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Louise Bourgeois
Künstlerin

Die amerikanisch-französische Bildhauerin Louise Bourgeois (1911–2010) gilt als eine der erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Zeit. Sie wurde in Paris geboren, studierte Mathematik an der Sorbonne und wechselte dann an die École du Louvre und der École des Beaux-Art, wo sie Kunst studierte. 1938, nach der Heirat mit dem amerikanischen Kunsthistoriker Robert Goldwater, zog sie nach New York City, um Malerei an der Art Students League zu studieren. Auch wenn sie vom europäischen abstrakten Expressionismus beeinflusst wurde, hat Bourgeois keine abstrakte Kunst erschaffen. Sie verwendete stattdessen symbolische Gegenstände, um sich mit psychologischen Themen auseinanderzusetzen.

Ende der 1940er Jahre schuf Bourgeois Holzskulpturen und begann in den 1950er Jahren Werke mit nicht-traditionellen Materialien, wie Latex und Gips, anzufertigen. Ihre Werke bekamen in den 1960er und 1970er Jahren  einen immer stärkeren sexuellen Bezug; durch die Postmoderne und den Feminismus zog sie große Aufmerksamkeit auf sich. International wurde sie durch ihre Teilnahme an der documenta 9 in Kassel im Jahr 1992 und auf der Biennale in Venedig ein Jahr später bekannt. Zu ihrem 95. Geburtstag erhielt sie eine große Retrospektive in der Tate Modern in London. Ihre Arbeiten wurden auch im Centre Georges Pompidou in Paris, im Solomon R. Guggenheim Museum in New York City und im Museum of Contemporary Art in Los Angeles ausgestellt. 1999 wurde sie von der Japanese Art Association mit dem Praemium Imperiale für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Louise Bourgeois starb am 31. Mai 2010 im Alter von 98 Jahren.

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