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Myriam van Imschoot

Die Brüsseler Künstlerin Myriam Van Imschoot erarbeitet Performances, Filme und Installationen mit der Stimme als konstituierendem Element, an den Berührungspunkten von Bruitismus und Ökologie, Fieldrecording und alten volkstümlichen Bräuchen. Mit Oral Site betreibt sie einen Verlag für Künstler*innen-Publikationen, die Mündlichkeit als wichtigen Kommunikationskanal betrachten. In diesem Dunstfeld kuratiert sie eine Reihe über Lautpoesie: Volume SP. Ein wiederkehrendes Interesse in ihrer Kunst ist die Rolle von Anachronismus oder alten vokstümlichen Überbleibseln und fortbestehenden Bräuchen, die sich dem Narrativ des modernen Fortschritts widersetzen. Vokal-Performances wie What Nature Says (2015) und Chorus in CC. A vocal gesture (2017, entstanden für MaerzMusik) thematisieren die Imaginationen, die mit dem menschlichen Bestreben einhergehen, sich mittels Audio-Mimesis in Tiere und andere Kräfte zu verwandeln. Ihr aktuelles Projekt New Polyphonies ist eine Kollaboration mit dem Vokal-Ensemble HYOID in Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Fabrice Moinet.

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© ️Beata Szparagowska