eventgrafik-2018



Aperghis, Georges (Komposition)

Geboren 1945 in Athen/Griechenland als Sohn eines Bildhauers und einer Malerin. Zugang zur Musik bekam er über das Radio und durch private Klavierstunden. 1963 ließ er sich zunächst als freischaffender Künstler in Paris nieder, wo er seitdem lebt. Im selben Jahr begann er als Autodidakt seine ersten, damals noch durch serielle Techniken sowie durch Iannis Xenakis geprägten Kompositionen. Die Malerei gab er bald darauf auf. Nachdem Aperghis die Welt des Theaters und die Arbeiten von John Cage und Mauricio Kagel entdeckt hatte, erneuerte er ab Mitte der 1960er-Jahre seine musikalischen Ausdrucksformen. Visuelle Aspekte und theatralische Elemente spielen in allen seinen Werken eine große Rolle.


Durch die Einbeziehung von Musikern, Sängern, Schauspielern, Gesten, Bewegungen, szenischen und skulpturalen Elementen sowie zuletzt verstärkt auch Film als gleichberechtigte Parameter entwickelte er einen völlig neuen Ansatz des modernen Musiktheaters. Ausgangspunkt seiner Werke sind poetische und alltägliche ebenso wie gesellschaftliche, absurde oder satirische Situationen. Aperghis arbeitet eng mit einer Gruppe von Interpreten zusammen, die integraler Teil des kreativen Prozesses sind. Sie sind Comedians (Edith Scob, Michael Lonsdale), Instrumentalisten (Jean-Pierre Drouet, Richard Dubelski, Geneviève Strosser, Nicolas Hodges, Uli Fussenegger) oder Sänger*innen (Martine Viard, Donatienne Michel-Dansac, Lionel Peintre). Von den 1990er Jahren an gestaltete er neue künstlerische Kollaborationen mit Tanz/Performance (Johanne Saunier, Anne Teresa De Keersmaeker) und bildender Kunst (Daniel Lévy, Kurt D'Haeseleer, Hans Op de Beeck). Die wichtigsten europäischen Ensembles für zeitgenössische Musik haben ihre Zusammenarbeit mit Aperghis nicht zuletzt durch Aufträge gefestigt, die jetzt Teil ihres Repertoires (Ictus, Klangforum Wien, Remix, intercontemporain, Stuttgarter Vocalsolisten) geworden sind. Georges Aperghis erhielt den Mauricio-Kagel-Preis im Jahr 2011 und den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk bei der Biennale Musica Venedig 2015.
Aperghis' Partituren erscheinen im Selbstverlage (aperghis.com) sowie bei Durand Salabert Eschig (Universal Music Publishing Classical).
Bei den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt ist Georges Aperghis nach 2006, 2010, 2012 und 2014 (als Visiting Composer) nun zum fünften Mal in Darmstadt zu Gast.

Geboren 1945 in Athen/Griechenland als Sohn eines Bildhauers und einer Malerin. Zugang zur Musik bekam er über das Radio und durch private Klavierstunden. 1963 ließ er sich zunächst als freischaffender Künstler in Paris nieder, wo er seitdem lebt. Im selben Jahr begann er als Autodidakt seine ersten, damals noch durch serielle Techniken sowie durch Iannis Xenakis geprägten Kompositionen. Die Malerei gab er bald darauf auf. Nachdem Aperghis die Welt des Theaters und die Arbeiten von John Cage und Mauricio Kagel entdeckt hatte, erneuerte er ab Mitte der 1960er-Jahre seine musikalischen Ausdrucksformen. Visuelle Aspekte und theatralische Elemente spielen in allen seinen Werken eine große Rolle.

Website Georges Aperghis