05.06.2014

Teil 70: Die DDR zu Gast in Darmstadt

Eine Sendung von Michael Iber


Mit der Gründung der Darmstädter Ferienkurse 1946 wollte Wolfgang Steinecke an die in Nazi-Deutschland entstandenen Lücken schließen und eine neue Neue-Musik-Szene aktivieren. Nur zu gerne nutzten junge Komponisten und Interpreten diese Gelegenheit. Für die Bewohner der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der späteren Deutschen Demokratischen Republik gestaltete sich eine Teilnahme allerdings zunehmend schwieriger. Ab 1960 erteilte die DDR überhaupt keine Reisegenehmigungen mehr. In den 70er Jahren lockerte sich allmählich das angespannte Verhältnis der DDR-Oberen zur Musik der westlichen Avantgarde. Vereinzelt durften nun Komponisten wie Hans-Karsten Raeke oder Tilo Medek Aufführungen ihrer Werke in Darmstadt besuchen. Doch heimlich und teils sehr genau studierten einige Musiker hinterm staatlich errichteten Eisernen Vorhang die Darmstädter Diskurse.

05.06.2014

Teil 70: Die DDR zu Gast in Darmstadt

Eine Sendung von Michael Iber