Schander
Rebecca Saunders @ Edition Peters

Schallfeld Ensemble

Das Ensemble Schallfeld formierte sich 2011 aus ehemaligen Studierenden des Klangforum Wien und hat sich seitdem rasch als feste Größe in der zeitgenössischen Musikszene Österreichs etabliert. Die jungen MusikerInnen stammen aus fünf verschiedenen Ländern. Schallfeld agiert als freies Solistenkollektiv, das in verschiedenen Formationen auftritt und enge Zusammenarbeit mit KomponistInnen wie Franck Bedrossian, Pierluigi Billone und Francesco Filidei pflegt. Neben einer eigenen Konzertreihe in Graz ist Schallfeld mit zahlreichen Gastspielen bei renommierten Konzertreihen und Festivals österreichweit und international aktiv. Im Fokus der künstlerischen Arbeit stehen Werke junger KomponistInnen aus dem In- und Ausland (über 20 Uraufführungen in den letzten drei Jahren) neben Wiederaufführungen renommierten Repertoires und „Neuentdeckungen" wenig bekannter Werke. Das Arbeiten mit Elektronik und performativen Elementen zählt ebenfalls zu den Kernkompetenzen des Ensembles.

Schiefel, Michael

Geboren 1970. Anfang der 1990er Jahre zog Michael Schiefel nach Berlin, um an der Akademie der Künste zu studieren. Seitdem hat er seine Fans im In- und Ausland mit zahlreichen Solo- und Band-Projekten – mit einem Dutzend veröffentlichter Alben in den letzten zehn Jahren – bezaubert. Im Rahmen seine Solo-Projekte experimentiert Schiefel mit seiner virtuosen Stimme, die er mit Loop-Maschinen und anderer Elektronik kombiniert. Seit 2001 ist Schiefel Professor für Vocal Jazz an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Michael Schiefel, Foto: Stefanie Marcus
Website Michael Schiefel

Schmeding, Dirk

Geboren 1983. Dirk Schmeding studierte Kunst-, Medien- und Literaturwissenschaften an der Hochschule der Bildenden Künste in Braunschweig. Er ist freier Musiktheater-Regisseur und arbeitet seit 2011 als Regieassistent und Abendspielleiter an der Oper Stuttgart. Schmeding assistierte Regisseuren wie Karsten Wiegand, Roland Schwab, Calixto Bieito und Peter Konwitschny. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Andrea Moses sowie Jossi Wieler und Sergio Morabito, deren Produktion von Halévys "La juive" er im Mai 2013 an der Semperoper Dresden einstudierte. Eigene Regiearbeiten umfassen u.a. Händels "Alcina" im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, Sophie Kassies "Schaf" am Anhaltischen Theater Dessau sowie Verdis "Il trovatore" am Landestheater Detmold. Dort zeigte er auch seine Inszenierung von Janáčeks "Jenufa" die als beste Produktion für den Detmolder Theaterpreis nominiert wurde. Er unterrichtete als Lehrbeauftragter für Schauspiel und szenische Darstellung an der Musikhochschule Trossingen und arbeitete als Dozent für die Lotte-Lehmann-Akadamie Perleberg.

Dirk Schmeding

Schroeder, Sabrina

Geboren 1979 in Vancouver, Kanada. In ihren Kompositionen für akustische Ensembles setzt Sabrine Schroeder oft modifzierte Transducer und selbstgebaute mechanische Vorrichtungen ein, um Resonanzen ohne den Gebrauch von Lautsprechern oder herkömmlicher Elektronik zu verstärken. Sie führte notierte und improvisierte Musik als aktives Mitglied in Composer-Performer-Kollektiven auf, arbeitete als Bandcoach in psychiatrischen Jugendkliniken und gab Sound- und Medienkunst-Kurse am Rensselaer Polytechnic Institute in Troy, New York. Schroeder arbeitete u.a. mit dem Ensemble Contemporain de Montréal, ICE Ensemble, Distractfold Ensemble, Dal Niente, JACK quartet, MusikFabrik, hand werk, Stephane Ginsburgh und Séverine Ballon zusammen.

Sabrina Schroeder
Website Sabrina Schroeder

Schulkowsky, Robyn

Als Robyn Schulkowsky nach Deutschland übersiedelte, war das Land durch große musikalische Experimentier- und Abenteuerlust geprägt. Dort studierte sie bei Karlheinz Stockhausen, Iannis Xenakis und Mauricio Kagel. Seit dieser Zeit hat sie als Solistin einige der bedeutendsten Schlagzeug-Kompositionen des 20. und 21 Jahrhunderts uraufgeführt und aufgenommen.
Seit 1998 hat Schulkowsky, im Zusammenhang mit der Gründung des Rhythm Lab, Workshops – u.a. mit indigener Schlagzeugmusik aus aller Welt – an unzähligen Orten gegeben; Mitwirkende bei den Werkstätten und Konzerten waren sowohl Studenten als auch Profis und Laien. Schulkowsky hat Musik für das Theater, die Oper und den Film geschrieben. Darüber hinaus führt sie oft Projekte mit Jugendlichen durch. Jüngst gehörte sie dem Kreativteam der Münchener Biennale für neues Musiktheater an.
Schulkowsky wurde mit zahlreichen Musikpreisen ausgezeichnet; Manon De Boer hat einen Film über sie gedreht. Ihr Werk erscheint bei den Labels ECM und New World Records.

