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Radio-Aktivität
Neue Musik im Rundfunk: Denken – Machen – Diskutieren

Einwöchiges Seminar in deutscher Sprache mit Bewerbung vorab
Sonntag, 19. Juli bis Samstag, 25. Juli 2020

Dozent*innen: Leonie Reineke (Südwestrundfunk) & Stefan Fricke (Hessischer Rundfunk)

Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15
Bewerbungsschluss: 🌦 30. April 2020
Kosten: 222,45€ Teilnahmegebühr (inkl. 7,45€ System- und Buchungsgebühr) sowie individuelle Verpflegung und Unterkunft
An allen Seminartagen könnnen die Teilnehmer*innen die Veranstaltungen der Darmstädter Ferienkurse besuchen. Das Festivalprogramm erscheint im April.

Beschreibung

Das Seminar richtet sich an angehende, schon fortgeschrittene Radiomusikjournalist*innen, die ihre Arbeitstechniken und den Rundfunk weiterentwickeln wollen. Gemeinsam mit den Teil­nehmer*innen stellen Leonie Reineke (Südwestrundfunk) und Stefan Fricke (Hessischer Rundfunk) die Fragen: Was bringt das Radio der neuen Musik? Was bringt die neue Musik dem Radio? Und wie bringen wir beides auf eine Weise zusammen, die eine eigenständige, ansprechende und zukunftswei­sende Hör-Kunstform entstehen lässt?

In sieben Tagen bearbeiten wir verschiedene Aspekte, Probleme und (viel­leicht versteckte) Potenziale von neuer Musik im Rundfunk – in Hör-Sessions, in denen wir bestehende Formate unter die Lupe nehmen, in Gruppendiskussionen, die uns die Gelegenheit zum Austausch von Kenntnissen und gemeinsam entwickelten Ideen geben, und in verschiedenen praktischen Übungen. Ebenso gibt es die Gele­genheit zu Gesprächen mit Gästen aus dem Rundfunkbereich und anderen Feldern.

Angesichts der Veränderungen in unserer Medien- und Kulturlandschaft scheint die Frage, wie das Radio der Zukunft klingen könnte – sowohl für die Hörer*innen als auch für die Macher*innen – dringlicher denn je zu sein: Wel­chen Gestaltungsspielraum bietet uns der öffentlich-rechtliche Rundfunk (und welchen nicht)? Welche Sendeformate, die bisher in der neuen Musik wenig Beachtung fanden, können wir erproben, nutzen, ausbauen? Was können wir von anderen Medienmacher*innen lernen? Was können wir tun, um mit aktu­eller Musik im Radio aktuell zu bleiben?

Bewerbung

Bewerben können sich alle deutschsprachigen Interessierten, die bereits Erfahrung im Realisieren von Radiosendungen bzw. im musikjournalisti­schen Bereich gesammelt haben, die ihre Kenntnisse und ihr Netzwerk aus­bauen möchten und die neugierig darauf sind, die Zukunft der Gegenwarts­musik im Radio mitzugestalten.

Anstelle von ausführlichen elektronischen Bewerbungsunterlagen sollten ein kurzer Lebenslauf und ein maximal dreiminütiges, selbst produziertes Audio-Statement zum Thema „Neue Musik und Radio“ eingereicht werden. Inhalt, Format und Art der Gestaltung sind jedem/r Bewerber/in selbst überlassen.

Wir bitten darum, den Lebenslauf als PDF-Datei zu speichern (NACHNAME_Vorname_Radio_Aktivitaet.pdf) und in das PDF einen Link zu der Audiodatei einzufügen, der bis mindestens zum 5. Mai gültig sein muss. Die Bewerbung erfolgt dann per E-Mail bis 30. April 2020 an:

radio-aktivitaet@darmstaedter-ferienkurse.de

Fragen beantworten wir gern unter: imd@darmstadt.de.

Die Bewerber*innen erhalten bis Mitte Mai 2020 Nachricht durch das IMD. Die Online-Buchung des Kurses wird danach für die ausgewählten Teilnehmer*innen freigeschaltet.

Wichtig: Wir bitten alle Bewerber*innen darum, sich vor dem Abschicken der Bewerbung über unsere Datenschutzhinweise zu informieren.

 

Leonie Reineke

Geboren 1989, studierte Musikwissenschaft und Gesang an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Sie ist Redakteurin für neue Musik beim Südwestrundfunk und arbeitet als freie Autorin und Moderatorin für die Kulturprogramme von ARD und Deutschlandradio. Daneben schreibt sie für Musikzeitschriften, moderiert Gesprächsrunden und hält Vorträge bei Tagungen und Festivals. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei sie vor allem Strömungen und Einzelfälle zeitgenössischer (Musik-)Kulturen und der jüngeren Künstlergeneration untersucht. 2015 arbeitete sie als Musikredakteurin bei Deutschlandfunk Kultur. Lehraufträge und Gastvorträge an den Musikhochschulen in Essen, Hamburg und Berlin. 2017 wurde sie mit dem Folkwang-Preis in der Sparte Musikwissenschaft ausgezeichnet. 2018 erhielt sie den Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik.

Stefan Fricke

Geboren 1966 in Unna, studierte nach dem Zivildienst Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken (M.A. 1994).1989 Mitbegründer des auf Literatur zur zeitgenössischen Musik spezialisierten Pfau-Verlages (www.pfau-verlag.de). Zahlreiche Publikationen zur Neuen Musik und zu Fluxus; (Mit-)Herausgeber der Schriften von u.a. Gottfried Michael Koenig, Hans G Helms, Konrad Boehmer, Wolfgang Hufschmidt, York Höller, Theo Brandmüller, Robert HP Platz, Günther Becker. Mehrfach war er u.a. Dozent bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt. 2007 leitete er das Studio für Akustische Kunst beim Westdeutschen Rundfunk (WDR 3) in Köln. Seit 2008 ist er Redakteur für Neue Musik/Klangkunst beim Hessischen Rundfunk (hr2-kultur) in Frankfurt am Main und lehrt seit 2017 als Honorarprofessor an der Hochschule für Musik Mainz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mitherausgeber der „MusikTexte“ (Köln).

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