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Synthetic Skin
Eine elastische Kollision von Komposition, Improvisation und Tonbandmusik

Fr 27. Juli 2018, 22:00
Centralstation (Saal)

Tickets (10 €) an der Abendkasse.

Auf Karte finden

Gerald Preinfalk (Saxophon)
Yaron Deutsch (E-Gitarre)
Andreas Lindenbaum (Violoncello)
Uli Fussenegger (Kontrabass)

Synthetic Skin – eine elastische Kollision von akustischem Spiel und Tonbandmusik. Das Quartett mit Gerald Preinfalk (Saxofon), Yaron Deutsch (E-Gitarre), Andreas Lindenbaum (Violoncello) und Uli Fussenegger (Kontrabass) trifft auf Tonbandstücke von Jérôme Noetinger und Electric Indigo, während sich das Stück flexibel zwischen drei Ebenen und Spielweisen bewegt: reine Bandmusik, komponierte und improvisierte instrumentale Passagen, die sich wiederum auf die Bandmusik beziehen und sich von ihr inspiriert weiterentwickeln.

Die Form spiegelt die hermetische Prämisse des Konzepts wider: Die beauftragten Tonbandstücke, die im Laufe von Synthetic Skin in voller Länge erklingen, entstehen eigenständig, ohne spezifische Vorgaben. Sie treffen zunächst als Fremdkörper auf die Quartettkonstellation, die sich diesem im Laufe des Stücks annähert und ihn zu etwas Vertrautem werden lässt, ohne ihn zu verändern. In diesem Feld, das sich zwischen Extrapolation und Integration, zwischen monolithischem Baustein und Improvisation auftut, bildet sich ein flexibles Netzwerk aus sehr heterogenen Klanglichkeiten. Das von Uli Fussenegger komponierte Material agiert dabei als eine Art Bindegewebe zwischen zwei Extremen: der Unbeweglichkeit der fertigen Bandmusik und der ephemeren Eigenschaft der Improvisation. Und obschon das kollektive Material verschiedenen Urhebern zuzuschreiben ist, verliert die Frage der Urheberschaft selbst in diesem Integrationsvorgang zusehends an Bedeutung.

 

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