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Pungwe
Kollektiv

Pungwe ist ein interdisziplinäres Projekt, das afrikanischen Klang mit verwandten zeitgenössischen Kunstdiskursen und -räumen verbindet. Diese kollaborative Praxis nimmt die Form einer partizipativen öffentlichen Plattform an, die alternative Musik- und Klangperformances veranstaltet. Die zentrale Idee stützt sich auf eine aktive Konvergenz durch Klang, die gemeinhin mit einem tiefen spirituellen Engagement verbunden ist. Eine äquivalente Versammlungsform war während des bewaffneten Kampfes des kolonialen Widerstandes in Simbabwe als Pungwe (Shona-Wort für Vigil/Mahnwache) bekannt. Sie wurde durch Mbira-Musikrituale vermittelt. Pungwe kann als eine Gemeinschaft von Menschen verstanden werden, die ‚woke‘ sind, was sich auf das Wachsein als Akt der Trauer bezieht und bei dem der Morgen adjektivisch verwendet wird, um den Sonnenaufgang als emanzipatorisches Symbol vorwegzunehmen.

Einem Zuhören zuhören: ,Ein Gespräch zwischen Memory Biwa und Robert Machiri‘ ist ein gemeinsames Projekt, bei dem wir dem Einsatz von Stimme, Sprache, Instrumenten, Körperbewegungen und Klangtechnologie in Aufnahmen – sowohl in Archiven als auch in der Gegenwart – neu zuhören. Wir aktivieren diese klanglichen Momente durch Installationen und Performances als eine Möglichkeit, koloniale Archivierungspraktiken zu dekonstruieren, Subjekte neu zu positionieren und klangliche Praktiken aus unseren Regionen neu zu verorten. Wir konzentrieren uns darauf, neue Öffentlichkeiten vorzuschlagen, um kollektiv ein neues Wissen über den Raum und die Zeit, in der wir leben, zu hören/fühlen/erschaffen.

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© ️Pungwe