Gunnhildur Einarsdóttir
Dozentin Harfe

Gunnhildur Einarsdóttir begann ihre Harfenausbildung im Alter von 13 Jahren auf Island. Anschließend studierte sie bei Brigitte Sylvestre am Conservatoire de Paris sowie bei Sioned Williams, Soloharfenistin des BBC Symphony Orchestra, in London. Sie vervollständigte ihre Ausbildung bei der renommierten Harfenistin und Pädagogin Erika Waardenburg am Conservatorium van Amsterdam, wo sie ein Bachelorstudium mit Auszeichnung sowie einen Masterstudiengang abschloss. Während ihres Studiums in den Niederlanden spezialisierte sich Einarsdóttir einerseits auf die Aufführungspraxis zeitgenössischer Musik, verfolgte parallel aber auch ein Studium der alten Musik am Koninklijk Conservatorium Den Haag und lernte dort die italienische Tripelharfe bei Christina Pluhar. 2013 wurde sie als erste Harfenistin an der Sibelius-Akademie in Helsinki promoviert. Ihre Dissertation ist eine neue Enzyklopädie zeitgenössischer Harfentechniken und -notation.

2004 gründete sie gemeinsam mit dem Schlagzeuger Matthias Engler das in Berlin ansässige Ensemble Adapter. Neben ihrer Tätigkeit mit Adapter ist Einarsdóttir regelmäßiger Gast bei verschiedenen europäischen Ensembles für Neue Musik: u.a. Ensemble Modern, ensemble mosaik. Darüber hinaus ist sie seit 2010 Mitglied von Brandt Brauer Frick, einer akustischen Techno-Band, mit der sie die größten Festivals auf dem europäischen Festland, in Großbritannien und in den USA bespielt hat.

Gunnhildur Einarsdóttir hat bereits zahlreiche Solo- und Kammermusikwerke für Harfe uraufgeführt. Als Dozentin und Referentin wurde sie zu verschiedenen Universitäten eingeladen, darunter Stanford University, Northwestern University, Hochschule für Musik Karlsruhe, Universität der Künste Berlin und Icelandic Academy of the Arts. Seit 2014 lehrt Einarsdóttir Harfe bei den Darmstädter Ferienkursen.

Which sound is special for you?

I am very interested in resonance, and manipulation of resonance. The harp is of course the perfect instrument for exploring this field, and I have the feeling there is still a lot to be discovered

What would be important for you when curating a concert/festival?

To engage with my surroundings and to be curious of things I don’t know yet.

Where are the limits of notation?

Luckily, the human factor can’t fully be notated.

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© ️Rut Sigurdardottir