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Voice Electrification
Workshop Julia Mihály

Workshop über Komposition für Stimme und Live-Elektronik
Dozentin: Julia Mihály
Workshop mit Auswahlverfahren
Für Komponist*innen, Sänger*innen, Vokal-Performer*innen
(Teilnehmer*innen der Darmstädter Ferienkurse 2018)

Maximale Teilnehmer*innenzahl: 8-10
Einsendeschluss für Bewerbungen: 15. Januar 2018

Arbeitsphasen:
Phase 1: 16. – 20. März 2018 (SELMA Frankfurt/Main)
Phase 2: 14. – 28. Juli 2018 (Darmstädter Ferienkurse)

Vorkenntnisse:
Komponist*innen: Vorkenntnisse in einer gängigen Audio-Programmierumgebung (Max / Max for Live, Pd, SuperCollider, Csound, Reaktor, o.ä.).

Sänger*innen: Eine klassische Gesangsausbildung ist willkommen, aber nicht zwingend erforderlich. Erfahrungen im Umgang mit Elektronik müssen nicht vorhanden sein.
Bitte beachtet, dass Donatienne Michel-Dansac bei den Darmstädter Ferienkursen 2018 einen weiteren Kurs für Stimme anbietet. Es wird möglich sein, in beiden Kursen zu arbeiten.

Erforderliches Equipment von Teilnehmer*innen:
Es wird vorausgesetzt, dass alle, die als Komponist*innen teilnehmen, ihren eigenen Laptop und ein Audio-Interface mitbringen. Controller, wie z. B. MIDI-Controller, Bewegungssensoren, USB-Cam, Gaming Devices, Wearable Controller, usw. sollten – wenn vorhanden – ebenfalls mitgebracht werden.

Themen:

  • Kammermusikalische Interaktion zwischen Performer*in und Computer
  • Erweiterung des stimmlichen Klangspektrums durch live-elektronische Mittel und Ausloten stimmlicher Ausdrucksmöglichkeiten über physiologische Grenzen hinaus
  • der Körper der Performerin / des Performers als Interface
  • performativer Einsatz von elektronischen Devices

Der Workshop richtet sich gleichermaßen an Komponist*innen sowie an klassische Sänger*innen und Vokal-Performer*innen. In einem gemeinsamen Experimentier-Prozess sollen Kompositionen für die Besetzung Stimme und Live-Elektronik entwickelt werden. Dabei steht der Aspekt der kammermusikalischen Interaktion zwischen Sänger*in und Computer im Fokus des Workshops. Stücke für Live-Elektronik sind ausdrücklich erwünscht. Es ist geplant, die im Workshop entstandenen Kompositionen im Rahmen eines Werkstattkonzerts vorzustellen.

Komponist*innen und Sänger*innen sollen gemeinsam Perspektiven und Herausforderungen der Kombination Stimme und Live-Elektronik kennenlernen und Möglichkeiten innerhalb ihrer eigenen künstlerischen Ausdrucksformen ausloten. Dabei geht es u. a. um Fragen wie:

  • Wie kann man als Sänger*in auf elektronische Klangverfremdungen der eigenen Stimme vielfältig reagieren und damit interagieren?
  • Welche Gesangstechniken eignen sich besonders gut für welche elektronischen Modulationsverfahren?
  • Was sollten Komponist*innen über stimmtechnische Klangerzeugung wissen und welche Informationen benötigen Sänger*innen, um bewusst und kreativ mit elektronischen Klangmodulationen umgehen zu können?
  • Wie kann die Steuerung von Elektronik während des Singens performativ gestaltet werden?
  • Wie viel Kontrolle von Elektronik können Sänger*innen auf der Bühne übernehmen, ohne zu stark abgelenkt zu sein?
  • Wie müssen Stücke und dazugehörige Patches konzipiert sein, so dass sie im Konzertalltag von Sänger*innen selbst, auch ohne Anwesenheit des Komponisten / der Komponistin, aufgeführt werden können?
  • Wieviel technisches Equipment ist im Konzertalltag praktikabel? Wie komplex darf der technische Aufwand mit Blick auf verlässliche Aufführbarkeit sein?
  • Wie können Stücke für Stimme und Live-Elektronik sinnvoll und praktikabel notiert werden?

Das Projekt Voice Electrification ist eine Kooperation des IMD mit dem Studio für elektronische Musik und Akustik (SELMA) der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main.

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