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FLETCH
Arditti Quartet spielt Werke von Tansy Davies, Milica Djordjević, Karola Obermüller, Hilda Paredes und Rebecca Saunders
KONZERT UND LIVESTREAM

So 01. August 2021, 19:30
Lichtenbergschule (Große Sporthalle)

Tickets Auf Karte finden

Karola Obermüller: xs – 9′
I. (2005)
II. (2012)
III. (2019)
Europäische Erstaufführung der vollständigen Fassung

Milica Djordjević: The Death of the Star-Knower – petrified echoes of an epitaph in a kicked crystal of time I & II (2008/09) – 16′

Tansy Davies: Nightingales: Ultra-Deep Field (2020) – 17′

PAUSE (10 Minuten)

Hilda Paredes: Hacia una bitácora capilar (2013/14) – 9′

Rebecca Saunders: Fletch (2012) – 15′

 

Arditti Quartet:
Irvine Arditti (Violine)
Ashot Sarkissjan (Violine)
Ralf Ehlers (Viola)
Lucas Fels (Violoncello)

Ohne Frage: Das Arditti Quartett ist eine Institution. Seit der Gründung des Quartetts durch Irvine Arditti 1974 in London hat das Ensemble mehrere hundert ihm gewidmete Streichquartette zur Uraufführung gebracht. In über 200 CD-Produktionen ist das profunde, virtuose und herausragende Können der vier Musiker mannigfach dokumentiert. Außerdem hat das Arditti Quartett in den letzten vier Jahrzehnten Generationen von jungen Komponist*innen geprägt – auch bei den Darmstädter Ferienkursen. Seit den 1980er Jahren ist das Ensemble mit nur wenigen Unterbrechungen ein fester Bestandteil des Festival-Programms. Diesmal präsentieren “die Ardittis” Streichquartette von vier Komponistinnen aus ihrem Repertoire: Die gebürtige Darmstädterin Karola Obermüller begann ihre musikalische Ausbildung an der hiesigen Akademie für Tonkunst und ist heute Kompositionsprofessorin an der University of New Mexico. 2006 nahm sie an den Darmstädter Ferienkursen teil – im selben Jahr, in dem das Arditti Quartett ihr Stück xs uraufführte, das sie seitdem mehrfach bearbeitet hat. Aus Bristol stammt Tansy Davies. Die Arbeit an ihrer Komposition Nightingales: Ultra deep field fiel genau in die merkwürdige und alle Sinne schärfende Lockdown-Stimmung des Frühjahrs 2020.
Die Werke der in London lebenden Mexikanerin Hilda Paredes, der in Berlin beheimateten serbischen Komponistin Milica Djordjević und der ebenfalls Wahl-Berlinerin Rebecca Saunders begleiten das Arditti Quartett schon lange. Zu dem titelgebenden Stück Fletch schreibt die Britin Saunders: „‚Fletch‘ ist im Englischen die Feder am Ende eines Pfeils. Die Befiederung sorgt dafür, dass er gut fliegt. Ich mag das Bild, aber ich mag auch den Klang des Wortes. Er ist mit dem Grundsound dieses Stückes verwandt. Etwas wird in die Luft geschossen und zum Fliegen gebracht. […] Oberfläche, Gewicht und Gespür sind Teil der musikalischen Performance: das Gewicht des Bogens auf der Saite; der Druck der Finger der linken Hand auf die Saite… Wesentlich ist, das Gewicht eines Klangs, die Materialität eines Klangs, die Geräusche und Resistenz eines Instruments zu spüren; dem Wesen eines Klangfragments auf die Spur zu kommen; die körperliche Geste zu erforschen, aus der eine Klangspur wird.“

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