Robyn Schulkowsky

Seidl, Niklas

Geboren 1983 in Bremen. Er studierte Komposition, Cello und Barockcello in Leipzig, Wien und Köln. Seidl ist Gründungsmitglied von hand werk sowie leise dröhnung und spielt im ensemble mosaik, ensemble chromoson und ensemble aisthesis. Regelmäßige Gastauftritte hat er u.a. beim Klangforum Wien, musikFabrik, Ensemble ascolta, MAM., Thürmchen Ensemble, Neue Vocalsolisten Stuttgart und dem hr-Symphonieorchester. Mit Paul Hübner entstehen über die Jahre mehrere Musikvideoarbeiten der Entertainment-Reihe. Seit 2005 arbeitet er an Hörstücken und Instrumentalkompositionen, die u.a. bei Wien Modern, Lucerne Festival, Acht Brücken Köln, beim Deutschlandfunk, WDR und den Darmstädter Ferienkursen aufgeführt wurden. Exaudi London, SurPlus, ensemble mosaik, Schlagquartett Köln, IEMA Frankfurt, musikFabrik und andere spielten seine Stücke.

Niklas Seidl, Foto: Doreen Klax
Website Niklas Seidl

Shmurak, Alexey

Geboren 1986 in St. Petersburg, Russland und aufgewachsen in Kiew, Ukraine. Seit 2007 arbeitet Alexey Shmurak erfolgreich an mehreren Projekten zeitgenössischer Musik, zum Beispiel dem Ensemble Nostri Temporis, dem experimentellen Performance-Duo Blook, dem Songprojekt Hysterical Dog, dem Neue-Musik-Festival Gulf Stream in Kiew und dem Lecture-Kurs Ethics of Music. Shmuraks jetziger Fokus liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Künstlern, vorrangig aus dem literarischen Bereich – dabei entwickelt er Songprojekte mit verschiedenen Künstlern und arbeitet im Bereich der Freien Improvisation. Folgende Werte sind für Shmurak essenziell: Inhalt, Story, Lesbarkeit, Bedeutung, Synästhesie. Ihn interessieren weder die Erschaffung eines wiedererkennbaren spezifischen Stils noch die Einhaltung stilistischer Grenzen.

Siebens, Etienne

Etienne Siebens studierte Dirigieren bei Lucas Vis, Hiroyuki Iwaki und Jorma Panula. Sein Repertoire reicht von der Musik des 17. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischer Musik und deckt von der Sinfonik über die Oper bis zur Kammermusik alle Genres ab. Zwischen 1992 und 2008 war Siebens künstlerischer Leiter und Konzertdirektor des Prometheus Ensemble, das er selbst gründete. 2001 wurde er zum festen Gastdirigenten des Flämischen Radio-Orchesters ernannt. Zwischen 2004 und 2010 war er Chefdirigent des Flämischen Symphonieorchesters. Siebens gab Konzerte mit dem Nederlands Blazersensemble, mit dem er Andriessens „De Staat" aufführte und ist fester Gastdirgent bei Asko|Schönberg. Er dirigierte u.a. Rotterdam Philharmonic, MusikFabrik, Klangforum Wien sowie Amsterdam Sinfonietta und arbeitete mit Solisten und Komponisten wie Mauricio Kagel, György Kurtag, Peter Eötvös, Luca Francesconi und Jean-Yevs Thibaudet zusammen.

Siewert, Martin

Geboren 1972 in Saarbrücken. Martin Siewert spielt Gitarren, darunter auch Lap- und Pedal-Steel, sowie Elektronik. Er ist als Improvisator und Komponist in akustischen, elektronischen und gemischten Gefilden aktiv. Arbeiten für Theater, Film und Tanz gehören genauso zu seinem Schaffen wie Aufträge für Remixe und Soundinstallationen. Zu seinen Kollaborativ-Projekten zählen u.a. Trapist, Efzeg und sssd. Er arbeitete u.a. mit Oren Ambarchi, Dieb13, Wolfgang Mitterer, Karlheinz Essl, Klangforum Wien, Werner Dafeldecker, Christian Fennesz, Hanno Leichtmann, Patrick Pulsinger und dem Kammerflimmer Kollektief zusammen. Siewert steuerte Musik zu Filmen und Videos von u.a. Michaela Grill, Billy Roisz und Gustav Deutsch bei. Er tourt weltweit und lebt in Wien.

Martin Siewert, photo: Delphine La Gatt
Website Martin Siewert

Sollmann, Phillip (Efdemin)

Geboren 1974 in Kassel, Deutschland. Adressiert in seinen Arbeiten verschiedene Ebenen von Sound. Ob als Komponist, DJ oder Klangkünstler tätig, interessieren ihn vor allem die Zwischentöne und das Suchen nach dem Ungehörten. Er studierte Elektroakustische Musik in Wien (ELAK) und lebt seit 2005 in Berlin. Unter seinem bürgerlichen Namen arbeitet er als Künstler und Komponist, unter dem Pseudonym Efdemin hat er auf dem Label Dial Records drei grenzüberschreitende Alben veröffentlicht und bespielt als Techno-DJ kontinuierlich Clubs und Festivals rund um den Globus. In Berlin ist er regelmäßig im Berghain tätig, wo auch das Ballett „Masse" uraufgeführt wurde, zu dem Sollmann Musik beisteuerte. Er unterrichtete an der École Média Art, Chalon-Sur-Saone, und der HfG Offenbach und komponierte Musik für das Staatstheater Stuttgart. Sollmann war Stipendiat der Villa Massimo, der Villa Kamogawa sowie des Musicboard Berlin und trat mit seiner Musik u.a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin, dem Londoner Café Oto und dem Kunstverein Braunschweig auf.

