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Felipe Lara
Komponist

Geboren 1979 in São Paulo/Brasilien. Von der New York Times als „begnadeter brasilianisch-amerikanischer Modernist“ gepriesen, dessen Werke „brillant realisiert“, „technisch formidabel, wild variiert“ und von „sinnlicher, elementarer Lyrik“ sind, beschäftigt sich Felipe Lara in seinem Werk – das Orchester-, Kammer-, Vokal-, Film-, elektroakustische und populäre Musik umfasst – mit der Herstellung neuer musikalischer Kontexte durch (Neu-)Interpretation und Übersetzung akustischer und außermusikalischer Eigenschaften vertrauter Quellenklänge in projektspezifische Kräfte. Er strebt oft danach, selbstähnliche Beziehungen zwischen der Makro- und Mikroartikulation der musikalischen Erfahrung zu schaffen und betont die Interdependenz von akustischer Musikkomposition und Technologie, einschließlich der Anwendung elektroakustischer Paradigmen als Katalysatoren für ganze Strukturen wie lokale Texturen.

Seine Musik wurde kürzlich von führenden Solist*innen, Ensembles und Institutionen in Auftrag gegeben, darunter das Arditti Quartet (mit dem SWR Experimentalstudio Freiburg), das Brentano Quartett (mit Hsin-Yung Huang), Claire Chase, Conrad Tao, die Donaueschinger Musiktage, Duo Diorama, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Modern, Helsinki Philharmonic Orchestra, International Contemporary Ensemble, Los Angeles Philharmonic, Ogni Suono, Rebekah Heller und dem São Paulo Symphony Orchestra (Osesp), sowie von der Amazonas Philharmonie, dem Asasello Quartett, dem ensemble recherche, David Fulmer, dem Ex Novo Ensemble, Ilan Volkov, dem JACK Quartet, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dem Mivos Quartett, der Niederländischen Radio Kammerphilharmonie Hilversum, dem Nouvel Ensemble Moderne, Peter Eötvös, Steven Schick und dem Tanglewood Music Center Orchestra.

2015 erhielt er ein Radcliffe Institute for Advanced Study Fellowship der Harvard University und wurde mit einem Einladungsstipendium der Civitella Ranieri Foundation (2014), dem Kompositionspreis von Funarte (brasilianisches Kulturministerium, 2014) und dem Master Artist Award der National Association of Latino Arts and Culture (2013) ausgezeichnet, sowie dem Kanter/Mivos String Quartet Prize (2011), dem Staubach-Preis des IMD (Darmstadt, 2008), dem Dal Niente International Call-for-Scores, dem Ersten Preis für Orchesterkomposition der Biennale für zeitgenössische brasilianische Musik (2005) sowie Aufträge der Fromm Music Foundation der Harvard University (2011) und der Koussevitzky Music Foundation der Library of Congress (2016). Er war außerdem Finalist für die Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative 2014 (Genf).

Er hat einen Doktortitel in Musikkomposition von der New York University (Graduate Scholl of Arts and Science), wo er ein Henry M. MacCracken Fellow war, einen Master von der Tufts University und einen Bachelorabschluss vom Berklee College of Music. Seine wichtigsten Lehrer*innen waren Louis Karchin, Tristan Murail, Mario Davidovsky, John McDonald, Vuk Kulenovic und Alla Elana Cohen.

Er hat bereits an der Fakultät für Kunst und Wissenschaft der New York University unterrichtet, war Gastdozent an der Bundesuniversität von Bahia (Salvador/Brasilien) und Gastdozent für Musik am Harvard Department of Music (2016–19), wo er mit dem Harvard Excellence in Teaching Award (2017) ausgezeichnet wurde. Derzeit ist Lara Assistant Professor am Peabody Institute der Johns Hopkins University.

Website Felipe Lara

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© ️Hugo Glendinning