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Künstlerische Forschung
Workshop Marko Ciciliani & Barbara Lüneburg

Künstlerische Forschung als Kompositions- oder Aufführungspraxis

Mit Auswahlverfahren
Einsendeschluss für Bewerbungen: 31. Januar 2018

Für Darstellende Künstler*innen, Komponisten*innen und Klangkünstler*innen, die

  • eine neue Komposition, Performance, Improvisation, oder ein neues Kunstwerk schaffen möchten, das von einem Interesse an künstlerischer Forschung geleitet ist,
  • ihre künstlerische Praxis durch rigorose Selbstreflexion bereichern möchten,
  • sich mit Hilfe der Methoden der Künstlerischen Forschung eingehend mit einem bestimmten Thema befassen möchten,
  • durch Künstlerische Forschung neue Darbietungsmodelle entwickeln möchten.
  • (Teilnehmer*innen der Darmstädter Ferienkurse 2018 sind)

Maximale Teilnehmer*innenzahl: 10-12

Themen/Ziele:

  1. Entwicklung des künstlerischen Projekts der Teilnehmer*innen.
  2. Anwendung und Umsetzung von Grundsätzen der Künstlerischen Forschung in das eigene Projekt der Teilnehmer*innen.
  3. Diskussion über das Wesen der Künstlerischen Forschung. Was ist Künstlerische Forschung? Welche Ausdrucksmöglichkeiten bietet sie? Wie können Künstler*innen die Künstlerische Forschung für die eigene künstlerische Arbeit nutzen?
  4. Einführung in verschiedene Konzepte, Methoden und Verfahren der Künstlerischen Forschung.
  5. Entwicklung unkonventioneller Formen zur Darstellung der Forschungsergebnisse, z. B. durch die Verschmelzung von Vortrag und künstlerischer Darbietung, Kombination verschiedener Methoden der künstlerischen Praxis oder andere alternative Formate wie beispielsweise diskursive Partizipation der Zuhörerschaft, Public Interventions, transmediale Präsentation (online/offline) oder andere Formate.

Die Künstlerische Forschung ist eine junge Disziplin, die nicht nur einen akademischen, sondern auch einen künstlerischen Diskurs hervorgerufen hat. Sie geht davon aus, dass Erkenntnis ein inhärenter Teil der ästhetischen Erfahrung und Praxis ist. Diese Erkenntnis wird nicht in jedem Fall direkt über die Ratio gewonnen, sondern entzieht sich häufig der Logik der Sprache und kann deshalb nicht allein durch herkömmliche Forschungsmethoden erreicht werden.

Die Künstlerische Forschung setzt keine fest vorgegebenen Verfahren ein. Wer in diesem Bereich tätig ist, arbeitet in der Regel über wissenschaftliche und künstlerische Disziplinen hinweg und zieht Methoden anderer wissenschaftlicher Fachgebiete heran, die die Insiderperspektive und Methodologie aus der eigenen künstlerischen Praxis komplementieren.

In diesem Workshop werden Marko Ciciliani und Barbara Lüneburg verschiedene Formen der Künstlerischen Forschung beleuchten und mögliche Praktiken, Methoden, Forschungsziele und Darstellungsformen herausstellen. Die Teilnehmer*innen werden bei der Suche und Auswahl der für ihr Projekt geeigneten Forschungsmittel unterstützt. Zudem erhalten sie Hilfe bei der Suche nach unkonventionellen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zur Vermittlung der erworbenen Erkenntnisse.

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