Phillip Sollmann
Website Phillip Sollmann

Spahlinger, Mathias

Geboren 1944 in Frankfurt am Main. Sein Vater war Violoncellist. Ab 1951 unterrichtete ihn sein Vater in Fidel, Gambe, Blockflöte und später Violoncello. Ab 1952 bekam er Klavierunterricht. 1959 begann er, sich intensiv mit dem Jazz zu beschäftigen, nahm Saxophonunterricht und wollte Jazzmusiker werden. 1962 verließ er die Schule und machte bis 1965 eine Schriftsetzerlehre. Während der Lehre nahm er privat Kompositionsunterricht bei Konrad Lechner. Nach beendeter Lehre setzte er sein Studium bei Lechner an der städtischen Akademie für Tonkunst in Darmstadt fort (Klavier bei Werner Hoppstock). 1968 wurde er Lehrer an der Stuttgarter Musikschule für Klavier, Theorie, Musikalische Früherziehung und experimentelle Musik. Von 1973-77 studierte er Komposition bei Erhard Karkoschka an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart.

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Mathias Spahlinger

Staatsorchester Darmstadt

Gemeinsam mit dem Staatstheater hat das Staatsorchester Darmstadt eine 300-jährige Tradition. Die erste Oper war 1711 Christoph Graupners Telemach. 1819 wurde ein neues Theater mit 2.000 Plätzen eröffnet. Heute ist das Staatsorchester ein A-Orchester mit 85 Musiker*innen. Das Staatsorchester hatte schon immer einen hervorragenden Ruf, wie ein Blick auf die Namen der Dirigenten zeigt. Der legendäre Dirigent Erich Kleiber wirkte von 1912 bis 1918 in Darmstadt, von 1927 bis 1931 war Karl Böhm Generalmusikdirektor. Hans Drewanz, heute Ehrendirigent des Staatsorchesters, prägte das Musikleben in Darmstadt mit dem Staatsorchester von 1963 bis 1994. Hans Drewanz dirigierte an den größten Opernhäusern in Deutschland, war dem NHK Orchester und der Bayerischen Staatsoper lange verbunden. Einer seiner Nachfolger, Marc Albrecht, ist heute Chefdirigent der Oper in Amsterdam, ein anderer, Stefan Blunier, leitet heute das Beethoven Orchester in Bonn. Will Humburg, einer der profiliertesten deutschen Operndirigenten, international und vor allem in Italien sehr gefragt, ist seit 2014 neuer Generalmusikdirektor.

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Das Staatsorchester Darmstadt, Foto: Michael Hudler
Website Staatstheater Darmstadt

Stefan, Vincent

Vincent Stefan absolvierte diverse Klavier- und Kompositionsschulen (Friedrich Goldmann) seit seiner Jugend. Seit Jahren als Musiker, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf aktiv, erweiterte er sein künstlerisches Tätigkeitsfeld als Videodesigner seit 2008. Neben Kompositionsaufträgen (Studio Babelsberg, Kent Nagano/DSO Berlin, Staatsoper Berlin, Theatertreffen/Maxim Gorki) führten ihn Engagements im deutschsprachigen Raum u.a. an die Volksbühne Berlin, zum Steirischen Herbst, zur Ruhrtriennale, zum HAU 1+2, an das Berghain, zur Neuköllner Oper und an die Kammerphilharmonie Graubünden. Seine personellen Wirkstätten reichen von Peter Konwitschny über David Mouchtar-Samorai bis Christoph Schlingensief, von Sybille Berg, Heta Multanen bis hin zu diversen Musikvideoproduktionen, beispielsweise die Inszenierung des weltweit größten Lipdubs zum Opus-Hit „Life is Live". 2016 inszenierte er Trond Reinholdtsens „Music as Emotion" und wird neben Darmstadt, Berlin und Halle am Nationaltheater Weimar arbeiten.

Stene, Håkon

Håkon Stene studierte in Oslo, Freiburg und San Diego bei u.a. Rob Waring, Kjell Samkopf, Bernhard Wulff, Pascal Pons und Steven Schick. Zwischen 2005 und 2008 wurde er von der norwegischen Nachwuchsinitiative für junge Solisten INTRO gefördert. Für seine Solo-Platte „Lush Laments for Lazy Mammal" erhielt er 2014 den Norwegischen Grammy (Spellemann) für zeitgenössische Musik.
Er spielte solo und mit Ensembles wie asamisimasa, Pantha du Prince & the Bell Laboratory, Ensemble Modern, Oslo Sinfonietta, London Sinfonietta, 2e2m, Klangforum Wien, Rolf Lislevand Ensemble und Nils Økland Ensemble an Orten und auf Festivals wie Barbican, Casa da Música Porto, Berlin Philharmonie, Donaueschingen, Ultima, Wien Modern, Primavera Sound, Venezia Biennale, Southbank Centre, Monday Evening Concerts LA und Melbourne Music Week.

