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One
Solo-Werke von Georges Aperghis, Marko Ciciliani, Heinz Holliger, Lucia Ronchetti und Rebecca Saunders

So 22. Juli 2018, 16:00
Akademie für Tonkunst (Großer Saal)

Wenige Tickets (10 €) an der Tageskasse.

Auf Karte finden

Rebecca Saunders: flesh (2018) Uraufführung
Krassimir Sterev (Akkordeon)

Marko Ciciliani: Formula minus One (2014)
Barbara Lüneburg (E-Violine)

Lucia Ronchetti: Forward and downward, turning neither to the left nor to the right. Action concert piece after Plutarch and Károly Kerényi (2017)
Michele Marco Rossi (Violoncello)

Heinz Holliger: Lied (1971)
Georges Aperghis: Cadenza for Kurt Schwitters’ „Ursonate“ (2011)
Georges Aperghis: Extrait de Lunapark pour flûte basse (2011)
Michael Schmid (Flöte)

Auf die Spezifika der einzelnen Instrumente, ihre Spieltechniken, ihr Repertoire und wie man für sie komponieren kann, wird bei den Darmstädter Ferienkursen stets ein besonderes Augenmerk gelegt. So erklingen in diesem Konzert Solokompositionen, die zeigen, wie unterschiedlich Komponist*innen das Thema auffassen und Interpret*innen dieses auf der Bühne umsetzen: Rebecca Saunders, die mit Krassimir Sterev einen Workshop über Komponieren für Akkordeon anbietet, hat für ihn ein nuancenreiches neues Werk geschrieben. Lucia Ronchetti lässt in ihrem 2017 entstandenen Cellosolo ein musiktheatrales Konzept aufgehen. Das Stück ist Teil ihrer Werkreihe Action Concert Pieces oder Drammaturgie, bei denen die Instrumentalist*innen in verschiedene Rollen schlüpfen: Hier sind unterschiedliche Charaktere durch instrumentale Stimmen sowie die Bewegungen und vokalen Äußerungen des Cellisten repräsentiert. Heinz Holligers 1971 komponiertes Flötensolo Lied ist ein Meilenstein erweiterter Spieltechniken für die Flöte mit Zirkularatmung, Einatmen beim Spielen oder übernommenen Blastechniken der Blechbläser. Wie in vielen Solostücken jener Zeit wird hier die Körperlichkeit des Instrumentalspiels ins Extrem getrieben und Spieler und Instrument beinahe gewaltsam an ihre Grenzen geführt. Marko Ciciliani schließlich erweitert in seinem 2014 bei den Darmstädter Ferienkursen uraufgeführten Stück Formula minus One eine elektrische Violine durch Sensoren, Live-Elektronik und Live-Video zu einem multimedialen Soloinstrument.

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