Cage 100

(Klang)Kunst, Installationen, Live-Musik und akustische Informationen vor und während der 46. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik 2012 im Hauptbahnhof Darmstadt

 

Der Darmstädter Hauptbahnhof wurde im gesamten Juli 2012 anlässlich seines 100jährigen Bestehens mit künstlerisch-akustischen Aktionen und Arbeiten rund um John Cage, der am 5. September 2012 ebenfalls 100 Jahre alt geworden wäre, zum „John-Cage-Bahnhof“ erklärt.

 

Der Bahnhof – als öffentlicher, lebendiger Kulturraum aktiviert – sollte in einen anderen Kontext übergehen und seine Aufgabe als Stadteingang neu definieren. Er ist Schnittstelle zum Bewohner, in die Region und in das Land. Er ist Knotenpunkt verschiedener Routen, Kommunikationspunkt verschiedener Sprachen und Aufenthaltsort divergenter Personengruppen.

 

John Cage mit seinem offenen und multiperspektivischen Musikdenken stand bei diesem Projekt Pate, auch wenn sich nicht jede Arbeit auf sein Denken bezog, so war dieses doch zentrale ästhetische Drehscheibe. Ein übergeordnetes Informations- und Leitsystem, ein Lesehaus (StageCage) als signifikantes Zeichen, Kunst-Installationen und Videoarbeiten interventionistischen Charakters boten Möglichkeiten einer neuen Erkundung des „Transitraums“ Cage-Bahnhof – die Dynamik des Bahnhofs als eigene Zeitzone einer polyzentrischen Region, die Ästhetik der Industriearchitektur, aber auch die Bewegungsströme der Reisenden, die den Bahnhof als Ort der Flüchtigkeit und der Anonymität kennzeichnen, wurden hier thematisiert. Information und Zeit, Mensch und Ort, (abwesende) Stille und (undefinierbare) Geräusch(skalen), Konsum und Raum stoßen hier aufeinander und ergeben die inhomogene Mischung aus Wartenden, Ankommenden, Abreisenden, Einkaufenden und Suchenden. Von internationalen KünstlerInnen szenografisch aufgeladen wurde der Bahnhof zu einem Ort, wo Reisende zum Handeln, Sehen und Hören gleichermaßen eingeladen und damit in die Region oder in die Stadt entlassen wurden.

 

Die 46. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (14. bis 28. Juli 2012) widmeten John Cage mehrere Veranstaltungen und Projekte – schließlich hatte Cage mit seinem Besuch in Darmstadt im Jahre 1958 die Ferienkurse maßgeblich beeinflußt und zu einer grundlegenden ästhetischen Öffnung der Kunstmusik beigetragen. Diese für die Musik unserer Zeit so wichtige Position heute aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erneut zu befragen, erschien gerade vor dem Hintergrund eines vielfach ausgeprägten intermedialen Arbeitens vieler Künstler auch besonders im öffentlichen Raum relevant.

 

In Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Architektursommer, der h_da (Darmstadt), Fachbereich Innenarchitektur und der Centralstation Darmstadt.


(Klang)Kunst, Installationen, Live-Musik und akustische Informationen vor und während der 46. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik 2012 im Hauptbahnhof Darmstadt

 

Der Darmstädter Hauptbahnhof wurde im gesamten Juli 2012 anlässlich seines 100jährigen Bestehens mit künstlerisch-akustischen Aktionen und Arbeiten rund um John Cage, der am 5. September 2012 ebenfalls 100 Jahre alt geworden wäre, zum „John-Cage-Bahnhof“ erklärt.

 

Der Bahnhof – als öffentlicher, lebendiger Kulturraum aktiviert – sollte in einen anderen Kontext übergehen und seine Aufgabe als Stadteingang neu definieren. Er ist Schnittstelle zum Bewohner, in die Region und in das Land. Er ist Knotenpunkt verschiedener Routen, Kommunikationspunkt verschiedener Sprachen und Aufenthaltsort divergenter Personengruppen.

 

John Cage mit seinem offenen und multiperspektivischen Musikdenken stand bei diesem Projekt Pate, auch wenn sich nicht jede Arbeit auf sein Denken bezog, so war dieses doch zentrale ästhetische Drehscheibe. Ein übergeordnetes Informations- und Leitsystem, ein Lesehaus (StageCage) als signifikantes Zeichen, Kunst-Installationen und Videoarbeiten interventionistischen Charakters boten Möglichkeiten einer neuen Erkundung des „Transitraums“ Cage-Bahnhof – die Dynamik des Bahnhofs als eigene Zeitzone einer polyzentrischen Region, die Ästhetik der Industriearchitektur, aber auch die Bewegungsströme der Reisenden, die den Bahnhof als Ort der Flüchtigkeit und der Anonymität kennzeichnen, wurden hier thematisiert. Information und Zeit, Mensch und Ort, (abwesende) Stille und (undefinierbare) Geräusch(skalen), Konsum und Raum stoßen hier aufeinander und ergeben die inhomogene Mischung aus Wartenden, Ankommenden, Abreisenden, Einkaufenden und Suchenden. Von internationalen KünstlerInnen szenografisch aufgeladen wurde der Bahnhof zu einem Ort, wo Reisende zum Handeln, Sehen und Hören gleichermaßen eingeladen und damit in die Region oder in die Stadt entlassen wurden.

 

Die 46. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (14. bis 28. Juli 2012) widmeten John Cage mehrere Veranstaltungen und Projekte – schließlich hatte Cage mit seinem Besuch in Darmstadt im Jahre 1958 die Ferienkurse maßgeblich beeinflußt und zu einer grundlegenden ästhetischen Öffnung der Kunstmusik beigetragen. Diese für die Musik unserer Zeit so wichtige Position heute aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erneut zu befragen, erschien gerade vor dem Hintergrund eines vielfach ausgeprägten intermedialen Arbeitens vieler Künstler auch besonders im öffentlichen Raum relevant.

 

In Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Architektursommer, der h_da (Darmstadt), Fachbereich Innenarchitektur und der Centralstation Darmstadt.