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Håkon Stene, Foto: Nicki Twang
Website Håkon Stene

Sterev, Krassimir

In Bulgarien geboren, wo er im Musikgymnasium von Plovdiv seine musikalische Ausbildung begann. Er setzte sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz fort. Sterev war Stipendiat am Königlichen Dänischen Musikkonservatorium, wo er auch die Solistenklasse als Akkordeonist abschloss. Seine musikalische Entwicklung wurde maßgeblich durch Lehrer wie Mogens Ellegaard, James Crabb und Georg Schulz beeinflusst. Krassimir Sterev ist sowohl als Solist, Kammermusiker als auch in Ensembles und Orchestern international tätig und weltweit auf vielen renommierten Festivals zu Gast. Nicht zuletzt wirkt er auch in zahlreichen Theater- und Tanzproduktionen sowie Projekten, die speziell für Kinder entwickelt werden, mit.

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Stockhausen, Karlheinz

Geboren 1928 in Mödrath, gestorben 2007 in Kürten. Karlheinz Stockhausen begann seine kompositorische Laufbahn Anfang der 1950er Jahre, bei der die Darmstädter Ferienkurse eine zentrale Rolle spielten. Bereits mit seinen ersten Werken der sogenannten punktuellen Musik wie Kreuzspiel (1951), Spiel für Orchester (1952) und Kontra-Punkte (1952/53) erlangte er internationale Berühmtheit. Seither haben viele seiner Kompositionen wesentliche Errungenschaften der Musik nach 1950 geprägt: u.a. die serielle Musik, die Elektronische Musik, die variable Musik, die Raum-Musik, statistische Musik, aleatorische Musik, Live-elektronische Musik. Er komponierte 376 einzeln aufführbare Werke, darunter den Opernyzklus Licht, Die sieben Tage der Woche, der zwischen 1977 und 2003 entstand und insgesamt etwa 29 Stunden Musik umfasst.

Stockhausen hatte mehrere Gastprofessuren in der Schweiz, in den USA, Finnland, Holland und Dänemark inne. 1971 wurde er zum Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Köln, 1996 zum Ehrendoktor der Freien Universität Berlin, 2004 zum Ehrendoktor der Queen's University Belfast ernannt.

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Karlheinz Stockhausen 1966 in Darmstadt, Foto: Pit Ludwig
Website Karlheinz Stockhausen

Studio Musikfabrik

2006 brachte der Landesmusikrat NRW das „LandesJugendEnsemble" für Neue Musik auf den Weg. Unter dem neuen Namen „Studio musikFabrik" übernahm 2009 Ensemble musikFabrik die Leitung des Jugendensembles. Die Angliederung an ein professionelles Ensemble birgt für die jungen Musikerinnen und Musiker enorme künstlerische Entwicklungschancen: Sie werden nicht nur in Spieltechniken und in der Interpretation von Neuer Musik unterrichtet, sondern erhalten auch Einblick in den Alltag eines professionell arbeitenden Ensembles für Neue Musik.
Studio musikFabrik besteht in seiner Kernbesetzung aus 15 Musikern, die projektweise um einzelne Instrumente ergänzt werden. Das Nachwuchsensemble rekrutiert sich aus talentierten Musikern zwischen 14 und 21 Jahren, die entweder erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert" teilgenommen haben oder bereits in anderen Jugendensembles oder als Jungstudenten kammermusikalische Erfahrung auf hohem Niveau sammeln konnten.

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Studio Musikfabrik mit Peter Veale, Foto: Studio Musikfabrik
Website Studio musikFabrik

Takasugi, Steven

Geboren 1960 in Los Angeles, USA. Er studierte Komposition bei Noah Creshevsky, Bunita Marcus, Morton Feldman, Brian Ferneyhough, Joji Yuasa und Roger Reynolds (Doktorvater), sowie Computermusik bei Charles Dodge, F. Richard Moore und Harold Cohen. Sein Studium begann er an der University of California, Los Angeles, wo er es nach einem Aufenthalt am Brooklyn College Conservatory of Music, City University of New York, mit dem Master und Doktor abschloss. Er war Gastkünstler in Japan, Deutschland, Frankreich, Israel, Österreich und den USA. Takasugi komponiert elektroakustische Musik, die auf dem Sammeln, Archivieren und Verarbeiten zahlloser Samples basiert.

Steven Kazuo Takasugi, Foto: Zvia Fridman
Website Steven Takasugi

Talea Ensemble

Das Talea Ensemble wurde als „...wesentlicher Teil der kulturellen Ökosphäre New Yorks" apostrophiert. 2014 erhielt es den CMA/ASCAP Award for Adventurous Programming. Talea hat zahlreiche bedeutende Werke namhafter Komponist*innen, darunter Pierre Boulez, Tristan Murail, Olga Neuwirth, John Zorn, Unsuk Chin, Rand Steiger, Beat Furrer und Fausto Romitelli, ur- und in den USA erstaufgeführt. Talea gastierte bereits beim Lincoln Center Festival, bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, bei Wien Modern, Contempuls, dem Newport Jazz Festival, La Ciudad de las Ideas (Mexiko), dem Art Summit Indonesia (Jakarta) und dem International Contemporary Music Festival (Peru). Konzerte wurden vom ORF, dem hr und WQXR's Q2 gesendet. Talea ist ,ensemble in residence' an der Columbia University, New York.

