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Notations 1: Utopie
Vierteilige Veranstaltungsreihe, geplant von Lucas Fels

Di 17. Juli 2018, 10:00 – 13:00
Akademie für Tonkunst (Großer Saal)

In englischer Sprache
Eintritt frei

Auf Karte finden

Notation, fand der Komponist Earle Brown, sei in höchstem Maße unvollständig und unbefriedigend. Ein wenig neidvoll blickte er „auf Maler, die direkt mit ihrem real vorhandenen Werk arbeiten können, ohne dieses indirekte und unpräzise ‚Übersetzungsstadium‘. Im Gespäch fragte ich sie dann, ob sie sich vorstellen könnten, dazusitzen und eine Reihe von Anweisungen aufzuschreiben, sodass jemand anderes in der Lage wäre, exakt das zu malen, was sie selbst in allen Details malen würden.“

Was und wie in Musik notiert wird, für wen und wie das Ganze dann zum Klingen gebracht werden
kann, beschäftigt Komponist*innen, Musiker*innen und Musikforscher*innen seit Jahrhunderten und nach wie vor täglich. Auch bei den Darmstädter Ferienkursen wurde darüber immer wieder diskutiert, so beispielsweise 1965, als ein großer Kongress über Notation veranstaltet wurde. Die später im neunten Band der Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik veröffentlichten Referate des Kongresses gehören zu den Grundsatztexten über Notation der westlich-europäischen Musik des 20. Jahrhunderts.
Welche Herausforderungen Notation an Musiker*innen stellt und welche Strategien sie anwenden, eine „Übersetzung“ im Sinne der Komposition anzugehen und die Informationen zu benennen, die für eine Auührung Teil der Komposition werden, ist Inhalt einer vierteiligen Veranstaltungsreihe bei den diesjährigen Ferienkursen. Mit besonderem Blick auf die Perspektive von Interpret*innen lädt der Cellist Lucas Fels Dozent*innen, Teilnehmer*innen und Gäste an vier Terminen zum Nachdenken über Notation ein: „Notation als Utopie“ (17. Juli), „…als Resultat“ (19. Juli), „…als Imperativ“ (24. Juli) sowie „Offene Form“ (27. Juli).

NOTATION ALS UTOPIE

Erster Teil der vierteiligen Gesprächsreihe mit Gästen der Ferienkurse und musikalischen Beispielen

Über Brian Ferneyhough: In Nomine after Christopher Tye (2017) für Cello solo, geplant von Lucas Fels

Moderation: Dörte Schmidt und Lucas Fels

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