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COLLABORATIVES
Gesprächsreihe und Diskussion über kollektive Kreativität

04.08., 10:00 Uhr
SCHWARMINTELLIGENZ. Potenzierung künstlerischer Komplexität
Mit Paul Norman und Natacha Diels
Aufgezeichnet. In englischer Sprache

05.08., 10:00 Uhr
KOLLABORATION ALS LEBENSENTWURF. Beeinflussung künstlerischer und alltäglicher Praktiken
Mit Katharina Pelosi (Swoosh Lieu) und Herbordt/Mohren
Aufgezeichnet. In deutscher Sprache mit englischen Untertiteln

06.08., 10:00 Uhr
NETZWERKE. Kollaborationen als kommunikativer Prozess
Mit Andrea Neumann und Jennifer Walshe
Aufgezeichnet. In englischer Sprache

06.08., 16:00 Uhr
OPEN DISCUSSION
Mit den Beteiligten der Gesprächsreihe
Auf Zoom. In englischer Sprache
Anmeldung und Fragen gern vorab an: collaboratives@darmstaedter-ferienkurse.de

Moderation: Michael Rebhahn und Hannes Seidl

COLLABORATIVES: SCHWARMINTELLIGENZ

COLLABORATIVES: KOLLABORATION ALS LEBENSENTWURF

COLLABORATIVES: NETZWERKE

COLLABORATIVES

Künstlerische Kollaboration, kollektive Kreativität. – Auf den ersten Blick widerspricht die Vorstellung des gemeinschaftlich generierten Kunstwerks all dem, was die tradierte Vorstellung des Künstlers transportiert: das schaffende Subjekt, das seine Ideen in eigenlogischen und damit letztlich inkommunikablen Prozessen ins Werk setzt. Wesentlich verändert hat sich dieses Modell bis heute nicht: Noch immer verlangt der Markt bevorzugt nach der genialen Einzelpersönlichkeit oder zumindest nach kreativen Masterminds, die an der Spitze hierarchisch organisierter Produktionsprozesse stehen.

Ein Gegenentwurf besteht im Kollektiven. Immer wieder sind im Kunstkontext Kollektive gebildet worden; bevorzugt unter der Devise der Avantgarde und mit dem Ziel, über eine kunstkritische Kunst Antithesen zum Bestehenden zu etablieren (vgl. Dada, Fluxus, Andy Warhols Factory etc.). Die konkreten Kunstwerke blieben jedoch ganz im Sinne der traditionellen Autorschaft als Individualleistungen markiert. Im Gegensatz dazu ist beim Entwurf einer Kollektivkreativität, wie sie in der der Gesprächsreihe COLLABORATIVES zur Diskussion gestellt wird, der gesamte Prozess von Produktion und Rezeption substanziell vom Moment der Gemeinschaftlichkeit bestimmt. Das Kunstwerk als individuelle Einzelleistung tritt hinter ein “Ensemble” zurück.

In der Reihe COLLABORATIVES sprechen acht Komponist*innen / Performer*innen / Künstler*innen über Nutzen und Risiken solcher Arbeitsformen sowie über verschiedene Modelle von Dialog, Responsivität und Kritik. Wie lässt sich kollektive Kreativität beschreiben? Was leistet sie im Kunst- und Kulturbetrieb? Wie innovativ ist sie? Mit diesen Fragen widmet sich COLLABORATIVES einem Phänomen, das die Zukunft künstlerischen Arbeitens maßgeblich bestimmen wird.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

WHO AM I IN A GROUP?

Paul Norman:

Natacha Diels:

Katharina Pelosi (Swoosh Lieu):

Andrea Neumann:

Herbordt/Mohren:

We are a group of two. At least. But usually we are more. As an artists-duo we are practicing interdisciplinary approaches to theatre and are therefore continuously collaborating with performers, dramaturges, musicians, composers, visual artists, designers, authors and researchers. With most of them we are connected since more than 10 years. Through ties of shared interests and friendship. For each project the collaborating team finds itself in new constellations. Due to individual time schedules, (un-) available budgets or shifting working focuses. It’s a lively organism, recently named The Institution. Our main goals are: extend the limits of an artform called theatre, question regulations, hierarchies and exclusions of existing infrastructures, find ways to interweave experimental art production with the needs and desires of an every-day-life.

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