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Talea Ensemble, Foto: Beowulf Sheehan
Website Talea Ensemble

Teyssier, Alice

Geboren in Australien. Alice Teyssier ist Flötistin und lyrischer Sopran mit einer ungewöhnlichen Laufbahn. Als Flötistin ist sie Teil des International Contemporary Ensemble (ICE), als Vokalsolistin trat sie u.a. mit der San Diego Symphony, ICE, Talea Ensemble, San Francisco Contemporary Music Players, Oberlin Contemporary Music Ensemble und dem Bach Collegium San Diego auf. Alice Teyssier hat es zu ihrer Mission gemacht, weniger bekannte Meisterwerke zu verbreiten und sich ein reichhaltiges, lebendiges Repertoire, das unsere Zeit widerspiegelt, zu erarbeiten. Sie hat Studienabschlüsse vom Oberlin Conservatory sowie dem Conservatoire de Strasbourg und promoviert an der University of California, San Diego. Teyssier lebt in Brooklyn.
Alice Teyssier, Foto: Anneliese Varaldiev
Website Alice Teyssier

trio recherche

Das ensemble recherche macht Musikgeschichte: Mit über 500 Uraufführungen seit der Gründung 1985 hat das Ensemble die Entwicklung der zeitgenössischen Kammer- und Ensemblemusik entscheidend mitgestaltet. Impulse werden gesetzt mit Konzerten, Musiktheater, Kursen für Komponisten und Instrumentalisten, Produktionen zum Hören und Sehen, mit Kinder- und Jugendklangprojekten, der „Klangpost“ und der gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester veranstalteten Ensemble-Akademie Freiburg. Das neunköpfige Solistenensemble bestimmt mit seiner eigenen dramaturgischen Linie das internationale Musikleben mit. Im Repertoire sind Klassiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts, Impressionisten wie Expressionisten, Komponisten der Zweiten Wiener und der Darmstädter Schule, Spektralisten und experimentierfreudige Avantgardisten der Gegenwartskunst. Rund 50 CDs hat das ensemble recherche veröffentlicht, sie wurden mehrfach ausgezeichnet mit internationalen Preisen, u.a. dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d’Or.

van der Poel, Truike

Truike van der Poel studierte zunächst Altphilologie in Leiden, später Gesang in Den Haag und Chorleitung in Rotterdam. Nach dem Dirigierexamen war sie bis 2001 Lehrbeauftragte für Chorleitung an der Musikhochschule Hannover. Seitdem widmet sie sich ausschließlich dem Gesang. Neben dem barocken und klassischen Oratoriumfach profilierte sie sich besonders auf dem Gebiet der Neuen Musik und gastierte u.a. beim Warschauer Herbst, beim Davos Festival, bei Musica Viva (München), in der Alten Oper (Frankfurt) und im IRCAM (Paris).
Truike van der Poel wirkte regelmässig im Balthasar-Neumann-Chor (Thomas Hengelbrock) sowie der Schola Heidelberg (Walter Nussbaum) mit und arbeitete als Gastsolistin mit dem Ensemble L'Itinéraire und dem Ensemble Resonanz zusammen. Als "Stimme" gehört sie zum Kölner Thürmchen Ensemble und ist seit 2007 Mitglied der Neuen Vocalsolisten Stuttgart. Van der Poel sang solistisch in Uraufführungen vokaler Kammermusik von u.a. Salvatore Sciarrino, Carola Bauckholt, René Leibowitz, Dora Cojocaru, Thomas Stiegler, Erik Oña und Caspar Johannes Walter.

Truike van der Poel, Foto: Eos Reichow
Website Truike van der Poel

Varchausky, Nicolás

Geboren 1973. Nicolás Varchausky ist Komponist, Klangkünstler und Forscher. Er hat eine Professur für Elektroakustische Musik in Buenos Aires inne. In seiner Arbeit erforscht Varchausky die Beziehungen zwischen Klang, Raum, Gedächtnis und dem gesprochenen Wort innerhalb eines technologischen Umfelds. Integriert werden darin elektronische und instrumentale Musik, Klangkunstwerke, Performances, interaktive Installationen sowie standort-spezifische Projekte im öffentlichen Raum. Seit nunmehr 30 Jahren arbeitet Varchausky am Projekt Archivo PAIS – eine Sammlung anonymer Stimmen, mit der er Spannungsfelder zwischen Klang und Bedeutung des gesprochenen Wortes als musikalisches Material erforscht. Promoviert wurde Varchausky am Centre for the Digital Arts and Experimental Media der University of Washington, Seattle.

Nicolás Varchausky, Foto: Tivon Rice
Website Nicolás Varchausky

Varèse, Edgard

Geboren 1883 in Paris, gestorben 1965 in New York City. Als Teenager lebte Edgard Varèse in Turin, wo er seine musikalische Ausbildung begann. 1903, nach einem Streit mit seinem Vater, zog Varèse nach Paris, wo er seine Studien bei d'Indy, Roussel and Widor fortführte. Er begann zu komponieren und zog nach Berlin. Anerkennung für seine Werke zeigten Busoni und Debussy. Zu dieser Zeit wohnte Varèse den Uraufführungen von Schönbergs Pierrot lunaire (1912 in Berlin) und Stravinskys Sacre (1913 in Paris). 1914 zog Varèse in die Vereinigten Staaten, wo er sein bisheriges Œuvre zerstörte, um eine radikal neue Richtung als Komponist, Forscher und Erneuerer einzuschlagen.

