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TOUCHING SOUNDS
Elektroakustische Hörsituationen im öffentlichen Raum

Ein Projekt der DEGEM im Rahmen der Darmstädter Ferienkurse
Kuratiert von Kirsten Reese und Marc Behrens

Vom 31. Juli bis 11. August 2021 konnten Hörer*innen an 14 Orten im Darmstädter Stadtraum über einen QR-Code ein komponiertes Soundfile für eine ortsspezifische Hörsituation streamen. Zwar sind die gelben Schilder mit den QR-Codes nun nicht mehr vorhanden, Sie können die Arbeiten hier aber noch über die unten stehenden Links hören oder dazu sogar die entsprechenden Orte aufsuchen, wenn Sie in Darmstadt sind. Es erklingen 17 elektroakustische Kompositionen und Soundcapes von Mitgliedern der DEGEM (Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik e. V.), für die jeweils eine spezifische Hörsituationen in der Stadt ausgewählt wurde. Klänge und Kompositionen, die uns über das Hören berühren, uns „anfassen“, gehen mit anderen am Ort wahrnehmbaren Dingen, Atmosphären, Bewegungen und Geschichten eine Verbindung ein: ein Brunnen, eine Aussicht, ein Glascontainer, ein Tümpel, ein Baum, eine Fußgängerzone…

Ökologische Soundscapes, ferne Klanglandschaften oder abstrakte elektronische Klangkompositionen werden in eine urbane Realität versetzt – sie verbinden sich mit den visuellen, akustischen und atmosphärischen Eigenschaften der Orte. Wenn Frösche und Zikaden aus dem Amazonas, aber auch elektronisch generierte „Tierlaute“, am etwas verwahrlosten Herrngartenteich erklingen; wenn klirrende elektronische Klänge sich am Glascontainer kreisend bewegen und dabei auf Bewegungen von Autos, Fahrrädern und Fußgängern an einer Kreuzung treffen; wenn Klänge unterschiedlichster Wasserläufe am Brunnen auf der Mathildenhöhe installiert sind; wenn ein elektroakustisches Musikstück über die Erfahrung von Isolation in der Corona-Zeit in einer mit Graffitis bemalten Unterführung ertönt; wenn elektronische Akkorde sich mit dem Rauschen eines weithin am Himmel sichtbaren Flugzeugs mischen – dann entstehen über das Zusammenspiel von Klang und Ort bei den Hörer*innen eigene wahrnehmungsbezogene und inhaltsbezogene Verknüpfungen und Assoziationen.

Die Hörorte sind auf einer Route von West nach Ost angeordnet (vom Herrngarten bis zum Park Rosenhöhe).
Kopfhörer sind empfohlen!

Glascontainer Schlossgartenstraße (am Eingang zum Herrngarten, gegenüber St. Elisabeth)
49°52’47.79″N 8°39’9.99″E
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1 – Tobias Hagedorn: Makrokreise (12:54)

Herrngarten Pavillon
→ 49°52’36.60″N 8°39’9.95″E
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5 – Verena Hentschel: Green and non-existent (5:10)

Darmbach am Darmstadtium
→ 49°52’25.42″N 8°39’23.63″E
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6 – Johannes S. Sistermanns: de naturiert (1:46)

Fußgängerzone Ernst-Ludwig-Straße
→ 49°52’19.47″N 8°39’13.95″E
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7 – Monika Golla: Aua auf Pico (3:44)

Unterführung Schulstraße
→ 49°52’14.04″N 8°39’23.77″E
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8 – Jonas Otte: Ennui (4:34)

Kaplaneigasse, Stadtbibliothek
→ 49°52’18.87″N 8°39’30.45″E
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9 – Antje Vowinckel: Galapagos Kreuzblende (35:30)

Großer Woog, Zaun Heinrich-Fuhr-Straße/Ostparkweg
→ 49°52’17.68″N 8°40’8.74″E
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10 – Marcus Beuter: zugleich – Acuisha in Darmstadt (18:04)

Mathildenhöhe, Schwanentempel
→ 49°52’34.53″N 8°40’2.26″E
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11 – Monika Golla: Sendung im All (25:38)

Mathildenhöhe, Brunnen am Platanenhain
→ 49°52’36.78″N 8°40’1.23″E
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12 – Dorothee Schabert: Aquae Aquarum (9:11)

Mathildenhöhe, Aussicht am Platanenhain
→ 49°52’35.58″N 8°39’55.08″E
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13 – Christian Fischer: Depicted Scopes (9:06)

Seitersweg, Brücke zur Rosenhöhe am Bernhard-Sälzer-Platz
→ 49°52’35.52″N 8°40’21.07″E
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14 – Christoph Ogiermann: LD 15 Bio Adapter Kommt drauf an was man draus macht (5:10)
15 – Dorothee Schabert: BostonBahn (4:04)

Park Rosenhöhe, Sämlings-Blutbuche
→ 49°52’38.34″N 8°40’37.48″E
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16 – Sabine Schäfer: Audio Biosphere Yellow (9:53)

Park Rosenhöhe, Ludwig-Engel-Weg, zwischen Rosarium und Kräutergarten
→ 49°52’35.69″N 8°40’46.02″E
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17 – Andreas H.H. Suberg: HONIGKLANG II (11:50)

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