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OCCAM
Instrumentalmusik von Éliane Radigue

Di 17. Juli 2018, 22:00
St. Ludwig

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Occam XIII  für Fagott
Occam XI  für Tuba
Occam River XII  für Violoncello und Harfe
Occam River XI  für Fagott und Violoncello
Occam V  für Violoncello
Occam Delta XVI  für Tuba, Fabott und Harfe – Uraufführung
Occam Delta VII  für Tuba, Fagott, Violoncello und Harfe

Dafne Vicente-Sandoval (Fagott)
Robin Hayward (Tuba)
Charles Curtis (Violoncello)
Rhodri Davies (Harfe)

Die große französische Elektronik-Pionierin Éliane Radigue verbrachte die meiste Zeit ihrer künstlerischen Arbeit damit, Synthesizer-Feedbacks in sehr exquisite astrale Klänge zu überführen. Ihre gefeierten Arbeiten dauerten oft mehrere Stunden – überragende Ausblicke, die sich mit monumentaler, langsamer Anmut sehr graduell entfalteten. Irgendwann um die Jahrtausendwende entschied sie sich, nichts mehr für den Computer zu komponieren. Stattdessen sollte ihre ultra-langsame Musik auf akustische Instrumente überführt werden. Radigue arbeitet an einer Reihe von Solo- und kleineren Ensemble-Stücken namens OCCAM nach der Theorie des Philosophen William von Ockham, die besagt, dass die einfachste Option immer die beste sei. Die persönliche Beziehung zwischen Komponistin und Interpret*innen und eine enge Zusammenarbeit sind für Radigues Arbeitsprozess elementar. Sie schreibt für ganz spezifische Menschen, deren musikalisches Ethos sie schätzt. Es gibt keine Partituren, nur verbale Anweisungen – und so werden Dafne Vicente-Sandoval (Fagott), Robin Hayward (Tuba), Charles Curtis (Violoncello) und Rhodri Davies (Harfe) in den Radigue’schen Klangkosmos eintauchen und die Luft im ausgreifenden Klangraum der St. Ludwigs-Kirche zum Schwingen bringen.

Am darauffolgenden Abend wird Éliane Radigues letzte große elektronische Komposition bei den Darmstädter Ferienkursen zu hören sein: L’île resonante

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