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Edgard Varèse 1950 in Darmstadt, Foto: Pit Ludwig

Veale, Peter

Geboren in Dunedin/Neuseeland. Studierte bei Jiri Tancibudek an der Adelaide Universität und bei Heinz Holliger an der Freiburger Musikhochschule. 1979 gewann er den ersten Preis beim Konzert-Wettbewerb der ABC in Australien und war 1992/93 Artist-in-Residence an der Akademie Schloss Solitude Stuttgart.
Er ist Gründungsmitglied des Ensemble SurPlus und seit 1996 Mitglied der musikFabrik. Regelmäßige solistische Auftritte u. a. mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Radio Kammerorchester Hilversum sowie dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Seit 1994 Mitglied der musikFabrik.

Peter Veale, Foto: Klaus Rudolf

Vis, Lucas

Lucas Vis (1947) gilt als Spezialist für zeitgenössische Musik. Er arbeitete mit bedeutenden Komponisten wie John Cage, Mauricio Kagel, Karlheinz Stockhausen, Theo Loevendie, Louis Andriessen und vielen anderen zusammen. Lucas Vis dirigierte zahlreiche Uraufführungen.
Seine musikalische Karriere begann er als Violoncellist. Nachdem er 1967 als Preisträger beim Dirigierkurs am Mozarteum hervortrat, entwickelte er sich mehr und mehr zu einem vielseitigen Dirigenten.Während seiner Assistenz bei Bruno Maderna (1967-1973) wurde ihm 1971 der Koussevitzky Tanglewood Compostion Prize verliehen.

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Lucas Vis, Foto: Lucas Vis
Website Lucas Vis

Voyles, Scott

Geboren 1980 in Elisabethtown, USA. Der Dirigent Scott Voyles gehört zu den führenden Interpreten zeitgenössischer Musik. Er dirigierte bedeutende Welt- sowie regionale Premieren und arbeitete mit vielen führenden Komponisten und Dirigenten zusammen, u.a. mit Michel van der Aa, Pierre Boulez, Peter Eötvös, Beat Furrer, Sofia Gubaidulina, Enno Poppe und Hans Zender. Von 2009 bis 2013 dirigierte er das ensemble interface, seit 2011 arbeitet er kontinuierlich mit dem Hamburger Ensemble Resonanz zusammen. Er tritt regelmäßig mit maßgebenden europäischen Formationen wie dem Nadar Ensemble (Belgien), Ensemble Adapter (Berlin) oder Ensemble Laboratorium (Zürich), sowie mit dem Ensemble Dal Niente (Chicago) und dem Talea Ensemble (NYC) bei Festivals und Reihen wie den Darmstädter Ferienkursen, Tage für Neue Musik Zürich, Ultraschall Berlin, Hamburger Lux aeterna und dem Bang on a Can Marathon auf. Voyles ist ein renommierter Opern- und Musiktheater-Dirigent, leitete wichtige Produktionen von Benjamin Britten, Morton Feldman, Conrad Susa und Viktor Ullmann und war musikalischer Leiter bei der Produktion von Kurt Weills „Dreigroschenoper" durch das Ensemble Modern am Schauspiel Frankfurt.

Scott Voyles, Foto: Francisco Vogel
Website Scott Voyles

Wagensommerer, Thomas

Geboren 1987 in Krems, Österreich. Lebt und arbeitet in Wien. Studium der digitalen Medientechnologie an der Fachhochschule St. Pölten, der Philosophie an der Universität Wien und der transdisziplinären Kunst (TransArts) an der Universität für angewandte Kunst Wien. Dozent für Experimentelle Medien an der Fachhochschule St. Pölten und künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität für angewandte Kunst Wien. Ausstellungen/Performances/Teilnahmen in/an: ZKM Karlsruhe, Ars Electronica Linz, Donaufestival Krems, MAK Wien, Festspielhaus St. Pölten, Darmstädter Ferienkurse, Ö1 Kunstradio, Mediaopera Wien, Schikaneder Wien, Medienkunstlabor Graz, Diagonale Graz, Sophiensäle Berlin, Stift Melk, Künstlerhaus Wien, Vienna Independent Shorts, Impulstanz Festival Wien, Wien Modern, Konzerthaus Wien, Tanzquartier Wien, CTM Berlin, Triennale Museum Milano, Festival de Vidéomusique de Montréal etc.

Thomas Wagensommerer, Foto: Louise Linsenbolz
Website Thomas Wagensommerer

Walshe, Jennifer

Geboren 1974 in Dublin, Irland. Sie studierte Komposition bei John Maxwell Geddes an der Royal Scottish Academy of Music and Drama, Kevin Volans in Dublin und promovierte 2002 an der Northwestern University, Chicago bei Amnon Wolman und Michael Pisaro. Jennifer Walshe erhielt 2000 den Kranichsteiner Musikpreis bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, war Gast der Akademie Schloss Solitude Stuttgart, des DAAD Berliner Künstlerprogramms und der Fondazione Claudio Buziol. Außerdem war sie Composer-in-residence in South Dublin County beim In Context 3 und erhielt Preise der Foundation for Contemporary Arts, New York und des Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Derzeit ist sie Musiklektorin an der Brunel University, London.

