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New Music since 1968: Politics and Aesthetics
Seminar Martin Iddon

Voranmeldung per E-Mail erwünscht!

Max. Teilnehmerzahl: 12
Dauer: Jeweils 2 Stunden in beiden Wochen, Montag – Freitag 10:00 – 12:00 Uhr

Es ist offensichtlich, dass sich die Welt der Neuen Musik radikal verändert hat: Junge Komponist*innen und Interpret*innen beschäftigen sich heute mit Fragen zu Gender, Race und Ability; sie hinterfragen den zentralen Status von Handwerk oder Wert, sehen keinen Grund, das „Populäre“ – sei es musikalisch oder technologisch – zu meiden; es leitet sie eine reflexive Praxis, die das Musikmachen im Produktionsprozess hinterfragt, einschließlich der Auswirkungen verwendeter Technologien; sie fragen, wie sich ihr Tun mit einem größeren sozialen Zusammenhang verbinden kann. Es geht ihnen eher weniger um Vorstellungen von „Hoher Kunst“ oder Autonomie, oder gar darum, überhaupt als „Komponist*innen“ oder „Interpret*innen“ bezeichnet zu werden. Viel weniger klar ist aber, wie diese Situation entstanden ist. Wie konnte sich die Neue Musik von einer Welt, in der man glaubte, dass Komponist*innen wirklich die Musik der Zukunft schrieben, in der Ideen der Autonomie und Reinheit wertvoll erschienen, zu einer gegenwärtigen Musik entwickeln, in der solche Ideen bestenfalls problematisch und abstrus erscheinen. Der Workshop beschäftigt sich mit Neuer Musik der letzten fünfzig Jahre und fragt nach ihrem Einfluss für die heutige Situation.

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