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Mittwoch, 10. August 2016 | 10:30 | Lichtenbergschule (Mensa)

Lecture: Marco Ciciliani

Marco Ciciliani: WIDE is the new DEEP

In diesem Vortrag werde ich versuchen, die sich wandelnden Forderungen an Komponisten zu reflektieren, welche die medial gesättigten Verhältnisse in ihre Arbeit einbeziehen, in denen die meisten von uns heute leben. Viele von ihnen betrachten es als unvermeidlich, mit einer Ausweitung der traditionellen künstlerischen Vokabulare – oft durch die Verwendung von Technologie – auf diese Situation zu reagieren. Für manche genügt inzwischen der »Klang« an sich nicht mehr, um musikalische Ideen auszudrücken, weshalb sie ihre Praktiken zu anderen Bereichen hin, z. B. in Richtung Theater oder Multimedia erweitern.Bereits 1990 schrieb der Medientheoretiker Norbert Bolz, die »abgelenkte Wahrnehmung« sei» das neue ästhetische Paradigma«. Was ist die heutige Situation hinsichtlich Aufmerksamkeitsspanne und Wahrnehmungsfokus beim Hören von Musik? Was für ein Verhältnis hat sie zur Vorstellung des »kultivierten Hörens«, die den Komponisten noch vor wenigen Jahrzehnten als Grundlage diente? Meine These ist, dass ein Wechsel der Werte stattgefunden hat, bei dem frühere kompositorische Kriterien durch neue abgelöst werden und Interdisziplinarität oft auch in monomodale Kompositionen einfließt. 



EINTRITT FREI
Lichtenbergschule



Biographien
Ciciliani, Marko