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Jennifer Walshe, Foto: Blackie Bouffant
Website Jennifer Walshe

Waltz, Sasha

Geboren 1963 in Karlsruhe. Von 1983 bis 1987 studierte Sasha Waltz Tanz und Choreografie in Amsterdam und New York City. Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete sie 1993 Sasha Waltz & Guests und 1996 die Sophiensæle. Von 2000 bis 2004 gehörte sie der Künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin an. Hier entstanden u.a. die Stücke Körper, S und noBody sowie die choreografische Installation insideout.

Ende des Jahres 2004 wurde Sasha Waltz & Guests erneut unabhängig und realisierte ihre erste Opernproduktion Dido & Aeneas zur Musik Henry Purcells, uraufgeführt am Grand Théâtre de Luxembourg und an der Staatsoper Berlin. Die zweite choreografische Oper Medea von Sasha Waltz zur Musik von Pascal Dusapin und dem Text von Heiner Müller kam im Mai 2007 in Luxemburg zur Uraufführung. Das choreografische Projekt Jagden und Formen (Zustand 2008) nach der Musik von Wolfgang Rihm wurde im Frühjahr 2008 in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern in Frankfurt am Main uraufgeführt.

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Sasha Waltz, Foto: Andre Rival
Website Sasha Waltz & Guests

Ward, Duncan

Seit 2015 ist Duncan Ward Chefdirigent von Sinfonia Viva, einem der dynamischsten und vielseitigsten Klangkörper des Vereinigten Königreichs. Kürzlich wurde er zum festen Gastdirigent des National Youth Orchestra of Great Britain ernannt. Von 2012-14 war er, auf Empfehlung von Sir Simon Rattle, Stipendiat der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. In jüngerer Vergangenheit gab er Konzerte mit der BBC Philharmonic, Residentie Orkest, Glyndebourne on Tour, RTE National Symphony Orchestra of Ireland, New Japan Philharmonic, Württembergisches Kammerochester Heilbronn, abermals mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und der Akademie der Berliner Philharmoniker, sowie ein Spezial-Konzert mit Rolando Villazon und der Südwestdeutschen Philharmonie. 

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Duncan Ward, Foto: Paul Cliff

We Spoke

We Spoke – bestehend aus Serge Vuille, Olivier Membrez, Julien Annoni, Julien Mégroz und Robert Torche – ist ein Ensemble für Neue Musik aus London und Lausanne, das vom Schlagzeuger Serge Vuille geleitet wird. Von der Tradition klassischer Kammermusik inspiriert, interpretiert das Ensemble neueste Werke, kollektive Kompositionen sowie Repertoirestücke des Neue-Musik-Kanons auf experimentierfreudige Art und Weise. Der Name „We Spoke" setzt sich zusammen aus „we speak" (wir sprechen) – das dem Wunsch, die Komplexität und Schönheit Neuer Musik nach außen zu tragen, entspricht – und „bespoke" (maßgeschneidert), das für die eigene Verortung in einem größeren Rahmen performativer Künste steht.
Seit 2009 hat We Spoke zahlreiche Produktionen entwickelt und dabei mit Komponisten, Performern, Künstlern, Tänzern, Regisseuren und Designern zusammengearbeitet, darunter Fritz Hauser, Jacques Demierre, Christian Kesten, Matthew Shlomowitz, Juliet Fraser, Mark Knoop, Tancredo Tavares, Nefeli Skarmea, Martin Creed und dem Biohacking-Labor Hackuarium.

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We Spoke, Foto: Fritz Hauser
Website We Spoke

Widmann, Carolin

Geboren in München. Carolin Widmann studierte bei Igor Ozim in Köln, Michèle Auclair in Boston und David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama in London. Die künstlerischen Aktivitäten der vielseitigen Musikerin reichen von den großen klassischen Konzerten über für sie eigens geschriebene Werke, Soloabende, eine große Bandbreite von Kammermusik bis hin zu – vermehrt – Aufführungen auf Darmsaiten, einschließlich Leitung von der Geige aus.
Widmann gastierte u.a. beim Gewandhausorchester Leipzig, dem Orchestre National de France, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Tschechischen Philharmonischen Orchester, dem Radio-Symphonieorchester Wien, London Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von herausragenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Riccardo Chailly, Sir Roger Norrington, Vladimir Jurowski, Marek Janowski und Pablo Heras-Casado.
Seit 2006 ist sie Professorin für Geige an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig. Carolin Widmann spielt auf einer G. B. Guadagnini-Violine von 1782.

Carolin Widmann, Foto: Lennard Ruehle
Website Carolin Widmann

Wiegand, Karsten

Geboren 1972 in München. Karsten Wiegand studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre in München und Berlin. Seine Theaterlaufbahn begann er 1994 als Dramaturg für Schauspiel und Musiktheater am Hans Otto Theater in Potsdam, um dann als freier Regisseur zu arbeiten. Von 2008 bis 2013 war er Operndirektor des Deutschen Nationaltheaters Weimar.

Für seine Faust I-Inszenierung (zusammen mit Julia von Sell) am Nationaltheater Weimar erhielt Wiegand 2001 den Bayerischen Theaterpreis. Er inszenierte unter anderem Dostojewskis Verbrechen und Strafe und Das Maß der Dinge von Neil LaBute am Staatstheater Stuttgart. Seine Inszenierung von Schillers Die Jungfrau von Orleans am Theater Aachen eröffnete 2006 das Theatertreffen Nordrhein-Westfalen.

Sein Debüt als Opernregisseur gab er 2004 mit Glucks Orfeo et Euridice an der Staatsoper Krakau. Es folgten unter anderem Donizettis Maria Stuarda und Gounods Faust an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Bruno Madernas Hyperion und Verdis Aida an der Staatsoper Stuttgart sowie Verdis Rigoletto an der Staatsoper Hannover. In Weimar entstanden unter seiner Regie unter anderem Chaya Czernowins Pnima, Verdis La Traviata und Wagners Tristan und Isolde.

Karsten Wiegand, Foto: Michael Hudler

Wood, James

Geboren 1953. James Wood studierte Komposition bei Nadia Boulanger in Paris, bevor er nach England zurückkehrte, um sich in Cambridge (Orgel) und an der Royal Academy of Music in London (Dirigieren und Schalgzeug) einzuschreiben.
Nachdem er von 1977 bis 1981 die Schola Cantorum of Oxford dirigierte, gründete Wood 1981 den New London Chamber Choir, den er – bis zu seiner Übersiedlung nach Deutschland (2007) – 26 Jahre lang leitete und dessen Aufführungen und Aufnahmen Neuer Musik in ganz Europa gefeiert wurden. Während dieser Zeit war Wood nicht nur als Komponist tätig, sondern ebenso Schlagzeug-Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen (1982-1994) und Leiter des Centre for Microtonal Music in London sowie seines Ensembles Critical Band (1990-1994).

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James Wood, Foto: Rosi Arndt
Website James Wood

Young, Katherine

Katherine Young studierte Fagott und vergleichende Literaturwissenschaft am Oberlin College und Konservatorium sowie Komposition an der Wesleyan University, wo sie mit Anthony Braxton, Ron Kuivila und Alvin Lucier zusammen arbeitete. Young komponiert akustische und elektroakustische Musik mit eigenartigen Klangfarben, rhythmischen Spannungen und kinetischen Strukturen und erkundet damit die dramatische Körperlichkeit von Klang, zwischenmenschliche Dynamiken und das Spannungsverhältnis zwischen dem Bekannten und Fremden. Sie arbeitete mit den Geigerinnen Amy Cimini und Erica Dicker genauso zusammen wie mit der Pianistin Emily Manzo und der Choreographin Daria Fain und The Prosodic Body. Als Improvisatorin verstärkt und erweitert sie das Fagott elektronisch. Nachdem ihr Solo-Release Beachtung in The Wire, Downbeat und Mojo fand, veröffentlichte sie jüngst eine gemeinsame Einspielung mit Anthony Braxton.

Katherine Young, Foto: Peter Gannushkin
Website Katherine Young

Young, Samson

Geboren 1979. Samson Young ist ein Klangkünstler und Komponist aus Hongkong. Er studierte Musik, Philosophie und Gender Studies an der University of Sydney; darüber hinaus wurde er im Fach Komposition an der Princeton University promoviert. Im Rahmen seiner künstlerischen Arbeit bedient sich Young verschiedener Kompositionspraktiken der zeitgenössischen Musik wie Aleatorik, Musique concrète und grafische Notation. Grundlage jedes Projekts bildet umfassende Forschung, der die Erstellung von „Klangskizzen" und Audioaufnahmen folgen. Seine Bilder, Hörspiele, Performances und Kompositionen kreisen immer wieder um die Themen Konflikt, Krieg und Politik. Dabei gilt Youngs besonderes Interesse der Wechselwirkung von Konflikt und Identität. In diesem Zusammenhang nutzt er musikalische Elemente – Beat, Rhythmus und Notationszeichen –, um globale Auseinandersetzungen, die Vergangenheit und Gegenwart beeinflusst haben, herauszustellen.

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Samson Young
Website Samson Young

Zwerm

Das belgisch-niederländische Gitarrenquartett Zwerm wurde 2007 gegründet. Seitdem hat es mit zahlreichen Künstlern zusammengearbeitet, darunter Fred Frith, Mauro Pawlowski, Eric Thielemans, Yannis Kyriakides, François Sarhan, Mark Vanrunxt, Sheila Anaraki, Etienne Guilloteau, Stefan Prins und Serge Verstockt. Zwerm ist weder ausschließlich der Welt des Rock noch experimentellen, zur sogenannten Klassischen Musik gehörenden Genres verpflichtet, sondern bewegt sich stets in einem eigenen Bereich.

Ihre erste CD The World‘s Longest Melody wurde vom Magazin The Wire als „aussichtsreicher Kandidat für das Album des Jahres 2010“ gehandelt. Des Weiteren wird Zwem in der Presse als „eine aufregende, gelegentlich befremdliche und immer verschrobene unerhört-ungehörte musikalische Entdeckung“ beschrieben.

Zwerm sind Toon Callier, Bruno Nelissen, Kobe van Cauwenberghe und Johannes Westendorp.

Zwerm, Foto: Mous Lambarat
Website Zwerm